Italien trauert um Beben-Opfer

283 Tote

Italien trauert um Beben-Opfer

Trauerfeier in Ascoli Piceno mit Italiens Präsident Mattarella und Renzi.

281 Tote und 388 Verletzte ist die vorläufige Bilanz der Erdbebenkatastrophe in Mittelitalien. Mindestens 2.500 Menschen wurden obdachlos. Eine offizielle Zahl zu den Vermissten gab es nicht. In Amatrice werden noch 15 Personen gesucht. In der Region Marken wurden keine Vermissten mehr gemeldet.

43 Leichen sind noch nicht identifiziert. Die meisten von ihnen befinden sich im Krankenhaus der Stadt Rieti nördlich von Rom. Nach Rieti pilgerten Dutzende Angehörige auf der Suche nach Nachrichten über vermisste Verwandte, berichteten italienische Medien.

Italien trauert um Opfer

Italien gedenkt am Samstag der Opfer der Erdbebenkatastrophe. Zu der Trauerfeier in Ascoli Piceno in der Region Marken werden Staatspräsident Sergio Mattarella und Regierungschef Matteo Renzi erwartet. Zugleich wurde ein nationaler Trauertag ausgerufen. Die Fahnen an öffentlichen Gebäuden wurden im ganzen Land auf halbmast gesetzt.

Wiederaufbau

In Amatrice wird inzwischen weiter nach Verschütteten gesucht. Innenminister Alfano lobte die Arbeit der Rettungsmannschaften. Die Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi versprach einen schnellen Wiederaufbau und eine bessere Erdbebenvorsorge. Beim Wiederaufbau in Amatrice will sich der Bürgermeister der Ortschaft, Sergio Pirozzi, an Trentino Südtirol ein Beispiel nehmen. "Wir wollen Orte lokalisieren, an denen wir Holzhäuser nach dem Modell von Trentino Südtirol und der Schweiz aufbauen können, die für diese Gegend angemessen sind. Wir wollen kein Ghetto. Die Gemeinschaft muss auf dem eigenen Territorium bleiben. Wir wollen unsere Identität bewahren", meinte Pirozzi.
 



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