Auf Sansibar

Hübsche Touristinnen mit Säure übergossen

Attacke erfolgte von einem Moped aus. Das Motiv war zunächst unklar.

Zwei 18-jährige Britinnen sind bei einer Säureattacke auf der Insel Sansibar vor der Ostküste Afrikas verletzt worden. Zwei junge Männer schleuderten von einem Moped aus Säure auf die Frauen, wie die Polizei auf der zu Tansania gehörenden Insel am Donnerstag mitteilte. Das Motiv war zunächst unklar, jedoch häufen sich in dem halbautonomen Archipel in jüngster Zeit religiös motivierte Übergriffe.

Ende des Ramadan
Nach Angaben der Polizei wurden die beiden Frauen am Mittwochabend während der Feiern zum Ende des Fastenmonats Ramadan in der weltweit bei Touristen beliebten Stone Town, dem historischen Zentrum der Insel, angegriffen. Sie erlitten Verletzungen im Gesicht, im Brustbereich und an den Händen und wurden in ein Krankenhaus der tansanischen Metropole Daressalam gebracht. Laut einem Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums von Sansibar wurden die Verletzungen nicht als lebensbedrohlich eingeschätzt.

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Hübsche Touristinnen mit Säure übergossen
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Die Opfer arbeiteten als freiwillige Helferinnen in einer Schule auf einer Insel, die vor der Küste Tansanias liegt. "Der Vorfall hat hier alle geschockt, weil erstmals Ausländer auf eine solche Weise angegriffen wurden", sagte der örtliche Polizeichef Khamis Mukadam am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa).


Die beiden zu Sansibar gehörenden Inseln Unguja und Pemba sind überwiegend muslimisch geprägt. Sie wurden nach der Unabhängigkeit von Großbritannien in den 1960er Jahren offiziell ein Teil von Tansania.

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