Neue Regel

Wirbel um Kopfhörer-Pflicht in DIESER Airline

In Japan längst Standard, nun auch bei der ersten großen US-Airline: United Airlines führt eine explizite Kopfhörerpflicht für Smartphones und Tablets ein – inklusive drastischer Konsequenzen. 

Die neue Vorgabe wurde offiziell in die Beförderungsbedingungen der Airline aufgenommen. Wer sich weigert, Kopfhörer zu tragen oder die Lautstärke über Lautsprecher zu regulieren, riskiert laut dem Unternehmen sogar den Ausschluss vom Flug.

Wörtlich heißt es auf der Website der Airline: „United hat das Recht, einem Passagier dauerhaft die Beförderung zu verweigern, wenn er gegen eine der in dieser Regel genannten Vorgaben verstößt.“ Um den Übergang zu erleichtern, stellt United auf einigen Flügen mit eingebauten Bildschirmen kostenlose Kabel-Kopfhörer zur Verfügung.

Starlink als Auslöser für Neuregelung

Gegenüber ABC News erklärte die Airline, man habe Kunden zwar schon immer zur Nutzung von Kopfhörern ermutigt, doch mit der Ausweitung von Starlink sei nun ein guter Zeitpunkt für eine klare Regelung gekommen. United hatte kürzlich das WLAN-Angebot an Bord massiv ausgebaut, weshalb Passagiere verstärkt eigene Geräte für Filme oder Social Media nutzen. Auch die US-Fluglinie Southwest Airlines schreibt Kopfhörer an Bord vor, stellt diese jedoch nicht kostenlos zur Verfügung.

Unterschiede bei Lufthansa und Co.

Bei Fluggesellschaften wie der Lufthansa, Delta, Emirates oder Qatar Airways gibt es aktuell keine vergleichbare schriftliche Pflicht mit drohendem Flugverbot. Dennoch setzen diese Anbieter weiterhin stark auf die gegenseitige Rücksichtnahme der Fluggäste. So betont etwa Delta in den Bedingungen: „Für den Komfort aller Mitreisenden sollen Passagiere bei jedem persönlichen elektronischen Gerät während des Fluges Ohrhörer oder Kopfhörer benutzen.“ Das Personal kann hier jederzeit einschreiten.

Flugbegleiter haben das letzte Wort

Auch ohne explizites Verbot in den Statuten können Flugbegleiter bei fast allen Airlines Passagiere dazu auffordern, die Lautstärke zu senken, wenn sich andere Gäste gestört fühlen. In Österreich und Europa bleibt abzuwarten, ob die heimischen Anbieter dem US-Vorbild folgen und die Regeln verschärfen.

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