EU-Chef lässt Griechen abblitzen

Trotz Hilferuf

EU-Chef lässt Griechen abblitzen

Griechenlands Premier Tsipras bat telefonisch um ein Krisentreffen – abgelehnt.

EU-Chef Jean-Claude Juncker ließ Tsipras am Freitag eiskalt abblitzen. Der Hilferuf aus Athen blieb ungehört, ein kurzfristiges Krisentreffen in Brüssel findet vorerst nicht statt.

Juncker verwies Tsipras auf das Meeting der Euro-Finanzminister am kommenden Montag. Erst danach werde man einen Termin vereinbaren. Vermutlich wird das vor dem EU-Gipfel in gut zwei Wochen sein.

Kassen leer, Beamte warten auf ihr Februar-Gehalt
Hektik. Die Gründe für die Panik in Athen: Bereits im Februar konnte die Regierung nicht alle Staatsbediensteten bezahlen. Auch Lehrer haben größtenteils kein Gehalt mehr bekommen. Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber, warnte Athen indes davor, sich mit Finanz- und Buchungstricks (siehe Kasten unten) neues Geld zu beschaffen. Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis hingegen erklärte, für März könne sein Land noch alle Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Varoufakis benötigt jeden Monat etwa 4,5 Milliarden Euro, um alle Verpflichtungen seines Landes zu begleichen.
K. Wendl



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