London

Hunderte Menschen nach Tornado in Notunterkünften

Nach dem Tornado in London haben hunderte Menschen die Nacht in Notunterkünften zubringen müssen.

70 Familien mussten in den Notquartieren untergebracht werden, weil ihre Häuser bei dem Wirbelsturm am Donnerstag beschädigt worden waren. Dies berichtete die britische BBC am Freitag. Bei dem Wirbelsturm wurden mehr als 100 Häuser beschädigt. Nach Angaben der Stadtverwaltung in Brent seien 24 Häuser derzeit nicht bewohnbar, einige müssten sogar abgerissen werden. Inzwischen sind die Aufräumarbeiten im Vorort Kensal Rise im Norden Londons noch immer in vollem Gang. Mehrere Strassen mussten gesperrt werden, eine Schule blieb am Freitag geschlossen.

Der Tornado dauerte nach Angaben von Augenzeugen zwar nur etwa eine Minute, hat aber eine rießen Spur der Verwüstung hinterlassen. Nach offiziellen Angaben wurden sechs Menschen verletzt, ein Mann liegt noch mit Kopfverletzungen im Spital.

Hagelschauer und Sturmböhen
Der Tornado brach 11.00 Uhr über die Gegend herein. Das dazugehörige Gewitter zog über ganz London hinweg. Auch über andere Stadtteile gingen Hagelschauer nieder. Die schlimmsten Schäden richtete das Unwetter jedoch in Kensal Rise an. Dort wurde bei mehreren Häuser die Dächer abgedeckt. Außerdem wurden durch den Sturm zahlreiche Bäume entwurzelt. Auch parkende Autos wurden beschädigt.

Freak-Stürme
"Es war, als ob direkt über uns eine riesige Passagiermaschine abheben würde", berichtete ein Nachbar. "Anfangs war es toll, dann nur noch erschreckend." Auf der britischen Insel insgesamt sind Tornados keine Seltenheit. Nach Angaben von Wetterforschern gibt es in Großbritannien jedes Jahr zwischen 30 und 40 so genannte Freak-Stürme.

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