Aufregung in Rio

Irre Forderung: Burka für Samba-Tänzerinnen

Ein brasilianischer Arzt sorgt mit Kleidervorschriften für Aufregung.

Ungeachtet der Sorge vor dem Zika-Virus haben in Rio de Janeiro zehntausende Menschen zum Höhepunkt des Karnevals an der Vorführung der Sambaschulen teilgenommen. Rund 70.000 Menschen tanzten und jubelten in der brasilianischen Metropole auf den Rängen des Sambadroms, als am Sonntagabend die Estacio de Sa als erste der zwölf Sambaschulen den Wettbewerb in dem Tanzstadion eröffnete.

Zika-Virus
Allerdings trübt das Zika-Virus in diesem Jahr die Feierlaune. Brasilien ist besonders von dem durch die Gelbfiebermücke übertragenen Virus betroffen, das derzeit in Süd- und Mittelamerika grassiert. Die Krankheit verläuft zumeist glimpflich, doch besteht der Verdacht, dass Schwangere das Virus auf Babys übertragen können, bei denen es offenbar zu Mikrozephalie führen kann - einer gefährlichen Fehlbildung des Kopfes.

Ärzte ließen nun mit einer skurrilen Forderung aufhorchen. So sollen die Samba-Tänzerinnen dieses Jahr allesamt eine Burka tragen, um so einer weiteren Ausbreitung des Virus vorzubeugen. Auch die  weiblichen Zuschauer sollten so wenig nackte Haut wie möglich zeigen und besser lange Ärmel, lange Hosen, Handschuhe und geschlossene Schuhe tragen.  Die Besucherinnen und vor allem auch die Samba-Tänzerinnen kamen diesem Aufruf allerdings nicht nach.

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