Italien schlägt

Flüchtlinge

Italien schlägt "Hotspots" im Mittelmeer vor

Fingerabdrücke geretteter Migranten sollen auf Rettungsschiffen abgenommen werden.

Italien will seinen europäischen Partnern vorschlagen, die Identifizierung der im Mittelmeer geretteten Migranten noch vor ihrer Ankunft in Süditalien vorzunehmen. Dies berichtete der italienische Innenminister Angelino Alfano nach einem Treffen mit EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos.

Hotspots im Meer
Die Fingerabdrücke der Migranten sollen an Bord der Rettungsschiffe abgenommen werden. Diese würden so de facto als Hotspots im Meer dienen, erklärte Alfano. Der Minister versicherte, dass Italien mittlerweile seinen Pflichten zur Identifizierung der Flüchtlinge voll nachkomme.

"Interessanter" Vorschlag
Avramopoulos bezeichnete Alfanos Vorschlag als "interessant". "Wir müssen alle Aspekte dieses Vorschlags auch vom rechtlichen Standpunkt prüfen", so Avramopoulos.

Alfano wird voraussichtlich seinen Plan auch Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) vorstellen, der am Donnerstagnachmittag in Rom erwartet wird. Sobotka wird ein Gespräch mit Alfano zum Thema Brenner-Kontrollen führen.

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