Historiker ist „überzeugt, dass es echt ist“
Es klingt wie eine historische Sensation. Die britische „Daily Mail“ hat 80 Jahre nach Kriegsende das Tagebuch der vermeintlichen Hitler-Geliebten Unity Mitford (1914–1948) veröffentlicht. Die Notizen umfassen die Jahre 1935 bis 1939 – Mitford soll dabei laut „Daily Mail“ über Treffen mit Hitler, ihr damaliges Sexleben und politische Ansichten beschrieben haben. Die handgeschriebenen Auszüge, die die Zeitung in den kommenden Wochen veröffentlichen soll, seien laut Zeitung „zweifellos echt“. Auch der britische Historiker David Pryce-Jones ist überzeugt, „dass es echt ist“.
Wer war Unity Mitford?
Die in London geborene Unity Valkyrie Freeman-Mitford war eine britische Adelige, die sich früh für den Nationalsozialismus begeisterte. Sie gehörte von 1935 bis 1940 zum inneren Kreis der NSDAP und soll eine Affäre mit Hitler gehabt haben. Bestätigung dafür gibt es allerdings keine.
"Er ist einfach süß"
In ihrem vermeintlichen Tagebuch beschreibt die Engländerin „ihren schönsten Tag“. „Samstag, 9. Februar (1935): „Mittagessen Osteria 14.30 Uhr. Der Führer kommt um 15.15 Uhr, nachdem ich mit dem Mittagessen fertig bin. Nach etwa 10 Minuten schickt er den Wirt, um mich zu bitten, an seinen Tisch zu kommen. Ich gehe und setze mich neben ihn, während er sein Mittagessen isst, und wir unterhalten uns. Der schönste Tag meines Lebens. Er schreibt eine Postkarte für mich.“
Ihre Kontakte seien im Laufe des Jahres 1935 immer regelmäßiger geworden. So schreibt Mitford etwa: „Er lädt mich ein, ihn in Berlin zu besuchen, und macht mir Komplimente.“ Hitler sei „sehr nett und fröhlich“, ein anderes Mal beschreibt sie den brutalen Diktator als „einfach süß“. Erschreckend: Der Nazi-Führer soll sich seiner Geliebten gegenüber „benommen haben wie ein 17-Jähriger“.