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Italien kündigt Energiegipfel an

Das für Sommer geplante AKW-Referendum scheint vom Tisch zu sein.

Die italienische Regierung hat einen Sondergipfel angekündigt, auf dem die Energiestrategie des Landes für die kommenden 20 Jahre ausgearbeitet werden soll. Das Treffen solle nach der Sommerpause stattfinden, sagte Industrieminister Paolo Romani am Dienstag. Aus Parlamentskreisen verlautete, damit wolle die Regierung von Silvio Berlusconi eine für Juni geplante Volksabstimmung über die Zukunft der Atomkraft verhindern. Angesichts der Atomkatastrophe in Japan wurde mit einer Ablehnung gerechnet. Berlusconi hatte vor der Havarie des Fukushima-Reaktors die Hoffnung geäußert, sein Land könne eines Tages ein Viertel seiner Elektrizität in Atomkraftwerken produzieren.

Italien voll von Öl- und Gasimporten abhängig
Als einziger G-8-Staat gewinnt Italien gegenwärtig keinen Strom aus der Kernkraft. Nach dem Tschernobyl-Unglück stimmte das Volk 1987 in einem Referendum gegen die Technologie. Italien ist fast ganz auf Importe von Erdgas und Öl abhängig.

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