Podcast-Plauderei

Jan Josef Liefers: Die Ketamin-Beichte des "Tatort"-Stars

Er ist das Gesicht des Münster-"Tatorts", doch privat suchte Jan Josef Liefers nach Antworten auf tiefgreifende Fragen. Wegen Vorwürfen aus seinem engsten Umfeld unterzog sich der 61-Jährige einer speziellen Therapie mit Ketamin, um sein Ego und eine mögliche emotionale Unverbundenheit zu erforschen

Jan Josef Liefers (61) hat im Podcast „Hotel Matze“ überraschend private Details über seine psychische Gesundheit preisgegeben. Der Schauspieler, der bei vielen Fans Kultstatus genießt, sah sich mit Vorwürfen seiner Frau Anna Loos (55) und enger Freunde konfrontiert. Sie kritisierten, dass er sich emotional stark entferne, wenn er für Dreharbeiten länger weg sei. Liefers gestand ein: „Ich bin dann so ein Lonely Typ.“

Der Vorwurf der Distanz

Jan Josef Liefers: Die Ketamin-Beichte des
© Getty Images

Um zu verstehen, warum er oft wie ein „Einzelgänger“ agiert, suchte er professionelle Hilfe. Mit den konkreten Fragen „Was ist das mit dieser Unverbundenheit, und bin ich ein Narzisst?“ ging er zu einem Therapeuten. Liefers beschreibt sein Ego dabei als einen „Kumpel, der auf jeden Fall will, dass ich nicht kleinbeigebe“, der ihn aber gleichzeitig von anderen isoliere. Nach klassischen Gesprächen über seine Kindheit schlug der Schauspieler selbst eine Erweiterung der Therapie vor.

Eine Reise ins Innere

Diese Erweiterung beinhaltete die Substanz Ketamin, ein Narkosemittel, das in der modernen Psychotherapie bei Depressionen eingesetzt wird. Liefers wollte lieber eine „Erfahrung machen“, statt nur weiterzureden. Den etwa dreistündigen Trip beschrieb er als eine Reise, bei der sich der Körper auflöst: „Du bist weg, aber noch da. Etwas ist noch da, man könnte sagen, vielleicht dein Wesen, deine Essenz.“ Diese Erfahrung für gut 300 Euro pro Sitzung lieferte ihm die gewünschten Antworten.

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Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) ist ein Mastermind

© ORF/WDR/Frank Dicks

Verbundenheit statt einsamem Ego

Entgegen seiner bisherigen Vermutung erkannte er während der Behandlung, dass er „in jeder Sekunde meiner Existenz mit allem verbunden“ sei. Diese Erkenntnis ist für den Star besonders wichtig, da er bereits in der Vergangenheit mit mentalen Problemen kämpfte. Schon im Frühjahr 2025 sprach er über eine Phase vor 16 Jahren, in der er unter massiver Erschöpfung und Lustlosigkeit litt. Er bezeichnete diesen Zustand rückblickend als Burn-out oder „fast eine Depression“.

Heute scheint Jan Josef Liefers durch die intensive Auseinandersetzung mit sich selbst einen Weg gefunden zu haben, Frieden mit seinem Ego zu schließen.

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