ISIS-Killer reisen mit Austro-Pässen

Attentäter eingeschleust

ISIS-Killer reisen mit Austro-Pässen

IS-Terroristen haben echte Passdokumente – darunter auch österreichische.

Die Killer haben nicht nur arabische Dokumente: Am Flughafen Atatürk in Istanbul wurden am vergangenen Dienstag zwei Männer verhaftet: Bahri Ö. (54), ein Belgier türkischer Herkunft, sowie der Syrer Ahmad A. (58). Sie kamen aus Brüssel und waren im Auftrag der Terrormiliz unterwegs, so die türkischen Behörden.

In ihrem Gepäck hatten sie 148 echte europäische Reisepässe. Die Dokumente waren in kleinen Pizzaöfen versteckt, daneben Kameras und zehn SIM-Karten. Die Fahnder entdeckten zwei österreichische Pässe, 114 französische, sieben britische, vier deutsche, drei irische und dänische Dokumente sowie jeweils zwei Pässe aus Polen, Italien, Litauen, Holland, Belgien, Rumänien, Luxemburg, Portugal, Russland und Spanien.

Blankopässe und Stempel bei Überfällen erbeutet
Die Terroristen verfügen aber auch über Zehntausende echte arabische Passdokumente. Sie wurden in Syrien, dem Irak und in Libyen aus Ämtern in eroberten Städten erbeutet. Auch Maschinen zur Produktion von Ausweisdokumenten sowie offizielle Stempel fielen in ihre Hände.

Sechs der Paris-Attentäter vom 13. November reisten Anfang Oktober mit syrischen Pässen via Balkanroute über Österreich nach Paris. Ihre Pässe wurden in Rakka (Syrien) erbeutet. Auch die zwei in einem Flüchtlingsheim in Salzburg verhafteten Männer hatten Pässe aus derselben Tranche.

Karl Wendl

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