Aufruhr

Indischer Politiker vergewaltigt Frau

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Erzürnte Menschen beschimpften und verprügelten den Abgeordneten.

Die brutale Vergewaltigung einer 23-jährigen Studentin führte zu einem gesellschaftlichen Umdenken in Indien. Das bekam auch der Kongressabgeordnete Bikram Singh Brahma zu spüren.

Der Politiker aus dem Nordosten Indiens vergewaltigte am 2. Jänner eine Frau in ihrem eigenen Haus. Der Ehemann zeigte Brahma an, aber die Dorfbewohner kamen den Beamten zuvor. Sie stürmten das Haus des mutmaßlichen Vergewaltigers, rissen ihm das Hemd vom Körper, beschmipften und schlugen ihn.

Die Menschen weigerten sich zunächst sogar, den Politiker der Polizei auszuliefern. Das Geständnis solle an Ort und Stelle aufgenommen werden, erst dann dürfe er verhaftet werden. Schließlich setzte sich aber doch die Polizei durch und nahm den Mann mit - ohne ihn zu verhaften.

"Imagine"
Der Fall der 23-jährigen Medizinstudentin, die vor drei Wochen in Neu Delhi bei der Rückkehr von einem Kinobesuch mit ihrem Freund in einem Bus von sechs Männern vergewaltigt worden war, versetzte ganz Indien in Aufruhr. In Erinnerung an die vergewaltigte Studentin haben 600 Gitarristen gemeinsam das John-Lennon-Lied "Imagine" angestimmt. "Wir haben dieses Lied gewählt, weil es von Hoffnung, Frieden und Versprechen spricht", erklärte Sonam Bhutia, einer der Organisatoren des Musikfestivals in Darjeeling, am Freitag. Mit dem Song hätten sie zeigen wollen, dass sie "in diesem Moment der unfassbaren Trauer" an der Seite der Familie des Vergewaltigungsopfers seien.

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