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Christlicher Minister in Pakistan getötet

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Der Minister für religiöse Minderheiten wurde von 10 Kugeln getroffen.

In Pakistan ist der Minister für religiöse Minderheiten bei einem Anschlag ums Leben gekommen. Unbekannte eröffneten am Mittwoch in Islamabad das Feuer auf Shahbaz Bhatti, einen Angehörigen der christlichen Minorität. Der Politiker war bereits tot, als er in das Krankenhaus eingeliefert wurde.

Der Polizeichef der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, Kalim Imam, sagte, der Minister Shahbaz Bhatti sei von zehn Kugeln getroffen worden. Der Minister hatte sich für Änderungen am umstrittenen Blasphemie-Gesetz eingesetzt. Islamisten hatten ihn deswegen mit dem Tode bedroht.

Todesdrohungen
Bhatti gehörte der regierenden Pakistanischen Volkspartei (PPP) von Staatspräsident Asif Ali Zardari  an. Er hatte noch im vergangenen Monat in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur Änderungen am Blasphemie-Gesetz gefordert, um den weit verbreiteten Missbrauch zu stoppen. Der Christ hatte gesagt, wegen seiner Kritik an dem Gesetz erhalte er Todesdrohungen. Er sei aber bereit, notfalls für seine Haltung zu sterben. Islamisten in Pakistan laufen Sturm gegen Änderungen an dem Gesetz, das strenge Strafen für "Gotteslästerung" festlegt.

Im Jänner war in Pakistan ein Provinzgouverneur ermordet worden, der sich für eine wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilte Christin eingesetzt hatte.
 

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