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Indien: 35 Tote bei Anschlag auf Bus

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Maoisten zündeten eine Mine, als der Bus vorbeifuhr. 35 Menschen starben.

Vermutlich maoistische Rebellen haben am Montag in Zentralindien einen Anschlag auf einen Bus verübt und dabei etwa 35 Menschen getötet. Unter den Opfern sind nach offiziellen Angaben der Polizei zehn Elite-Polizisten. In dem Bus waren 55 Menschen unterwegs gewesen.

Der Bus war im rohstoffreichen Bundesstaat Chhattisgarh auf eine Mine gefahren und explodiert. Bei der Polizei hieß es, das Fahrzeug sei durch die Wucht der Detonation fast sieben Meter in die Höhe geschleudert worden und habe dann einen rund drei Meter tiefen Krater gerissen.

Es war seit April der schwerste Anschlag in der Region. Im vorigen Monat hatten aufständische Maoisten dort mindestens 75 Polizisten umgebracht. Sie Rebellen kontrollieren Teile der Region.

Die indischen Sicherheitskräfte gehen seit Monaten verstärkt gegen die Maoisten vor, die in ländlichen Gegenden Indiens immer mehr Einfluss erlangen. Die Gewalt der Maoisten in Chhattisgarh hat in den vergangenen Monaten zugenommen. Beim schwersten Angriff der Maoisten seit Jahren waren dort Anfang April 76 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet worden.

Am vergangenen Samstag hatten Maoisten sechs Dorfbewohner getötet, die sie für Polizei-Informanten hielten. Am Sonntag töteten sie einen Lokalpolitiker der in Indien regierenden Kongress-Partei. Die Rebellen kämpfen gegen die parlamentarische Demokratie und für ein kommunistisches Regime in Indien. Seit 2006 hat die Gewalt nach offiziellen Angaben mehr als 3500 Menschen das Leben gekostet.

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