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Feuer-Inferno auf heiligem Berg Athos

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Feuerwehr im Großeinsatz: Waldbrände auch auf der Halbinsel Peloponnes.

Die griechische Feuerwehr hat am Samstag mit Unterstützung von Soldaten und Verstärkung aus Serbien gegen den verheerenden Waldbrand nahe der Mönchsrepublik am Berg Athos gekämpft. Wie die Feuerwehr mitteilte, war sie mit 200 Männern und 120 Freiwilligen sowie mit 14 Löschflugzeugen und sieben Hubschraubern im Einsatz. Die Armee entsandte nach eigenen Angaben mehr als 300 Soldaten und 50 Fahrzeuge, Belgrad schickte knapp 50 Feuerwehrleute.

Gegen Mittag schritt der Brand dennoch voran, bedrohte aber keines der Mönchsklöster, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. Die Löscharbeiten wurden demnach durch die Dichte des seit Jahrzehnten unberührten Waldes und die häufig wechselnde Windrichtung erschwert. Nach Angaben örtlicher Abgeordneter vernichtete der Waldbrand seit Mittwoch rund 1.500 Hektar Wald, Olivenhaine und Weinstöcke auf dem Berg Athos, aber auch in den angrenzenden Touristengebieten im Norden der Halbinsel.

Feuer-Inferno auf heiligem Berg Athos

Zwei weitere große Brände wüteten unterdessen im Westen der Halbinsel Peloponnes. Die Feuerwehr hoffte, sie bald unter Kontrolle bekommen zu können. In Griechenland gibt es jedes Jahr zahlreiche Waldbrände. Ursache ist oftmals Brandstiftung, aber nur wenige Täter werden gefasst. Im Jahr 2007 waren bei einem Großbrand auf der Insel Euböa 77 Menschen ums Leben gekommen. Die Flammen verschlangen rund 250.000 Hektar Land.

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