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30 Tote

Explosionen vor Moschee in Somalia

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Der Anschlag war offenbar gegen einen aufständischen Milizführer gerichtet.

Bei der Explosion zweier Sprengsätze in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Samstag mindestens 30 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Es war bereits der zweite Anschlag, der in dieser Woche auf eine Moschee im von den aufständischen Islamisten-Milizen Hizb al-Islam und Al-Shabab kontrollierten Teil Mogadischus verübt wurde.

Die Explosionen hätten sich in der Nähe einer Moschee auf einem belebten Markt ereignet, hieß es. Ein Vertreter der islamistischen Shabab-Miliz sagte AFP, Ziel der Sprengsätze sei einer der Anführer der Gruppe gewesen, Sheikh Fuad Mohamed Khalaf. Er habe sich in der Moschee befunden, sei aber nicht verletzt worden.

Die schwache somalische Übergangsregierung von Präsident Sharif Sheikh Ahmed kontrolliert nur einen kleinen Teil der kriegszerstörten Hauptstadt Mogadischu. Große Gebiete der Stadt sowie des Südens und Zentrums des Landes sind in der Hand der Shebab-Miliz. In Somalia herrscht seit dem Sturz von Machthaber Siad Barre 1991 Bürgerkrieg. Nach Einschätzung der UNO sind seit Jahresbeginn schon mehr als 100.000 Menschen vor der Gewalt geflohen.

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