In der Volksoper

Schauspiel-Coup: Conchita wird jetzt zum "Frosch"

Die Volksoper Wien setzt zum Pride Month ein fettes Zeichen für Vielfalt. Mit einer speziellen „Pride Edition“ der Fledermaus wird der Operetten-Klassiker ordentlich aufgemischt. Besonders spannend: Ein echter Weltstar schlüpft in eine der ikonischsten Rollen des berühmten Stücks. 

Die Volksoper bringt frischen Wind in das Wiener Kulturleben, wenn am Dienstag, 9. Juni, die Premiere der neuen „Pride Edition“ von „Die Fledermaus“ über die Bühne geht. In einer Zeit, in der queeres Leben weltweit wieder unter Druck gerät, setzt das Haus damit ein mutiges künstlerisches Statement.

Klassiker im queeren Gewand

Die neue Textfassung stammt von Jürgen Bauer und Moritz Franz Beichl. Sie verwandeln den Klassiker von Johann Strauß in ein hochaktuelles und humorvolles Spiel über Liebe und Identität. Dabei werden gesellschaftliche Normen ordentlich hinterfragt, ohne den ursprünglichen Charme der berühmtesten Operette der Welt zu verlieren.

Tom Neuwirth

Tom Neuwirth

© Lukas Feix

Tom Neuwirth als Frosch

Ein echtes Highlight der Produktion ist die Besetzung der Rolle des „Frosch“. Tom Neuwirth, den die meisten als Conchita Wurst kennen, übernimmt diesen Part. Neuwirth war zuletzt im Rabenhof Theater als Erzherzog Ludwig Viktor zu sehen und bringt nun seine Wandelbarkeit auf die ganz große Bühne der Volksoper. Dass dieses „Familiensilber“ des Hauses nun queer interpretiert wird, ist ein starkes Signal.

Zeichen gegen gesellschaftliche Ausgrenzung

Tom Neuwirth zeigt sich von seiner neuen Aufgabe begeistert: „Ich bin überwältigt und fühle mich geehrt, Teil dieser besonderen Produktion sein zu dürfen. Die Volksoper ist ein traditionsreiches Haus, das über Grenzen hinausdenkt und queere Kunst willkommen heißt.“ Für ihn ist es eine Vorfreude, die ikonische Rolle des Frosch neu zu interpretieren. Die Figur soll in dieser Version auch als Hoffnungsgeber fungieren.

Schauspiel-Coup: Conchita wird jetzt zum
© APA

Die Produktion verspricht, ein Fixpunkt im Wiener Pride Month zu werden und zeigt, wie modern Tradition heute sein kann.

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