IS-Terror: Entsetzen nach vierter Enthauptung

Jagd auf Mörder "John"

IS-Terror: Entsetzen nach vierter Enthauptung

Weiterer brutaler Akt: Die Jihadisten haben auch Alan Henning enthauptet.

Großbritannien wird nach den Worten von Premierminister David Cameron alles unternehmen, um von der Extremistenmiliz IS festgehaltene Geiseln aufzuspüren und ihnen zu helfen. Dazu würden "alle zur Verfügung stehenden Mittel" eingesetzt, kündigte Cameron am Samstag nach der Enthauptung der britischen Geisel Henning durch den Islamischen Staat (IS) an. Das ganze Land trauert.

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IS-Terror: Entsetzen nach vierter Enthauptung

(c) getty: Trauer vor dem Haus der Hennings in Eccles

Es werde alles getan, "um diese Organisation zu besiegen, die Menschen auf eine zutiefst unbarmherzige, sinnlose und barbarische Art behandelt", so Cameron.

Die Miliz hatte am Freitag ein Video veröffentlicht, auf dem die Ermordung des 47-jährigen Alan Henning zu sehen ist. Die Gruppe begründete ihre Tat mit der Billigung der Militäreinsätze gegen sie durch das britische Unterhaus. In den vergangenen Wochen hatte der IS bereits zwei amerikanische und eine andere britische Geisel getötet.

Helfer in Syrien
Henning, ein ehemaliger Taxifahrer aus Salford bei Manchester im Alter von 47 Jahren, war seit Dezember 2013 in der Gefangenschaft der Miliz. Er hatte sich einem Hilfskonvoi für syrische Flüchtlinge angeschlossen und war dabei in die Hände der Terroristen gefallen.

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IS-Terror: Entsetzen nach vierter Enthauptung

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Jagd auf "Jihadi John"
IS-Extremisten hatten zuvor die beiden Amerikaner Jim Foley und Steven Sotloff sowie den britischen Entwicklungshelfer David Haines auf bestialische Weise getötet. Auf allen Videos zeigte sich "Jihadi John" in schwarzem Henkers-Gewand.

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Das am Freitag aufgetauchte Video ist nur eine Minute und elf Sekunden lang. In der Aufmachung folgt es seinen Vorgängern: Das Opfer kniet in orangener Häftlingskleidung auf dem Erdboden. Neben ihm ist ein in schwarz gekleideter, völlig vermummter IS-Kämpfer zu sehen. Henning muss ein vorbereitetes Statement vortragen. "Wegen der Entscheidung unseres Parlaments, den Islamischen Staat anzugreifen, werde nun ich, ein Mitglied der britischen Öffentlichkeit, den Preis für diese Entscheidung zahlen."

Der mutmaßliche Mörder Jihadi John spricht mit britischem Akzent und wendet sich direkt an Cameron. "Das Blut von David Haines war an deinen Händen, Cameron. Alan Henning wird ebenfalls geschlachtet, aber sein Blut klebt an den Händen des britischen Parlaments." Britische Kampfflugzeuge hatten Ende September erstmals IS-Ziele im Irak beschossen; dem voraus ging ein Beschluss des Londoner Unterhauses.

Appell seiner Frau
Noch drei Tage vor der Veröffentlichung des jüngsten Enthauptungsvideos hatte Hennings Ehefrau Barbara in einer Videobotschaft an die Entführer appelliert, ihren Mann freizulassen. Er sei auch nach den Maßstäben der islamischen Scharia-Gesetzgebung unschuldig. Seine Familie brauche ihn.

Wie in vorausgegangenen Videos wird auch in dem neuen Machwerk eine weitere Geisel als mögliches neues Opfer vorgeführt. Das US-Außenministerium bestätigte, dass es sich dabei um einen US-Bürger handelt. Um ihn zurück zu seiner Familie zu bringen, würden die USA alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen - militärisch, diplomatisch, rechtlich und geheimdienstlich, teilte Ministeriumssprecherin Caitlin Hayden weiter mit.







 



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