Nach Ausschreitung

Diese Land will Bürger aus Südafrika zurückholen

Nach ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Südafrika fordert Nigeria die Bestrafung der Verantwortlichen und will eigene Staatsbürger in die Heimat zurückholen. 

"Nigeria fordert eine umfassende Zusammenarbeit bei der Bereitstellung von Obduktionsberichten und relevanten Fallakten sowie dabei, den Familien der Verstorbenen den Zugang zum Rechtsweg zu erleichtern", teilte das Außenministerium in Abuja am Montag mit.

Um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, bedürfe es auch "angemessener disziplinarischer und strafrechtlicher Maßnahmen", sofern ein Fehlverhalten festgestellt werde. Mindestens 130 Nigerianer haben nach den Worten der nigerianischen Außenministerin Bianca Odumegwu-Ojukwu ihre Regierung um eine Rückführung gebeten. Südafrikanische Sicherheitskräfte stehen im Verdacht, für den Tod von zwei Nigerianern verantwortlich zu sein. Zudem werden Migranten Menschenrechtsgruppen zufolge in Südafrika oft als Sündenböcke für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten missbraucht.

Proteste geplant

In der vergangenen Woche hatten Demonstranten in Pretoria und Johannesburg ein härteres Vorgehen gegen illegale Einwanderung gefordert. Sie machten Ausländer ohne gültige Papiere für Probleme auf dem Arbeitsmarkt, bei der inneren Sicherheit und bei öffentlichen Dienstleistungen verantwortlich. Für den 4. und 8. Mai sind weitere Proteste geplant.

Die nigerianische Regierung kündigte an, die Entwicklungen genau zu beobachten. Die diplomatischen Vertretungen in Südafrika arbeiteten mit den dortigen Behörden zusammen, um die Risiken für Nigerianer zu verringern, erklärte Außenministerin Odumegwu-Ojukwu. Die südafrikanische Regierung hatte im vergangenen Monat ein hartes Durchgreifen gegen ausländerfeindliche Übergriffe zugesagt. Zuvor hatten Ghana und andere afrikanische Staaten von Gewalt und Diskriminierung gegen ihre Staatsbürger in Südafrika berichtet.

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