Gaza-Deal fix

Trump hat den Friedensvertrag unterschrieben

Jetzt ist die Vereinbarung zwischen Israel und der islamistischen Hamas über eine Waffenruhe im Gazastreifen formell besiegelt!

Die radikal-islamische Hamas habe die Geiseln am Montag im Gazastreifen freigelassen, teilte das Militär am Montag mit. Die Übergabe ist Teil der ersten Phase eines Waffenruheabkommens. Im Gegenzug begann Israel mit der Freilassung palästinensischer Gefangener und Häftlinge. Die Häftlinge wurden in Ramallah von ihren Familien empfangen, wie das Medienbüro der Gefangenen mitteilte. 

Zunächst frei kamen Alon Ohel, Matan Angrest, Guy Gilboa-Dalal, Eitan Mor, Gali und Ziv Berman sowie Omri Miran. Sie sind laut Medienberichten in gutem Zustand. Alle hätten sich aus eigener Kraft in die Autos des Roten Kreuzes bewegen können. Es herrschte die Sorge, dass zumindest einige der Geiseln nach zwei Jahren des Hungers und der brutalen Umstände ihrer Gefangenschaft in sehr schlechtem Zustand sein könnten. Im Militärlager Reim am Rande des Gazastreifens soll es ein erstes Wiedersehen mit Angehörigen, eine medizinische Untersuchung und die Möglichkeit zum Duschen und einem Kleiderwechsel geben. Danach sollen die Menschen in Krankenhäuser zur weiteren Behandlung geflogen werden.

Geiseln
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Die Armee hatte in den vergangenen Tagen Angehörige der Freigelassenen gewarnt, jegliche Freudenfeiern seien strikt verboten. Insgesamt soll Israel nach der Vereinbarung über eine Waffenruhe mit der Hamas rund 1.700 im Gazastreifen festgenommene Palästinenser und rund 250 zu teils lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilte Häftlinge freilassen. Kurz vor der Abfahrt setzten israelische Sicherheitskräfte Tränengas gegen Wartende und Journalisten ein, wie Fernsehbilder zeigten.

738 Tage Geiselhaft

Die palästinensische Terrororganisation Hamas hatte zuvor die letzten 20 lebenden Geiseln freigelassen und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben. Sie kehrten nach 738 Tagen nach Israel zurück, wo sie Angehörige trafen und medizinisch untersucht wurden. Die Hamas hat nach eigener Darstellung alles in ihrer Kraft Stehende für das Überleben der Geiseln im Gazastreifen getan. Sie habe "alle Anstrengungen unternommen, um das Leben der (israelischen) Gefangenen zu bewahren", teilte die Hamas mit. 

 

Die Infografik zeigt die wichtigsten Ereignisse und Opferzahlen im Zusammenhang mit der Hamas-Geiselnahme und dem Gaza-Krieg ab dem 7. Oktober 2023. Am 7. Oktober 2023 wurden in Israel 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 Geiseln entführt. Insgesamt gab es seit Kriegsbeginn 67.200 palästinensische Opfer. Die Grafik enthält eine Karte mit Orten der Entführungen und eine Zeitleiste mit wichtigen Daten wie dem Beginn der israelischen Bodenoffensive, Feuerpausen, Abkommen und Friedensplänen. Quelle: APA/OCHA.

 

 

Die Geiselfamilien haben nach eigenen Angaben erfahren, dass die Hamas am Montag nur vier von 28 toten Geiseln an Israel übergeben will. Eine offizielle Bestätigung für die Angaben, die das Forum der Geiselfamilien auf der Plattform X machte, gibt es noch nicht. Das israelische Militär war jedoch nicht davon ausgegangen, dass am Montag alle Leichen übergeben werden können. So hatte es das Abkommen zwischen Israel und der Hamas eigentlich vorgesehen.

Die Angehörigen der Geiseln seien schockiert und bestürzt, teilte das Forum der Geiselfamilien mit und forderte die israelische Regierung und die Vermittler auf, Maßnahmen zu ergreifen, "um diese schwere Ungerechtigkeit zu korrigieren". "Die Vermittler müssen die Bedingungen der Vereinbarung durchsetzen und sicherstellen, dass die Hamas für diesen Verstoß einen Preis zahlt." 

13. Oktober 2025: Die 20 freigelassenen Hamas-Geiseln

Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruger Ziv wurde der deutsche Staatsbrüger am 7. Oktober 2023 entführt und überlebte in den Fängen der Hamas.

Nach über zwei Jahren Gefangenschaft gingen die Bilder um die Welt, als Ziv sienen Bruder Gali wieder in die Arme nehmen konnte.

Der Deutsch-Israeli geriet nach seiner Flucht vom Nova-Festival in einen Schutzraum in die Gewalt von Terroristen. Er wurde verletzt und könnte auf einem Auge erblindet sein. Der 24 Jahre alte Pianist soll in Geiselhaft angekettet worden sein.

Während seine ebenfalls verschleppte Partnerin bereits freikam, sitzt der 25-Jährige immer noch in Geiselhaft. Seine Mutter ist eine der bekanntesten Geisel-Angehörigen und scharfe Kritikerin der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

Ariel wurde mit mehrer seiner Angehörigen verschleppt. Sein Bruder David war ebenfalls bis zuletzt in Gefangenschaft.

Seine fünf Jahre alten Töchter waren ebenfalls in Gefangenschaft. Bis auf die Brüder kamen alle wieder frei. Bekannte deutsche Schauspieler machten bei der diesjährigen Berlinale auf das Schicksal David Cunios aufmerksam. Der Schauspieler war 2013 mit einem Film auf der Berlinale vertreten gewesen.

Der heute 48 Jahre alte Omri Miran aus dem Grenzort Nahal Oz wurde Berichten zufolge vor den Augen seiner Kinder verschleppt. Neben seiner Frau hoffen seitdem auch seine beiden kleinen Töchter laut der Familie "von ganzem Herzen darauf", ihren Vater wieder in die Arme schließen zu können.

Der 25 Jahre alte Israeli war auf der Wüsten-Party ebenfalls zuständig für die Sicherheit und hat sich Berichten zufolge um verletzte Festivalbesucher gekümmert. Seine Eltern haben sich in der Vergangenheit dagegen ausgesprochen, die Geiseln gegen Palästinenser auszutauschen, die wegen Terrortaten verurteilt worden waren.

Der inzwischen 24-Jährige wurde zusammen mit seinem besten Freund Eviatar David vom Nova-Festival verschleppt. Anfang des Jahres veröffentlichte die Hamas Aufnahmen, die zeigen, wie beide die Freilassung anderer Geiseln anschauen mussten und die israelische Regierung verzweifelt anflehen, auch für ihre Freilassung zu sorgen.

Der Israeli ist der beste Freund von Guy Gilboa-Dalal. Im Sommer veröffentlichte die Hamas erneut ein Gräuel-Video, das den 24-Jährigen bis auf die Knochen abgemagert in einem engen Tunnel zeigt. Den Angaben zufolge schaufelte er währenddessen sein eigenes Grab.

Der inzwischen 32-jährige Avinatan Or wurde ebenfalls vom Nova-Festival entführt - zusammen mit seiner Freundin Noa Argamani. Israels Armee befreite Argamani im Sommer vergangenen Jahres.

Bar Kuperstein (23) arbeitete auf dem Nova-Festival als Sicherheitsmann. Angehörige berichteten Medien, er habe dort anderen geholfen, sich vor den Terroristen in Sicherheit zu bringen, bevor er selbst in ihre Hände fiel.

Der Israeli (39) besuchte zum Zeitpunkt des Hamas-Massakers seinen älteren Bruder im Kibbuz Nir Oz. Die beiden Männer, die als große Fußballfans gelten, wurden verschleppt. Iair Horn wurde Anfang des Jahres freigelassen.

Der Deutsch-Israeli war Medien zufolge ebenfalls als Wächter bei dem Festival angestellt und versuchte, Menschen vor Ort zu retten. Ein Propagandavideo der Terrororganisation Palästinensischer Islamischer Dschihad (PIJ) zeigte den 21-Jährigen vor einigen Monaten abgemagert und blass.

Der 25 Jahre alte Josef-Chaim Ohana half während des Massakers auf dem Festival Berichten zufolge ebenfalls Besuchern des Musik-Events. In einem von der Hamas veröffentlichten Video sagte er im Mai dieses Jahres: "Ein ganzes Land will, dass dieser Alptraum aufhört."

Auch Elkana Bohbot (36), Vater eines kleinen Jungen, arbeitete auf der Nova-Party. In einem im Mai veröffentlichten Propagandavideo der Hamas sagte Josef-Chaim Ohana über den abgemagert und apathisch wirkenden Bohbot, dieser habe mehrfach versucht, sich selbst zu verletzen.

Der junge Soldat hielt Berichten zufolge zum Zeitpunkt des Massakers im Rahmen seines Wehrdienstes Wache nahe dem Gazastreifen. Laut Medien soll eine freigelassene Geisel seinen Eltern von dem nun 21-Jährigen ausgerichtet haben, dass er sie liebe und sie sich keine Sorgen um ihn machen sollten.

Max Herkin (37), der ebenfalls vom Nova-Festival entführt wurde, stammt ursprünglich aus der Ukraine und hat eine kleine Tochter. In einem von der Hamas im Sommer veröffentlichten Video sagte er, die Geiseln fühlten sich nicht mehr wie Menschen.

Der israelische Soldat wurde israelischen Medien zufolge aus einem brennenden Panzer entführt. Der heute 22-Jährige soll Berichten zufolge angekettet und geschlagen worden sein.

Der Israeli wurde entführt, als er versuchte, vom Nova-Festival zu flüchten. Im Februar berichteten freigelassene Verschleppte über ihre Zeit mit ihm - das war das erste Lebenszeichen, das Kalfons Familie von dem 27-Jährigen bekam.

Jubel in Israel

In Israel haben Berichte über die Freilassung der Geiseln für riesige Erleichterung und Freude gesorgt. Auf dem "Platz der Geiseln" im Zentrum der Küstenmetropole Tel Aviv brach am Montagmorgen unter Tausenden dort versammelten Menschen Jubel aus.

 

TEl Aviv
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Am Freitag war im Rahmen eines von US-Präsident Donald Trump initiierten Friedensplans eine Waffenruhe im Gaza-Krieg in Kraft getreten. Nach Freilassung der ersten Geiseln verpflichtete sich die Hamas der Waffenruhe mit Israel. "Wir bekräftigen unsere Verpflichtung zur erreichten Vereinbarung und den damit verbundenen Zeitplänen, solange sich die Besatzung (Israel) daran hält", teilte der militärische Arm der Hamas, die Kassam-Brigaden, mit. Die Einigung bezeichnete sie als Ergebnis der Standhaftigkeit des palästinensischen Volks im Widerstand gegen Israel.

Trump: "Der Krieg ist zu Ende"

Nach Auffassung von US-Präsident Trump ist der Krieg ungeachtet der noch ausstehenden weiteren Friedensverhandlungen vorbei. "Der Krieg ist zu Ende", sagte der Republikaner an Bord der Air Force One zu Journalisten auf dem Weg nach Israel. Er gehe davon aus, dass die Waffenruhe halte. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte dagegen zuvor gesagt, der Kampf sei noch nicht vorbei. "Es liegen noch große Sicherheitsherausforderungen vor uns." Einige Feinde versuchten, sich zu erholen, um erneut anzugreifen, hatte der israelische Regierungschef gesagt.

Trump war am Montag in Tel Aviv gelandet und von Netanyahu begrüßt worden. Am Nachmittag will er dann zu einer "Nahost-Friedenszeremonie" anlässlich des von ihm vermittelten Abkommens zwischen Israel und der Hamas in den ägyptischen Küstenort Sharm el Sheikh weiterreisen. Dort werden mehr als 20 Staats- und Regierungschefs erwartet, unter anderem aus Europa und der arabischen Welt.

Kurz vor seinem Abflug nach Nahost sagte Trump Journalisten über den Verhandlungserfolg: "Alle jubeln gleichzeitig. Das ist noch nie zuvor passiert. Normalerweise jubelt nur einer, während der andere das Gegenteil tut." Es sei das erste Mal, dass alle begeistert seien, sagte der Republikaner.

Sicherheitskreise: 38 Tote bei Hamas-Einsatz in Gaza-Stadt

Bei einem Einsatz der Hamas in Gaza-Stadt wurden unterdessen nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen 38 Menschen getötet. Der Einsatz nach Inkrafttreten der Waffenruhe am Freitag habe sich gegen eine "gefährliche Bande" gerichtet, hieß es. Unter den Toten seien 32 Mitglieder der Gruppe und sechs Hamas-Angehörige. Zudem seien 24 Menschen festgenommen und 30 weitere verletzt worden.

Lage im Gazastreifen verzweifelt

Nach zwei Jahren Krieg ist die Lage für die Palästinenser in dem von Israel abgeriegelten Gazastreifen verzweifelt. Hunderttausende Menschen müssen sich in einer zu weiten Teilen zerstörten, vermutlich von Blindgängern übersäten Trümmerlandschaft zurechtfinden, in der sie nur durch dauerhafte Hilfe von außen überleben können.

Seit Beginn der Waffenruhe hat Israel die Einfuhr von mehr Hilfsgütern in das Gebiet erlaubt: Täglich sollen rund 600 Lastwagen einfahren. Das ist nach UNO-Angaben die Mindestmenge, um die Bevölkerung zumindest mit dem Nötigsten zu versorgen. Laut israelischen Sicherheitskreisen soll etwa auch die Reparatur von Wasserleitungen, Abwassersystemen und Bäckereien möglich sein.

Streitpunkte bleiben

Es ist jedoch nicht absehbar, ob das Abkommen zu einem längerfristigen Ende der Kämpfe in Gaza führen wird. Zwei der größten Streitpunkte bleiben die Entwaffnung der Hamas, die in Trumps Friedensplan vorgesehen ist, und der komplette Abzug von Israels Armee aus dem Gebiet. Nach einem vereinbarten Rückzug hält sie weiterhin etwa die Hälfte Gazas besetzt. Die Hamas spricht Israel zudem weiterhin das Existenzrecht ab, Netanyahu und seine rechtsextremen Regierungspartner wollen die Hamas restlos zerschlagen.

Auslöser des Gaza-Kriegs war das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels, das Terroristen der Hamas sowie anderer extremistischer Palästinenserorganisationen am 7. Oktober in Israel nahe der Grenze zum Gazastreifen verübt haben. Auf israelischer Seite wurden dabei etwa 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 als Geiseln nach Gaza verschleppt. Israel reagierte darauf mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde kamen dabei bisher mehr als 67.000 Menschen ums Leben. 

+++ der LIVE-Ticker zum Nachlesen HIER +++

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 19:09

Trump: Erklärung werde "Bestand haben"

Vertreter der USA, Ägyptens, Katars und der Türkei haben eine gemeinsame Friedenserklärung für den Gazastreifen unterzeichnet. In dem am Montag bei einem Nahost-Gipfeltreffen im ägyptischen Sharm el-Sheikh unterzeichneten Dokument erklären sich die vier Länder zu Garantiemächten einer Vereinbarung, mit der der Gazakrieg beendet werden soll. US-Präsident Donald Trump zeigte sich bei der Unterzeichnungszeremonie zuversichtlich, dass die Erklärung "Bestand haben" werde.

 18:30

Unterzeichnung des Friedenvertrags

Vor der feierlichen Zeremonie wird zuerst der Vertrag unterschrieben. Dieser wird von den Staats- und Regierungschefs der USA, Ägypten, Katar und der Türkei unterzeichnet.

trump © Getty Images

Zur dramatischer Musik setzen alle vier ihre Unterschrift. Trump betont den historischen Moment.

 18:27

Gruppen-Foto

Alle Staats- und Regierungschef sind auf der Bühne und nehmen ihre Position ein.

friedensgipfel © Getty Images

 17:45

Zeremonie beginnt

Der Friedensgipfel hat begonnen. US-Präsident Donald Trump (79) begrüßt die anwesenden Staats- und Regierungschefs einzeln auf der Bühne per Handschlag.

trump macron © Evan Vucci / POOL / AFP

 17:26

Zwei tote Geiseln von Hamas an Rotes Kreuz übergeben

Nach Angaben der israelischen Armee fuhren Vertreter des Roten Kreuzes unterdessen in Richtung eines Treffpunkts im Gazastreifen, um dort die sterblichen Überreste mehrerer toter Geiseln entgegenzunehmen. Laut vorliegenden Informationen sollten dem Roten Kreuz an einem Treffpunkt im Süden des Palästinensergebietes mehrere Särge mit den Leichen von Geiseln übergeben werden, erklärte die Armee. Zuvor hatte der bewaffnete Arm der islamistischen Hamas, die Qassam-Brigaden, die Namen von vier Geiseln veröffentlicht, deren Leichen nach ihren Angaben am Montag übergeben werden sollten.

Nach Angaben des Roten Kreuzes wurden zwei Särge mit toten Geiseln an die Organisation übergeben und befinden sich auf dem Weg zu den Truppen der israelischen Armee im Gazastreifen. Anschließend sollen zwei weitere Särge übergeben werden.

 17:18

Kurze Pressekonferenz vorbei

Die kurze Pressekonferenz von Trump und al-Sisi ist vorbei. Bald soll die offizielle Zeremonie beginnen. Dabei soll zum Start ein gemeinsames Foto aller anwesenden Staatschefs geplant sein.

 17:16

Ägypten-Präsident bedankt sich bei Trump

Nun spricht der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi (70) vor den Journalisten. Er bedankt sich bei Trump. Laut ihm sei der US-Präsident "ein guter Mann, die ganze Zeit schon."

 17:13

Lobt Friedensfeier

Trump betont, dass in Ägypten "die Länder aus der ganzen Welt zusammengekommen" seien, obwohl sich einige "nicht mögen". Laut ihm sei dies ein Erfolg.

 17:10

Trump spricht vor den Journalisten

Gemeinsam mit dem ägyptischen Präsidenten redet US-Präsident Donald Trump vor den anwesenden Medien. Er hebt die zentrale Rolle von Ägypten bei den Verhandlungen.

trump © SAUL LOEB / AFP

 16:30

Trump ist in Ägypten gelandet

Der US-Präsident ist in Ägypten gelandet. Donald Trump wird hier an einem Gipfeltreffen teilnehmen, dass die Zukunft des Gazastreifens verhandeln soll.

 15:29

Erneutes Warten auf Trump

In Ägypten warten alle auf den US-Präsidenten Donald Trump. Im Küstenort Scharm el-Scheich soll das Friedensabkommen unterschrieben werden. Trump wird sich um etwa zwei Stunden verspäten.

 14:47

Indonesien dementiert Israel-Besuch

Nach Israel dementiert nun der indonesische Außenminister Sugiono Berichte, wonach Prabowo Israel besuchen wird, und sagt, er werde nach einem Besuch in Ägypten nach Indonesien zurückkehren.

 14:28

Trumps Rede ist vorbei!

Nach 68 Minuten hat Trump seine Rede beendet. Für seine Rede bekommt der US-Präsident Standing Ovations von den Abgeordneten und Zuschauern.

trump © SAUL LOEB / POOL / AFP

 14:27

Trump über die Beziehung zwischen USA und Israel

Trump spricht auch über die Beziehung von der USA und Israel. Die beiden Länder seien "durch dick und dünn gegangen". Er betont: "Wir haben gemeinsam Frieden geschaffen".

 14:25

Forderung ans Parlament

Trump hat auch eine Forderung ans israelische Parlament. Sie sollen mit den Nachbarn in der Region zusammenzuarbeiten: "Es ist offensichtlich, dass die produktiven und verantwortungsvollen Nationen der Region keine Feinde mehr sein sollten, sondern Partner und letztlich Freunde. Das wird passieren. Ihr solltet zusammen gegen die Kräfte des Chaos kämpfen."

 14:22

"Die Welt liebt Israel wieder"

Trump erzählt aus einem persönlichen Gespräch mit Netanjahu. Über ein Friedensabkommen habe er gesagt: "Es ist Zeit."

Der US-Präsident über Israel: "Dieses Stück Land ist klein. Man hat diesen kleinen Punkt auf der Karte und weiß, was es erreicht hat. Es ist unglaublich." Er meint: "Die Welt liebt Israel wieder."

 13:58

Vorschlag an andere arabische Ländern

Mehr arabische Länder sollen Frieden mit Israel schließen, so Trump. Er redet über das Abraham-Abkommen von 2020. Damals hat sein Schwiegersohn Jared Kushner, welches er u.a. mit Bahrain und Marokko ausgehandelt hat.

 13:54

Trump scherzt über Netanjahu

Als nächstes spricht Trump über die israelische Innenpolitik. Er sagt über Oppositionsführer Jair Lapid: "Er ist ein netter Mann." Trump fordert von Netanjahu freundlicher zu seinem Gegner zu sein: "Jetzt kannst du etwas netter sein, Bibi, weil du nicht mehr im Krieg bist."

 13:43

Geldhahn für den Terror gestoppt

Ebenfalls spricht Trump das Terror-Regime Iran. Die USA "haben den ersten staatlichen Sponsor des Terrorismus gestoppt".

 13:41

"Aufregende Zeit für Nahen Osten"

Trump über die Zukunft des Nahen Ostens: "Es ist ein aufregender Zeitpunkt für Israel, für den gesamten Nahen Osten. Weil die Feinde der Zivilisation auf dem Rückzug sind, wegen der Fähigkeit und des Muts der israelischen Operation ‚Rising Lion‘."

 13:39

Trump schwärmt über US-Waffen

Trump schwärmt über die Waffen der USA. Laut ihm habe sein Land Waffen, über die er nicht reden wolle. Er meint: "Wir haben die besten Waffen der Welt. Wir machen die besten Waffen der Welt".

 13:36

Hillary Clinton plötzlich Thema

Plötzlich redet Donald Trump über Hillary Clinton und denkt zurück an eine Wahlkampf-Debatte gegen sie. "Ich erinnere mich an Hillary Clinton während einer Debatte. Sie sagte: Schaut ihn euch an, er wird mit jedem Krieg führen", so Trump. Er habe eine "Persönlichkeit, die sich nur um Krieg" drehe.

ABB_20251013_ABB1401.HR.jpg © Evan Vucci / POOL / AFP

 13:32

"Wir haben alles gewonnen!"

Trump redet auch über Amerikas Kriege: "Wie Sie wissen, haben wir den Ersten Weltkrieg gewonnen." Ebenfalls habe die USA auch den Zweiten Weltkrieg gewonnen und alle Kriege davor und danach. Trump: "Wir haben alles gewonnen". Seine Persönlichkeit ist der Grund, "dass ich Kriege beende". Wenn die USA doch in einen Krieg eintreten müsste, dann würden sie den so gewinnen "wie nie zuvor".

 13:24

Witkoff erhält Sonderlob

Donald Trump lobt seinen Chefverhandler Steve Witkoff: "Er hat herausragende Verhandlungskenntnisse." Er setzt fort: "Er ist einfach ein super Typ. Jeder mag ihn." Erneut gibt es Standing Ovations von den Abgeordneten.

 13:20

Kurzer Tumult bricht im Knesset aus

Während der Rede von Trump gibt es Zwischenrufe. Offenbar haben zwei Abgeordnete dazwischen gerufen und halten ein Schild hoch mit der Aufschrift "Genozid!". Laut ersten Meldungen soll es sich um einen linken jüdischen und einen arabischen Abgeordneten handeln. Sofort greifen Ordner ein. Sie führen die Politiker nach draußen. Nach weniger als einer Minute herrscht wieder Ruhe. Trump reagiert: "Das war sehr effizient."

 13:17

Anfang eines "neuen Nahen Ostens"

Donald Trump verspricht nach dem Friedensdeal: „Das ist nicht nur das Ende des Krieges, das ist das Ende einer Ära von Terror und Tod. Es ist der Anfang einer Ära von Glaube, Hoffnung und Gott.“

Es sei der Anfang eines „neuen Nahen Ostens“ und der Beginn eines "goldenen Zeitalter".

 13:13

Ägypten-Gipfel muss warten

Eigentlich sollte Trump um 10 Uhr vor der Knesset sprechen und um 13:30 Uhr in Sharm el-Sheikh in Ägypten ankommen. Doch er hat erst jetzt seine Rede begonnen. In Ägypten warten zahlreiche Staats- und Regierungschefs auf ihn. Sie wollen über den Fortgang des Friedensprozesses beraten.

 13:10

Jetzt spricht US- Präsident Trump vor dem israelischen Parlament

Jetzt tritt US-Präsident Donald Trump ans Rednerpult. Dazu gibt es „Trump, Trump“-Rufe und Standing Ovations.

 13:03

Oppositionsführer ergreift das Wort

Oppositionsführer Jair Lapid ergreift jetzt das Wort. Er dankt Trump: "Herr Präsident, Sie haben die Leben der Geiseln gerettet." Laut ihm sei es ein "großer Fehler des Komitees" gewesen, den Nobelpreis nicht an Trump zu verleihen.

 13:00

Weitere Ehrung

Donald Trump soll als erster Nicht-Israeli den Israel-Preis erhalten, so die Ankündigung von Premier Netanjahu. Der Israel-Preis ist die höchste Auszeichnung des Landes. Mit Blick auf den Nobelpreis sagt Netanjahu: "Den anderen werden Sie auch noch bekommen. Das ist nur eine Frage der Zeit."

 12:54

Trump muss noch immer warten

Eigentlich sollte Trump um 10 Uhr seine Rede halten. Dann hieß es 11 Uhr, um um 12 Uhr weiter nach Ägypten zu fliegen.

 12:49

"Alles geändert!"

Dank US-Präsident Donald Trump habe sich "alles geändert", so Netanjahu. Er erklärt, dass vor seiner Wahl der Druck auf Israel und seine Regierung maximal zugenommen habe. Trump habe erreicht, "was niemand für möglich gehalten hätte". Er habe einen Großteil der arabischen Welt hinter sich vereinen können, damit die Geiseln freikommen können.

trump netanjahu © Chip Somodevilla / POOL / AFP

 12:45

"Nie wieder werden wir hilflos sein!"

Laut Netanjahu hat Israel einen hohen Preis für den angestrebten Frieden gezahlt. Er macht klar, dass Israel sich gegen Angriffe immer entschieden wehren werde. Der Premierminister: "Nie wieder werden wir hilflos sein."

 12:34

Netanjahu dankbar

Israels Premier Benjamin Netanjahu bedankt sich beim US-Präsidenten für seine Unterstützung Israels. Er sagt: "Donald Trump ist der größte Freund Israels, der jemals US-Präsident war." Im Parlament brechen "Trump"-Rufe und immer wieder Applaus aus.

 12:27

Trump muss warten

Eigentlich sollte Donald Trump als Erster vor dem Parlament reden. Doch nun startet Israels Premier Benjamin Netanjahu.

 12:18

Keine Ägypten-Reise von Netanjahu

Obwohl es zunächst eine Ankündigung Ägyptens gegeben hatte, der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu werde ebenfalls teilnehmen, stellte das Büro des israelischen Premiers am Montag klar, er werde nicht nach Sharm el Sheikh reisen. Als Begründung wurde angegeben, der Gipfel finde zu kurz vor dem Beginn des jüdischen Feiertags Simchat Torah statt, der am Montagabend beginnt.

Die Mitteilung: "Ministerpräsident Netanjahu wurde von US-Präsident Trump eingeladen, an einer heute in Ägypten stattfindenden Konferenz teilzunehmen. Der Ministerpräsident dankte Präsident Trump für die Einladung, erklärte jedoch, dass er aufgrund des bevorstehenden Feiertagsbeginns nicht teilnehmen könne. Der Ministerpräsident dankte Präsident Trump für seine Bemühungen, den Kreis des Friedens zu erweitern – Frieden durch Stärke."

 12:14

Trump-Kappen im Parlament verteilt

Vor Trumps Rede wurden roten Kappen, angelehnt an Donald Trumps "Make America Great Again"-Kappen, im Parlament verteilt. Auf denen steht "Trump The Peace President" ("Trump, der Friedenspräsident").

israel © SAUL LOEB / POOL / AFP

 12:07

Jubel auch in Palästina

In Ramallah sind ebenfalls die ersten freigelassenen Palästinenser angekommen. Israel wird etwa 250 Gefangene, die wegen Terroranschlägen oder anderer schwerer Verbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt wurden, und zusätzlich rund 1700 weitere Palästinenser, die während des Kriegs im Gazastreifen festgenommen wurden, freilassen.

 12:02

Applaus für Ivanka Trump

Bevor Donald Trump die Standing Ovations erhalten hat, hat seine Tochter Ivanka Trump riesigen Applaus bekommen. Ihr Ehemann Jared Kushner war einer der Chef-Verhandler des Geisel-Deals. Sie selbst sprach am Wochenende auf einer großen Kundgebung in Tel Aviv.

 11:58

Trump ist da!

US-Präsident Donald Trump betritt das Parlament. Es gibt eine minutenlange Standing Ovation von den Abgeordneten.

trump © SAUL LOEB / AFP

 11:54

Trump soll höchste ägyptische Auszeichnung bekommen

Bei seinem Besuch in Ägypten soll der US-Präsident Donald Trump den Nil-Orden erhalten, die höchste staatliche Auszeichnung des Landes. Präsident Abdel-Fattah al-Sisi erklärt laut dem Präsidentschaftsbüro, dass seine "herausragenden Beiträge zur Unterstützung der Friedensbemühungen, der Entschärfung von Konflikten und zuletzt seiner entscheidenden Rolle bei der Beendigung des Krieges im Gazastreifen" gewürdigt werden.

 11:48

Erste Details von der Trump-Rede bekannt

In Kürze wird US-Präsident Donald Trump eine Rede im israelischen Parlament halten. Die erste Teile der Rede sind vorab bekannt. Trump soll gleich sagen: "Israel alles gewonnen hat, was mit Waffengewalt zu gewinnen war". Ebenfalls fordert der US-Präsident, dass Israel die "Hand der Freundschaft" dem Iran reichen soll.

 11:46

Sorge vor gesundheitlichen und psychischen Folgen

Die Freude ist groß, aber nicht ungetrübt. Medizinische Experten warnten etwa vor einer Überernährung der Geiseln, die sehr lange unter Hunger gelitten hatten, kurz vor der Freilassung durch die Hamas. Es drohe das sogenannte "Refeeding-Syndrom" - bei dem der Organismus durch zu viel Nahrung in kurzer Zeit überlastet werden könne.

Professor Itai Pesach vom Shiba-Krankenhaus, in dem einige der Freigelassenen aufgenommen werden sollten, sagte: "Wir sind auf jede medizinische und menschliche Lage vorbereitet. Das Wichtigste ist, dass sie wieder zurückkommen." Man habe der Hamas über das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) die Bitte übermittelt, die Geiseln in den Tagen vor ihrer Freilassung nicht plötzlich zu "mästen". Von den Terrorgruppen veröffentlichte Videos von Geiseln, die bis auf die Knochen abgemagert waren, hatten im Sommer in Israel für tiefe Verstörung gesorgt.

Auch die massiven psychologischen Folgen des Traumas auf für die Freigelassenen dürfen nicht unterschätzt werden. Zuletzt hatte sich ein Überlebender des Nova-Musikfestivals das Leben genommen - zwei Jahre nach seiner Rettung.

 11:39

Familien wieder vereint

Der Deutsch-Israeli Alon Ohel ist wieder mit seiner Familie vereint.


Auch Guy Gilboa-Dalal (24) konnte seine Familie wieder in den Arm nehmen.


Nach zwei Jahren kann wieder bei seiner Frau und seinem Vater sein.

 11:27

Netanjahu nimmt am Gipfeltreffen in Ägypten teil

Das Büro des ägyptischen Staatschefs Abdel Fattah al-Sisi hat bestätigt, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an einem Gipfeltreffen mit zahlreichen Staats- und Regierungschefs am Montag in Scharm el Scheich teilnehmen wird. Zum Treffen soll auch der palästinensische Präsident Mahmud Abbas anreisen.

 11:24

Trump redet mit Geisel-Angehörige

Der US-Präsident Donald Trump hat vor seiner Rede im israelischen Parlament sich mit den Angehörigen der Geiseln getroffen.

 11:17

Ehrung für Trump

US-Präsident Donald Trump hat vom israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu eine goldene Friedenstaube erhalten.

 11:11

Erster Teil des Waffenruheabkommens

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben alle 20 lebenden Geiseln in Empfang genommen. Die radikal-islamische Hamas habe die Geiseln am Montag im Gazastreifen freigelassen, teilte das Militär am Montag mit. Die Übergabe ist Teil der ersten Phase eines Waffenruheabkommens. Im Gegenzug sollen Hunderte Palästinenser aus israelischen Gefängnissen freikommen.

geiseln © Israeli Army / AFP

geiseln © Israeli Army / AFP