Kreml

Preis-Schock: Putin bietet Europa Russen-Gas an

Russland hat sich vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise infolge des Iran-Kriegs offen für Öl- und Gaslieferungen an europäische Länder gezeigt.  

Voraussetzung sei aber eine "langfristige und stabile" Zusammenarbeit, bei der "kein politischer Druck" auf Moskau ausgeübt werde, sagte Kreml-Chef Wladimir Putin am Montag während einer im Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung.

"Wir brauchen Signale von ihnen"

"Wir sind bereit, mit den Europäern zusammenzuarbeiten, aber wir brauchen Signale von ihnen, dass sie dazu bereit und willens sind." Die Öl- und Gaspreise sind infolge des Iran-Krieges in die Höhe geschnellt. Der Ölpreis stieg erstmals seit fast vier Jahren auf mehr als 100 Dollar (rund 86 Euro) pro Barrel. Russland war jahrelang ein wichtiger Lieferant von Öl und Gas für Deutschland und andere EU-Länder. Nach Beginn des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 wurde der russische Öl- und Gassektor mit zahlreichen EU-Sanktionen belegt.

Sanktionen gegen russisches Öl und Gas  

Russland hat seitdem einen Teil seiner Exporte in Länder wie Indien, die Türkei und China umgeleitet. Mit Blick auf Europa sagte Putin am Montag, dass Russland weiterhin Ungarn und die Slowakei beliefern werde, die er als "zuverlässige Partner" bezeichnete. Der ungarische Regierungschef Viktor Orban hatte die EU kurz zuvor aufgefordert, angesichts der steigenden Ölpreise die Sanktionen gegen russisches Öl und Gas auszusetzen.

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