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Ayman al-Zawahiri

Horror-Arzt ist Bin-Laden-Nachfolger

Al-Zawahiri hat wenig Charisma. Um seine Macht zu festigen, soll er einen gewaltigen Anschlag vorbereiten.

Die Al-Kaida hat einen neuen Anführer: Nach dem Tod von Osama Bin Laden übernimmt der in Ägypten geborene Arzt Ayman al-Zawahiri jetzt das „Generalkommando“. Diese Nachricht wurde gestern auf einer islamistischen Internetseite verkündet.

"Kronprinz"
Al-Zawahiri war von Beginn an immer Nummer zwei hinter Bin Laden gewesen und wurde als dessen „Kronprinz“ gehandelt. Der 59-Jährige gilt als das Gehirn der gefährlichsten Terror-Organisation der Welt und als Haupt-Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001. Die USA haben auf seinen Kopf 25 Millionen Dollar ausgesetzt.

Schon vor seiner Bekanntschaft mit Bin Laden Mitte der 80er-Jahre in Pakistan war al-Zawahiri radikalisiert. Er soll an der Ermordung des ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat beteiligt gewesen sein.

Sein größtes Manko: Im Vergleich zu Bin Laden mangelt es al-Zawahiri an Ausstrahlung. Er ist kein Menschenverführer, sondern ein langweiliger Bürokrat. Aufgrund seiner leisen Stimme ist er ein schlechter Redner, gilt als streitsüchtig und herablassend.

Kein Führer.
In der Al-Kaida ist „Doktor Scheich Ayman“, wie er genannt wird, ohne Zweifel respektiert, doch die Krieger liegen ihm nicht zu Füßen. Deswegen fürchtet der Westen jetzt auch einen nie da gewesenen Anschlag: Den braucht al-Zawahiri, damit er bei den radikalen Muslimen seine Herrschaft zementiert. Kürzlich gefundene Terror-Pläne zeigen: Derzeitige Top-Ziele der Al-Kaida sind das Elite-College Eton und das Luxus-Hotel Ritz in London.

Neuausrichtung.
Al-Zawahiri plant, dabei „neue Wege“ zu gehen: Er will vermehrt auf moderne Waffen-Technologien setzen. In ihrem letzten Propaganda-Video fordert die Al-Kaida erstmals auch Einzeltäter auf, „für den Sieg des Islam“ zu kämpfen – also tödliche Anschläge gegen Nicht-Muslime durchzuführen.

1995 soll sich al-Zawahiri in Wien aufgehalten haben – mit Wissen der österreichischen Behörden. Heute erinnern sich die ehemaligen Innenminister Einem und Löschnak daran nicht mehr.



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