Prozess

Franzose schnitt Nebenbuhler Penis ab

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Nach der Tat warf der Mann den Penis in die Toilette der Wohnung.

In Südfrankreich muss sich seit Donnerstag ein Familienvater vor Gericht verantworten, der einem Nebenbuhler einen Teil des Penis mit einem Messer abgeschnitten hat. Er habe die Tat in einem "Anfall von Wahn" begangen, sagte der Mann vor dem Schwurgericht in Aix-en-Provence. Der Rivale sei im Oktober 2008 in seiner Wohnung aufgetaucht und habe ihm eröffnet, dass er ein Verhältnis mit seiner Frau habe, berichtete der Angeklagte. Damit sei sein Leben zusammengebrochen, das er mit seiner Lebensgefährtin und den damals zwei gemeinsamen Kindern aufgebaut habe.

Nach eigener Aussage schlug der Franzose den damals 33 Jahre alten Liebhaber in einem Wutanfall zusammen, zog ihm die Hosen aus und schnitt ihm den Penis ab, den er anschließend in die Toilette warf. Kurz danach rief der Angreifer selbst den Notarzt. Eine Polizistin berichtete, der Täter habe bei dem Verhör völlig verstört gewirkt. Der Anwalt des Opfers sprach hingegen von einem Racheakt. Der Mann habe seinen Nebenbuhler "da bestrafen wollen, wo er gesündigt hat". Sein Mandant hoffe nun seit mehr als drei Jahren, dass sein Penis mit Hilfe eines chirurgischen Eingriffs wieder hergestellt werden kann.

Der 38-jährige Täter und seine Lebensgefährtin, die seit 14 Jahren zusammenleben, haben seither ein drittes Kind bekommen und wollen nun heiraten. Das Urteil wird am Freitag erwartet.

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