Geiselnahme Le Mans Gefängnis

Frankreich

Geiselnahme in Gefängnis unblutig beendet

Ein Häftling bedrohte am Donnerstagmorgen einen Wärter mit einer Schere.

Eine Geiselnahme in einem Gefängnis in Frankreich ist unblutig beendet worden. Justizminister Jean-Jacques Urvoas teilte am Donnerstag auf Twitter mit, in der nordwestfranzösischen Stadt Le Mans sei alles glimpflich zu Ende gegangen. Der von einem Häftling als Geisel genommene Wärter habe Mut bewiesen und das Personal Umsicht.


Verlegung in andere Anstalt verlangt

Nach Angaben aus Polizei- und Gewerkschaftskreisen hatte der Geiselnehmer dem Wärter am Morgen eine Schere an den Hals gehalten. Er ließ sich mit dem Aufseher und einem weiteren Häftling in seiner Zelle einschließen und verlangte seine Verlegung in eine andere Anstalt. Nach Verhandlungen mit einer Spezialeinheit der Polizei gab er am frühen Nachmittag auf.

Gefängnis überbelegt

Der Geiselnehmer sitzt eine Strafe wegen bewaffneter Gewalteinwirkung ab und sollte ursprünglich im Jahr 2021 freikommen. Der Justizminister dankte den Mitarbeitern des Gefängnisses und den Spezialkräften der Polizei für ihren Einsatz. Das Gefängnis in Le Mans hat Platz für 400 Insassen, ist aber mit derzeit 520 Häftlingen nach Gewerkschaftsangaben überbelegt.



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