"Hexenverbrennung" in Papua-Neuguinea

Mit heißen Schüreisen gefoltert

"Hexenverbrennung" in Papua-Neuguinea

20-Jährige mit Benzin übergossen und auf brennenden Reifen geworden.

Eine 20 Jahre alte Frau ist in Papua-Neuguinea gefoltert und als angebliche Hexe verbrannt worden. Die Frau wurde beschuldigt, einen achtjährigen Buben verhext und getötet zu haben, berichteten Lokalmedien am Donnerstag.

Eine wütende Menschenmenge in der Stadt Mount Hagen hatte dem Opfer den Angaben zufolge die Kleider vom Leib gerissen, die Frau mit Benzin übergossen und auf einen Haufen aus brennenden Autoreifen geworfen. Zuvor war die Frau mit heißen Schüreisen gefoltert worden, hieß es weiter.

Feuerwehrmänner wurden von dem Mob vertrieben. Auch Schulkinder sollen sich unter den Schaulustigen befunden haben. In dem Südpazifikstaat werden immer wieder angebliche Hexen getötet.

Den Medienberichten zufolge war das Opfer verheiratet und hatte eine acht Monate alte Tochter. Ein hoher Kirchenvertreter verurteilte den Mord. "Zauberei und damit verbundene Tötungen nehmen zu. Die Regierung muss ein Gesetz dagegen erlassen", sagte David Piso von der lutherischen Kirche der Tageszeitung "The National".

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