Paris und London

Israelische Botschafter in Außenämter zitiert

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Die neuen Siedlungspläne sorgen für internationale Empörung.
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Wegen Israels umstrittener Pläne für den Ausbau jüdischer Siedlungen in den palästinensischen Gebieten haben Frankreich und Großbritannien die Botschafter des Landes in ihre Außenämter zitiert. Ein Sprecher der israelischen Botschaft in Paris sagte am Montag, Botschafter Yossi Gal sei vom französischen Außenministerium einbestellt worden. Das Ministerium bestätigte dies. Zuvor hatte es erklärt, es gebe auch andere Möglichkeiten, eine "Missbilligung" von Israels Siedlungsplänen zum Ausdruck zu bringen.

Das britische Außenministerium teilte mit, der israelische Botschafter in London, Daniel Taub, sei zu einem Gespräch mit dem für den Nahen Osten zuständigen Außenstaatssekretär Alistair Burt einbestellt worden. Zuvor hatten Regierungsverantwortliche bereits eine "starke Reaktion" auf Israel Pläne angekündigt.

Am Freitag war bekannt geworden, dass Israel den Bau von 3.000 neuen Wohnungen in Ost-Jerusalem sowie im Westjordanland plant. Wenige Stunden zuvor hatte die UNO-Vollversammlung den Palästinensern unter dem Protest Israels einen aufgewerteten Beobachterstatus als Nicht-Mitgliedstaat zugebilligt. US-Außenministerin Hillary Clinton hat Israels Siedlungspläne als "Rückschritt" für die Friedensbemühungen im Nahost-Konflikt kritisiert. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle erklärte am Sonntag, das Bemühen um Frieden im Nahen Osten hänge"am seidenen Faden".

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