Islamische Staaten isolieren Syrien

"Notwendigkeit"

Islamische Staaten isolieren Syrien

Die Organisation islamischer Staaten suspendiert Syriens Mitgliedschaft.

Das Regime des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad steht auch in der islamischen Welt zunehmend isoliert da. Mit großer Mehrheit beschlossen die islamischen Länder in der Nacht auf Donnerstag in Mekka, die Mitgliedschaft Syriens in der Organisation der Islamischen Kooperation (OIC) auszusetzen. "Die Konferenz hat entschieden, Syriens Mitgliedschaft zu suspendieren", heißt es in der Abschlusserklärung der OIC-Sitzung.

Suspendiert
 Der Verkündung des Beschlusses waren "hitzige Debatten hinter verschlossenen Türen" vorausgegangen, wie ein arabischer Diplomat der Nachrichtenagentur dpa sagte. Neben dem Iran habe sich auch Algerien strikt dagegen ausgesprochen. Andere Länder wie Pakistan oder Kasachstan hätten verlangt, dass der bewaffneten Opposition eine Mitschuld an der blutigen Auseinandersetzung zugewiesen werden sollte.

"Notwendigkeit"
Die Teilnehmer seien sich bei ihrem Gipfeltreffen über die "Notwendigkeit", die Mitgliedschaft zu suspendieren, einig geworden, hieß es in der Abschlusserklärung. Die Gewalt in Syrien müsse "unverzüglich" aufhören. Für einen möglichen militärischen Eingriff in Syrien gab es keine Unterstützung, sagte der OIC-Generalsekretär Ekmeleddin Ihsanoglu.

   Dem lockeren Staatenbund gehören nicht nur die arabischen Länder, sondern auch die Türkei, der Iran oder südostasiatische Staaten wie Indonesien und Malaysia sowie die palästinensische Autonomiebehörde an. Die Arabische Liga und die meisten ihrer 57 Mitglieder hatten schon im vergangenen November mit dem Assad-Regime gebrochen. Saudi-Arabien, Katar, Jordanien und die Türkei unterstützen die syrischen Rebellen.

    Seit 17 Monaten kämpfen Rebellen in Syrien gegen die Herrschaft Assads. Die internationale Gemeinschaft ist uneins, wie ein Ende des Blutvergießens erreicht werden soll.

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