Ermordete Brexit-Gegnerin Cox versuchte Kolleginnen zu schützen

Prozess gegen Verdächtigen

Ermordete Brexit-Gegnerin Cox versuchte Kolleginnen zu schützen

"Lasst ihn lieber mich verletzten, lasst euch nicht von ihm verletzen", soll sie gerufen haben.

Die britische Labour-Abgeordnete und Brexit-Gegnerin Jo Cox soll kurz vor ihrem Tod versucht haben, zwei Kolleginnen vor Angriffen zu schützen. Cox habe den Frauen zugerufen: "Lasst ihn lieber mich verletzten, lasst euch nicht von ihm verletzen", berichteten die beiden als Zeuginnen im Prozess am Mittwoch.

   Die 41 Jahre alte Parlamentarierin war kurz vor dem EU-Referendum im Juni in ihrem nordenglischen Wahlbezirk in der Nähe von Leeds bei einem Attentat auf offener Straße lebensgefährlich verletzt worden und Stunden später in einem Krankenhaus gestorben.

   Angeklagt ist ein 53-jähriger Brexit-Befürworter, dem vorgeworfen wird, mehrere Schüsse abgegeben und auf sein Opfer eingestochen zu haben. Der Angreifer soll "Großbritannien soll unabhängig bleiben" gerufen haben, sagte eine der Zeuginnen der BBC zufolge. Die Polizei nahm den Mann rund 20 Minuten nach den Schüssen fest, er habe sich gegenüber den Beamten als "politischer Aktivist" bezeichnet. Die Polizisten hätten daraufhin in seiner Wohnung einen Dolch und Material mit politischen Inhalt gefunden, sagten die Ermittler im Prozess.



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