Simone Peter

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Grünen-Chefin Peter tritt nicht mehr an

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Überraschender Rückzug der deutschen Grünen-Parteichefin.

Die Grünen-Parteichefin in Deutschland, Simone Peter, verzichtet überraschend auf eine erneute Kandidatur für das Spitzenamt. In einem Brief an ihre Partei schrieb sie: "Wie ihr meinen öffentlichen Äußerungen seit der Bekanntgabe der Kandidaturen von Annalena Baerbock und Robert Habeck für den Bundesvorsitz entnehmen konntet, möchte ich mich einer Erneuerung der Parteispitze nicht verschließen."
 
Sie habe dafür geworben, dass weiterhin alle Meinungen und Richtungen der Partei im Bundes- und auch Fraktionsvorstand vertreten seien. "Mit der Kandidatur von Anja Piel für das Amt als Bundesvorsitzende ist nun weitere Bewegung in die KandidatInnenfrage gekommen, die mich wiederum bewogen hat, den Platz frei zu machen", ergänzte Peters, die dem linken Parteiflügel zugerechnet wird, in dem am Montag veröffentlichten Brief.


"Neues, breites Personalangebot"

"Ich hatte genug Zeit, darüber nachzudenken, und bin der Meinung: Der Partei wird damit ein neues, breites Personalangebot gemacht", schrieb Peter. Sie wünsche sich, dass die Grünen weiterhin als progressive, linke Kraft der Veränderung ihren Beitrag dazu leisteten, die natürlichen Lebensgrundlagen ebenso zu sichern wie den Zusammenhalt der Gesellschaft, ein solidarisches Europa und eine friedlichere Welt. Dafür wolle sie auch weiterhin kämpfen. "Darauf könnt ihr euch sicher verlassen."
 
Peter war nach der Bundestagswahl 2013 an die Parteispitze gerückt und führte die Grünen in den vergangenen Jahren zusammen mit Cem Özdemir, der ebenfalls beim Parteitag Ende Jänner nicht mehr für den Vorsitz kandidiert und am Wochenende auch den Verzicht auf eine Kandidatur für den Vorsitz der Bundestagsfraktion bekanntgegeben hatte.
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