Fährunglück Niederlande

Zusammenstoß

Frachter rammt Fähre in den Niederlanden

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Taucher sollen die Passagiere aus einem Kanal bei Amsterdam bergen.

Ein Flussfrachtschiff aus Duisburg hat am Freitag unweit von Amsterdam eine Fußgängerfähre gerammt und zum Kentern gebracht. Taucher suchten im Amsterdam-Rhein-Kanal nahe der Stadt Breukelen nach dem vermissten Skipper der Fähre, die sich soweit gedreht hatte, dass sie kieloben lag. Ob tatsächlich auch Passagiere an Bord waren und ins Wasser gefallen sind, sei jedoch unklar, sagte die Sprecherin des Nationalen Polizeikorps der Niederlande (KLPD).

Geringe Überlebenschance
"Wir schließen jetzt nicht mehr aus, dass außer dem Skipper niemand an Bord der Fähre war, aber die Suche nach Opfern geht natürlich weiter, bis wir sicher sein können", sagte KLPD-Sprecherin Carine Portengen. Suchtrupps mit Spezialgeräten sowie Taucher seien im Einsatz. Die Überlebenschancen in dem kalten Wasser würden von Stunde zu Stunde abnehmen. Die Besatzung eines Hubschraubers mit einer Wärmebildkamera habe niemanden im Wasser entdecken können.

Ein Sprecher des Fährbetriebs Swets ODV sagte, noch vor wenigen Tagen wäre das Kentern der Ponton-Fähre für Fußgänger und Radfahrer einer Katastrophe gleichgekommen. "Normalerweise ist sie um diese Zeit voll mit Schulkindern, aber jetzt haben wir glücklicherweise Herbstferien."

Schiffsverkehr gesperrt
Wegen des Unfalls wurde der Schiffsverkehr in dem betroffenen Abschnitt des 72 Kilometer langen Amsterdam-Rhein-Kanals zeitweise gesperrt. Das Unglück ereignete sich gegen 7.00 Uhr, rund 30 Kilometer südlich von Amsterdam, zwischen den Ortschaften Breukelen und Nieuwer Ter Aar.

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