Kemmerich will auf die 93.000 Euro verzichten

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Kemmerich will auf die 93.000 Euro verzichten

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Nach 24 Stunden im Amt würden dem zurückgetretenen Ministerpräsidenten 93.000 Euro zustehen.

Thomas Kemmerich (FDP) will auf das Geld aus seiner Amtszeit als Ministerpräsident des ostdeutschen Landes Thüringen verzichten. Die Staatskanzlei bestätigte am Freitag einen Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland, wonach ihm durch seinen Amtsantritt am Mittwoch mindestens 93.000 Euro an Gehalt und Übergangsgeld zustünden.
 
Er werde auf alles, was über sein bisheriges Gehalt als Abgeordneter des Landtags hinausgehe, verzichten, informierte die FDP-Fraktion am Freitag per Mitteilung. Kemmerich war am Mittwoch auch mit den Stimmen der rechtspopulistischen AfD und CDU ins Amt des Ministerpräsidenten gewählt worden. Dies hatte einen Sturm der Entrüstung in Politik und Gesellschaft ausgelöst - die etablierten Parteien lehnen eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen AfD bisher ab. Unter diesem Druck hatte er nach nur einem Tag im Amt angekündigt, es wieder aufgeben zu wollen - wann genau, ist noch unklar.
 
Zunächst werde geprüft, ob er die Annahme der Zahlungen verweigern könne. Alternativ solle der überschüssige Betrag gespendet werden, etwa an die Arbeitsgemeinschaft zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in der sozialistischen DDR.
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