AKW Kernkraftwerk Temelin

Trotz Entscheidung in D

Frankreich sieht Zukunft in Atomkraft

Fillon: "Wir denken, dass die Atomenergie eine Zukunftslösung ist".

In Frankreich respektiert man den Atomausstieg in Deutschland, hält aber auch in Zukunft an der Atomkraft fest. Die französiche Regierung achte die Entscheidung des Nachbarlandes, sagte Ministerpräsident Francois Fillon am Montag in Straßburg. Die französische Regierung habe aber eine andere Wahl getroffen. "Wir denken, dass die Atomenergie eine Zukunftslösung ist". Dies gelte vor allem mit Blick auf die Klimaziele, die ohne die Atomindustrie momentan nicht zu erreichen seien. "Deshalb respektieren wir diese Entscheidung, aber sie führt uns nicht dazu, die Politik zu ändern", fügte Fillon hinzu.

Frankreich ist größter Atomstromproduzent Europas
Frankreich ist der größte Atomstromproduzent Europas und bezieht knapp vier Fünftel seiner Energie aus Atomkraftwerken. Im Gegensatz zu Deutschland gab es im Nachbarland nach dem Atomunglück in Fukushima keine breite Debatte über die Atomkraft. Allerdings forderte der Sprecher der französischen Sozialisten nach der deutschen Entscheidung, in Frankreich das Volk zur Zukunft der Atomkraft zu befragen. Auch die Sozialisten sind in der Frage nicht einer Meinung: während Parteichefin Martine Aubry den Ausstieg befürwortet, ist der Kandidat für die Vorwahlen, Francois Hollande, für weniger Atomkraft. Ein Ausstieg sei nicht die richtige Antwort, argumentiert Hollande.



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