Iran-Krieg

Kein Durchkommen: Mullahs sperren Straße von Hormuz

Alle Entwicklungen im Iran-Krieg gibt es bei oe24. 

Während US-Präsident Donald Trump erneut ein baldiges Ende des Iran-Krieges in Aussicht stellt, nehmen die iranischen Streitkräfte immer stärker die Energiewirtschaft in der Golfregion ins Visier. Wegen der Blockade der für die Schifffahrt äußerst wichtigen Straße von Hormuz war der Ölpreis zuletzt auf den höchsten Stand seit Sommer 2022 gestiegen. 

+++ oe24 berichtet über den Krieg in Nahost +++

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 23:12

Irans Geheimdienst warnt Bevölkerung vor Massenprotesten

Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden warnt die Bevölkerung vor neuen Massendemonstrationen. Der Staatssender Iribnews verbreitete eine Erklärung, in der Demonstranten noch härtere Schläge angedroht werden als bei den Protesten Ende Dezember und Anfang Jänner. Der Geheimdienst kündigte an, "Vaterlandsverräter" rund um die Uhr zu verfolgen. Demnach schürt der "böse Feind" Angst und Straßenunruhen, weil er seine Ziele nicht auf dem Schlachtfeld erreichen konnte.

Bei den schwersten Massenprotesten seit Jahren wurden im Jänner nach Angaben des Aktivistennetzwerks HRANA mehr als 7.000 Menschen getötet, unter ihnen auch mehr als 200 Staatskräfte. Ausgelöst worden waren die Demonstrationen durch eine massive Wirtschaftskrise. Einer der Protestrufe galt dem später getöteten Religionsführer Ali Khamenei: "Tod dem Diktator."

 22:35

traße von Hormuz bleibt laut Revolutionsgarden geschlossen

Die iranischen Revolutionsgarden halten an ihrer Blockade der Straße von Hormuz im Persischen Golf fest. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut der ihr nahe stehenden Nachrichtenagentur FARS, dass sie einer Anweisung des neuen Religionsführers Mojtaba Khamenei folge. Alle Tanker und Schiffe, die im Persischen Golf und in der Straße von Hormuz unterwegs seien, müssten zu ihrer eigenen Sicherheit die iranischen Vorschriften beachten, hieß es weiter.

Die Garden wollen nach eigenen Angaben auch ihre Angriffe gegen Ziele der USA und Israels in der Region "mit voller Kraft" fortsetzen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz ist infolge des Iran-Kriegs nahezu zum Erliegen gekommen. Die etwa 55 Kilometer breite Meeresenge zwischen dem Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport.

Unterdessen brachte US-Finanzminister Scott Bessent einen Geleitschutz für Schiffe unter Beteiligung von Verbündeten ins Spiel. Laut US-Energieminister Chris Wright sind die Vereinigten Staaten aktuell aber noch nicht in der Lage, Tanker durch die Straße von Hormuz zu eskortieren.

 22:34

Irak: Sechs französische Soldaten bei Drohnenangriff verletzt

Bei einem Drohnenangriff auf einen gemeinsamen Stützpunkt der Peschmerga und der französischen Armee im nordirakischen Machmur sind mindestens sechs französische Soldaten verletzt worden. Dies teilen der Gouverneur von Erbil, Omed Koschnaw, und ein Vertreter der Sicherheitsbehörden mit. Eine Stellungnahme aus Frankreich liegt zunächst nicht vor.

 21:53

Militär droht den USA mit Zerstörung regionaler Energieanlagen

Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor Angriffen auf den Energiesektor und die Häfen des Landes. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, der Iran werde im Fall des geringsten Angriffs die Öl- und Gasvorkommen der Region, an denen die Vereinigten Staaten und ihre westlichen Verbündeten ein berechtigtes Interesse haben, in Brand setzen und zerstören. Bereits am Mittwoch hatte Teheran Vergeltungsschläge für Angriffe auf Häfen angekündigt.

Sollte eine entsprechende US-Drohung umgesetzt werden, wäre nach seinen Worten kein Hafen oder Wirtschaftszentrum im Persischen Golf sicher, sagte Armeesprecher Abolfazl Shekarchi. Nach den Worten seines Sicherheitschefs Ali Larijani so lange gegen Angriffe verteidigen, bis die USA ihre "schwere Fehlkalkulation" bereuten, einen Krieg gegen die Islamische Republik begonnen zu haben.

"Einen Krieg zu beginnen ist zwar leicht, aber er lässt sich nicht mit ein paar Tweets gewinnen", erklärte Larijani im Onlinedienst X mit Blick auf US-Präsident Donald Trump. Der Iran werde "nicht nachlassen", bis die USA ihr Vorgehen bereuten.

 20:21

Widerstandsrat Iran: Übergangsregierung bei Sturz in Teheran

Die Exilgruppe Nationaler Widerstandsrat Iran erhebt den Anspruch, bei einem Sturz der Machthaber in Teheran eine provisorische Regierung aufzustellen. Diese solle auf einem Zehn-Punkte-Plan ihrer Führungsfigur Maryam Rajavi basieren, teilte die Exilgruppe an ihrem Sitz in Paris mit. Die Aufgabe dieser Regierung werde es sein, die Macht innerhalb von sechs Monaten nach dem Sturz der derzeitigen Machthaber durch eine Wahl an das Volk zu übertragen, hieß es.

Eine Regierung unter Reza Pahlavi, dem in den USA im Exil lebenden Sohn des früheren iranischen Schahs, lehne der Nationale Widerstandsrat ebenso ab wie eine klerikale Regierung. Der Nationale Widerstandsrat Iran entstand 1981 aus den Volksmudschahedin (People's Mojahedin Organization of Iran). Die Exil-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, das Herrschaftssystem im Iran zu stürzen. Die Organisation ist jedoch äußerst umstritten und wird innerhalb und außerhalb des Iran auch von Oppositionellen größtenteils abgelehnt.

 19:03

US-Energieminister: Ölpreis von 200 Dollar unwahrscheinlich

US-Energieminister Chris Wright hält einen Anstieg des Ölpreises auf 200 Dollar pro Barrel trotz des Krieges mit dem Iran für unwahrscheinlich. Er reagierte damit am Donnerstag auf Drohungen aus Teheran. Ein Sprecher des dortigen Militärkommandos hatte gewarnt, der Preis könne diese Marke erreichen, sollte die regionale Sicherheit weiter destabilisiert werden.

Wright räumte im Gespräch mit dem Sender CNN zwar ein, dass die Lage ernst sei, betonte aber, die US-Regierung konzentriere sich auf den Militäreinsatz, um die Sicherheit der Öllieferungen langfristig zu gewährleisten. Der Preisanstieg werde eher Wochen als Monate andauern. Wrights Äußerungen wurden als indirektes Eingeständnis gewertet, dass ein kurzfristiger Preisschock nicht völlig ausgeschlossen werden könne.

An den Märkten sorgte der Konflikt weiter für Turbulenzen. Der Ölpreis schoss zeitweilig um mehr als neun Prozent nach oben und näherte sich der Marke von 100 Dollar je Fass. Zuvor waren in einem irakischen Hafen zwei Tanker nach mutmaßlichen iranischen Angriffen in Brand geraten.

Zudem bleibt die für den Welthandel wichtige Straße von Hormuz gesperrt. Der neue iranische Oberste Führer Mojtaba Khamenei bekräftigte am Donnerstag, die Meerenge werde als Druckmittel geschlossen bleiben. Die Internationale Energieagentur (IEA) sprach von der größten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Marktes.

 18:23

Neuer Oberster Führer fordert Rache für Kriegsopfer

Irans neuer Religionsführer und Staatsoberhaupt Mojtaba Khamenei hat in einer ersten Stellungnahme Rache für die Kriegsopfer gefordert. Der 56-jährige Kleriker betonte die Notwendigkeit von Vergeltung, insbesondere für die bei einem Luftangriff getöteten Schülerinnen, wie es in einer Erklärung des Geistlichen hieß, die im Staatsfernsehen verlesen wurde. Er kündigt weiter an, dass die Schließung der Straße von Hormuz als Druckmittel gegen den Feind fortgesetzt werde.

Außerdem müssten alle US-Militärstützpunkte in der Region geschlossen werden, fordert Khamenei. "Wir glauben an die Freundschaft mit unseren Nachbarn und greifen nur die Stützpunkte an", erklärt er. "Und wir werden dies unweigerlich fortsetzen."

 17:00

Israel trifft Gebäude in Beirut nahe Regierungssitz

Das israelische Militär hat Reuters-Videoaufnahmen zufolge bei einem Luftangriff auf Beirut ein Gebäude in der Nähe des Regierungssitzes getroffen. Demnach wurde ein Haus im Zentrum der libanesischen Hauptstadt zweimal beschossen, das weniger als einen Kilometer vom Sitz der Regierung entfernt ist. Kurz zuvor hatte das israelische Militär eine neue Angriffswelle gestartet. Laut libanesischen Angaben kamen bisher 687 Menschen bei israelischen Attacken ums Leben.

Israel hat seine Angriffe am 2. März begonnen und damit einen Zwei-Fronten-Krieg gestartet. Erklärtes Ziel des israelischen Militärs ist die Hisbollah-Miliz, die mit dem Iran verbündet ist. Zuvor hatte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz dem Nachbarland mit der Ausweitung des Armeeeinsatzes sowie mit der Einnahme von Gebieten gedroht.

Sollte die libanesische Regierung nicht in der Lage sein, die pro-iranische Hisbollah-Miliz davon abzuhalten, auf Orte in Israel zu feuern, werde Israels Armee "das Gebiet einnehmen und die Sache selbst in die Hand nehmen", sagte Katz bei einer Besprechung mit Armee- und Geheimdienstvertretern am Donnerstag.

 16:15

Weiter Raketenhagel zwischen Israel und Hisbollah

Im Krieg zwischen der Hisbollah im Libanon und Israel ist kein Ende in Sicht. Beide überzogen sich in der Nacht auf Donnerstag erneut mit gegenseitigen Angriffen. Nach Angaben eines israelischen Armee-Sprechers seien dabei rund 200 Raketen und 20 Drohnen aus dem Libanon abgefeuert worden. Im Libanon wurden nach Behördenangaben mindestens elf Menschen getötet. Die Hisbollah ihrerseits hatte zuvor mehrere Raketenangriffe auf Israel für sich reklamiert.

Die UNO-Beobachtermission UNIFIL meldete, dass rund 120 Geschosse von libanesischem Territorium abgeschossen worden seien. Es habe in der Nacht sieben israelische Luftangriffe und 120 Artilleriebeschüsse im Libanon gegeben. Beide Seiten wurden erneut dringend zur Deeskalation aufgerufen.

 14:51

Irans neuer Religionsführer und Staatsoberhaupt Mojtaba Khamenei hat in einer angeblichen, persönlichen Stellungnahme Rache für die Kriegsopfer gefordert. Der 56-jährige Kleriker betonte die Notwendigkeit von Vergeltung, insbesondere für die bei einem Luftangriff getöteten Schülerinnen, wie es in einer Erklärung des Geistlichen hieß, die im Staatsfernsehen verlesen wurde.

Er kündigt weiter an, dass die Schließung der für die Schifffahrt wichtigen Straße von Hormuz als Druckmittel gegen den Feind fortgesetzt werde. Zudem müssten alle US-Militärstützpunkte in der Region geschlossen werden, fordert Khamenei. "Wir glauben an die Freundschaft mit unseren Nachbarn und greifen nur die Stützpunkte an", erklärt er. "Und wir werden dies unweigerlich fortsetzen."

Zuvor wurde berichtet, dass Khamenei sich schwer verletzt im Koma befindet.

 14:37

Russland fordert USA und Israel zu Beendigung des Krieges auf

Russland fordert Israel und die USA zur Beendigung ihrer Angriffe auf den Iran und zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. "Russland wird weiterhin Schritte unternehmen, um die Eskalation im Nahen Osten so schnell wie möglich zu beenden und alle Widersprüche auf friedlichem Wege beizulegen", sagt die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, in Moskau vor der Presse.


Die "illegale Militäraktion" der USA und Israels habe unter der iranischen Zivilbevölkerung Tausende Opfer gefordert, fügt sie unter Berufung auf iranische Behörden hinzu.

 14:23

Iran warnt vor Angriff auf Inseln im Persischen Golf

Irans Parlamentspräsident hat die USA und Israel vor einem Angriff auf Inseln im Persischen Golf gewarnt. "Jede Aggression gegen den Boden der iranischen Inseln wird alle Zurückhaltung zunichtemachen", schrieb Mohammed Bagher Ghalibaf auf X. "Wir werden den Persischen Golf mit dem Blut der Invasoren tränken", fügte der frühere General hinzu. Im Persischen Golf südlich des Irans liegen mehrere Inseln von strategischer und großer wirtschaftlicher Bedeutung.


"Das Blut der amerikanischen Soldaten liegt in (US-Präsident Donald) Trumps persönlicher Verantwortung", so Ghalibaf weiter. Die iranische Insel Kharg ist das wichtigste Exportterminal für iranisches Erdöl im Persischen Golf. Ein großer Teil der Ölproduktion wird von dort verschifft. Im Iran-Irak-Krieg (1980-1988) war Kharg wegen seiner strategischen Bedeutung wiederholt Ziel von Angriffen.

 12:51

Ober-Mullah im Koma

Der neue Oberste Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, kämpft nach einem Luftangriff offenbar um sein Leben. Berichte über ein Koma und Amputationen erschüttern die Führung in Teheran.

Der 56-jährige Mojtaba Khamenei, der erst am Sonntag die Nachfolge seines getöteten Vaters Ayatollah Ali Khamenei angetreten hat, ist seit seiner Machtübernahme nicht mehr in der Öffentlichkeit erschienen. Grund dafür sind schwere Verletzungen, die er sich bei einem Luftschlag auf das Anwesen seines Vaters in Teheran zugezogen hat. Laut Alireza Salarian, dem iranischen Botschafter in Zypern, wird Khamenei derzeit im Krankenhaus behandelt. Er habe Verletzungen an den Beinen, der Hand und dem Arm erlitten.

Schwere Verletzungen nach Luftschlag

Exil-Beamte wie Jaber Rajabi gehen in ihren Schilderungen noch weiter. Er berichtet davon, dass Khamenei nach dem Angriff mindestens ein Bein verloren habe und zudem unter schweren Schäden an der Leber oder dem Magen leide. Aktuell befinde sich der neue Machthaber in einem Koma. Das staatliche iranische Fernsehen bezeichnete ihn bereits als „Janbaz“, einen vom Feind verwundeten Veteranen, ohne jedoch Details zum genauen Hergang der Verletzungen zu nennen.

 12:22

Containerschiff brennt

Auf einem Containerschiff der Reederei Hapag-Lloyd ist ein Brand ausgebrochen. Nahe der Straße von Hormus wurde das Schiff von Splittern einer Artilleriegranate getroffen und fing daraufhin Feuer.

Das Schiff mit dem Namen „Source Blessing“ wurde laut dem Hamburger Konzern zwar nicht direkt getroffen, durch den Einschlag der Splitter entstand jedoch ein Feuer. Dieser Brand weitete sich in der Folge auch auf Teile des Maschinenraums aus.

Die Besatzung an Bord des Frachters reagierte umgehend auf den Brand. Der Crew gelang es, die Flammen eigenständig zu löschen. Nach aktuellen Informationen sind alle Teammitglieder wohlauf und sicher.

 12:05

UNHCR: Über 3 Millionen Menschen im Iran seit Kriegsbeginn vertrieben

 11:55

Iran-Krieg kostet Deutschland wohl Wachstum und treibt Preise

Der Ölpreisschock durch den Iran-Krieg trübt laut Ökonomen in Deutschland die Wachstumsaussichten und treibt die Inflation hoch. Das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) und auch das Münchner Ifo-Institut veranschlagen für dieses Jahr ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,8 Prozent. Das RWI in Essen hält immerhin einen Zuwachs von 0,9 Prozent für möglich, das IWH Halle hingegen nur ein BIP-Plus von 0,7 Prozent.


"Ungeachtet des Energiepreisschocks dürfte sich die Erholung in Deutschland im weiteren Verlauf dieses Jahres fortsetzen, insbesondere weil staatliche Mehrausgaben für Infrastruktur, Klimaneutralität und Verteidigung ausgeweitet und zunehmend nachfragewirksam werden", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser am Donnerstag.


Energieabhängigkeit macht deutsche Wirtschaft verwundbar


Wäre der Nahost-Krieg nicht ausgebrochen, hätten die Münchner Forscher 1,0 Prozent Wachstum für dieses Jahr angesetzt. "Der Iran-Krieg zeigt, wie verwundbar die deutsche Wirtschaft durch Energieabhängigkeiten nach wie vor ist", warnte RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt und fügte an: "Ohne die staatlichen Impulse würde die Erholung in diesem Jahr deutlich schwächer ausfallen."

 09:39

Gaspreis steigt nach Angriffen des Iran auf Energiewirtschaft

Der Preis für europäisches Erdgas ist am Donnerstag nach erneuten Angriffen des Iran auf die Energiewirtschaft in der Region am Persischen Golf deutlich gestiegen. An der Börse in Amsterdam sprang die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat zum Handelsbeginn um rund zehn Prozent auf 53,83 Euro je Megawattstunde (MWh) nach oben. Im frühen Handel ist der Preis wieder ein Stück weit zurückgefallen, auf 52,25 Euro.


Mit dem Preisanstieg hat sich europäisches Erdgas seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran vor fast zwei Wochen um rund 70 Prozent verteuert. Dies ist der stärkste Anstieg seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor vier Jahren. Die globalen Öl- und Gasmärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. Der Transport von Flüssiggas aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Straße von Hormuz ist durch den Krieg faktisch zum Erliegen gekommen.

 09:32

Iranische Drohne trifft Hochhaus in Dubai

Ein Industriekletterer begutachtet die Schäden, nachdem ein Gebäude im Dubai Creek Harbour von einem mutmaßlichen Drohnenangriff getroffen wurde. Eine iranische Drohne schlug in ein Gebäude in Dubai ein, wie iranische Staatsmedien am 12. März berichteten. Das Medienbüro von Dubai teilte auf X mit, dass die Behörden auf einen "Vorfall mit einer Drohne, die auf ein Gebäude in der Nähe des Dubai Creek Harbour gestürzt ist", reagierten.


Iranische Drohne trifft Hochhaus in Dubai © APA/AFP/-

 09:06

Iran startet neue Raketenwelle

Laut Angaben der iranischen Streitkräfte seien erneut Raketen auf Ziele in Israel abgefeuert worden. In mehreren Landesteilen Israels heulten daraufhin die Sirenen.


Außerdem soll der Iran Angriffe mit Kampfdrohnen durchgeführt haben. Ziel seien die Luftwaffenbasis Palmachim, der Militärflugplatz Ovda sowie das Hauptquartier des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet gewesen sein.

 08:15

USA zerstören drei iranische Militärflugzeuge

Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat ein Video von Angriffen auf drei iranische Militärflugzeuge auf einem Flugfeld im Südosten des Landes via Plattform X veröffentlicht. Darauf ist zu sehen, dass jedes der betreffenden Flugzeuge getroffen wird. In Folge brennen alle drei Wracks auf dem Flugfeld.


 07:23

Mindestens zwei irakische Kämpfer bei Angriff im Nordirak getötet

Bei einem Angriff im Nordirak sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens zwei irakische Kämpfer getötet worden. Die Kämpfer der Hashd Al-Shaabi, ein vom Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs, die jetzt der regulären irakischen Armee angehören, wurden bei dem Angriff auf ihren Stützpunkt getötet, wie die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Sicherheitskreisen erfuhr. Der Angriff erfolgte in der Stadt Kirkuk.


Ein Vertreter der Hashd Al-Shaabi sagte der AFP, bei dem Angriff seien drei Mitglieder der Gruppe getötet worden. Der Such- und Rettungseinsatz dauerte weiter an. Ein AFP-Journalist in Kirkuk berichtete, dass Sicherheitskräfte in der Nähe des Schauplatzes des Angriffs, der sich in der Nähe des Flughafens der Stadt befindet, stationiert worden seien.

 07:05

Irans Führung trotz US-israelischer Angriffe stabil

Die Führung im Iran ist nach fast zwei Wochen schwerer Luftangriffe durch die USA und Israel weiter stabil. Das zeigen US-Geheimdienstberichte, wie drei mit den Vorgängen vertraute Personen mitteilten. Eine "Vielzahl" von Berichten komme übereinstimmend zu dem Schluss, dass das Regime nicht in Gefahr sei und die Kontrolle über die Bevölkerung behalte, sagte eine der Quellen.

Der jüngste Bericht sei vor wenigen Tagen fertiggestellt worden, hieß es weiter. Die Erkenntnisse zeigten, dass Irans geistliche Führung trotz der Tötung des Obersten Religionsführers Ajatollah Ali Khamenei am 28. Februar - dem ersten Tag der Angriffe - zusammenhalte. Auch israelische Regierungsvertreter räumten in internen Gesprächen ein, es sei nicht sicher, dass der Krieg zum Sturz der Regierung führen werde, sagte ein hochrangiger israelischer Beamter der Nachrichtenagentur Reuters.

 06:29

Irak meldet einen Toten bei Angriff auf Öltanker

Bei einem Angriff auf zwei Öltanker im Persischen Golf kam nach Angaben der irakischen Regierung mindestens ein Mensch ums Leben. Die Attacke in irakischen Hoheitsgewässern stelle eine Verletzung der Souveränität des Landes dar, zitierte staatliche Nachrichtenagentur INA einen Militärsprecher. Sechs Schiffe wurden demnach entsandt, um der Besatzung der beiden Tanker zu helfen. 38 Crew-Mitglieder seien geborgen worden, darunter ein Toter, sagte der Militärsprecher weiter. Die Hafenverwaltung stellte daraufhin den Betrieb der Ölterminals des Landes bis auf weiteres ein.

Im Krieg zwischen den USA und Israel mit dem Iran geraten Schiffe im Persischen Golf, der Straße von Hormuz und dem Golf von Oman immer wieder unter Beschuss. Die Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen hat die Handelsschifffahrt in der Region seit Kriegsbeginn vor eineinhalb Wochen fast komplett zum Erliegen gebracht.

 06:15

Treibstofftanks in Bahrain und Oman in Flammen

In Bahrain griff der Iran nach Angaben örtlicher Behörden Treibstofflager nahe dem internationalen Flughafen an. Unklar war zunächst, ob es sich bei den betroffenen Treibstofflagern um die Kerosindepots des Flughafens am Rande der Hauptstadt Manama oder eine andere Einrichtung handelte. Die Bewohner des Inselstaats im Persischen Golf wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu begeben. Die Menschen in den Vierteln in der Nähe des Flughafens sollten zu Hause bleiben und die Fenster geschlossen halten, teilte das Innenministerium mit.

Im Oman wurden Treibstofftanks im Hafen von Salala mutmaßlich von iranischen Drohnen getroffen. Auf einem vom arabischen Fernsehsender Al Jazeera veröffentlichten Video war zu sehen, wie ein großer Feuerball über einem der Tanks aufsteigt. Der Golf-Kooperationsrat verurteilte den Angriff.

 23:52

Trump: "Wir haben gewonnen"

Der Krieg mit dem Iran könnte nach den Worten von US-Präsident Donald Trump schon "bald" enden. Es gebe "praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte", zitierte ihn das US-Nachrichtenportal "Axios" nach einem Telefoninterview. Wann immer er wolle, dass der Krieg ende, werde er enden, behauptete Trump demnach. In einer Wahlkampfrede vor Anhängern im US-Bundesstaat Kentucky sagte der US-Präsident später sogar: "Wir haben gewonnen." In der ersten Stunde sei es vorbei gewesen.


Bereits vor zwei Tagen hatte der US-Präsident ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht - und das mit eigenen militärischen Erfolgen begründet. "Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet", zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview am Montag.


Die iranischen Revolutionsgarden reagierten auf Trumps Äußerungen damals scharf. "Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung.

 23:02

Trump will strategische Ölreserven freigeben

US-Präsident Donald Trump will mit der Freigabe strategischer Reserven den rasant gestiegenen Ölpreis stabilisieren. "Wir werden das machen, und dann füllen wir sie wieder auf", sagte er dem Sender Local 12 über die Reserven. Die Maßnahme werde die Preise wieder nach unten bringen. In welchem Umfang er den Vorrat anzapfen will, sagte Trump nicht.


Zuvor hatte die Internationale Energieagentur (IEA) mitgeteilt, eine Rekordmenge an Ölreserven auf den Weltmarkt zu pumpen. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer, zu denen auch die USA zählen, 400 Millionen Barrel Rohöl freigeben, wie es in einer Mitteilung heißt.


Die strategische Ölreserve der USA ist nach Regierungsangaben der weltweit größte Notfallvorrat an Rohöl. Er wurde in erster Linie eingerichtet, um die Auswirkungen von Lieferkrisen zu verringern und internationalen Verpflichtungen nachzukommen.

 23:02

Präsident fordert Garantien für Kriegsende

Der iranische Präsident Massoud Pezeshkian hat Bedingungen für ein mögliches Kriegsende formuliert. Der einzige Weg zu einem Stopp der Kämpfe seien "feste internationale Garantien" für ein dauerhaftes Ende aller Angriffe, schrieb er auf X. Pezeshkian forderte außerdem Reparationszahlungen. Zudem müssten die "legitimen Rechte des Irans" anerkannt werden.


Welche Rechte er konkret meint, sagte Pezeshkian nicht. Beobachter der iranischen Innenpolitik gehen davon aus, dass er auf die Wahl des neuen obersten Führers und dessen internationale Anerkennung anspielt.


US-Präsident Donald Trump nannte die Ernennung von Mojtaba Khamenei zum neuen Religionsführer und Staatsoberhaupt des Irans "enttäuschend". Dieser müsse mit erheblichen Schwierigkeiten rechnen. "Ich glaube nicht, dass er in Frieden leben kann", so Trump. Details nannte er nicht.

 20:41

Trump: USA haben 28 iranische Minenleger angegriffen

Die USA haben nach den Worten von Präsident Donald Trump mehr als zwei Dutzend iranische Minenleger angegriffen. "Wir haben bis jetzt 28 Minenschiffe getroffen", sagte Trump am Mittwoch zu Reportern bei einer Reise in den US-Bundesstaat Ohio. Zuvor hatte das US-Militär die Zahl der zerstörten Minenleger mit 16 angegeben.

 20:31

Erster Wahlauftritt Trumps seit Kriegsbeginn

US-Präsident Donald Trump steht erstmals seit Beginn des Krieges gegen den Iran vor einem Wahlkampfauftritt. Mit der Reise am Mittwoch in die Bundesstaaten Kentucky und Ohio will der Republikaner vor den Kongresswahlen im November seine Wirtschaftspolitik in den Mittelpunkt rücken. Trump dürfte dabei Vorstöße seiner Regierung für billigere Medikamente unterstreichen - angesichts steigender Lebenshaltungskosten ein zentrales Thema für die US-Bevölkerung.


Gerade hierbei macht sich allerdings Unmut breit, denn die Eskalation in Nahost hat die Benzinpreise im vergangenen Monat im Durchschnitt um 0,61 Dollar je Gallone (etwa 0,14 Euro pro Liter) steigen lassen. Den Republikanern droht bei den Zwischenwahlen der Verlust der Mehrheit in einer oder beiden Kongresskammern.


Trump rechtfertigte den Anstieg in den vergangenen Tagen in den sozialen Medien als "sehr kleinen Preis" für die Beseitigung der iranischen nuklearen Bedrohung. Nur "Narren" würden dies anders sehen, schrieb er. An der Basis regt sich jedoch Frust über die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts. "Ich habe Trump gewählt, weil er uns aus all diesen Kriegen heraushalten wollte", sagte der Pensionist Bill Kunkel der Nachrichtenagentur Reuters. Es dürfe keinen "ewigen Krieg" geben, fügte er mit Blick auf die US-Militäroperation hinzu. Eine Reuters-Umfrage Anfang des Monats ergab, dass etwa einer von vier US-Bürgern den US-israelischen Angriff auf die Islamische Republik befürwortet.

 20:07

US-Innenminister: Ölkonzerne werden Produktion wohl steigern

US-Innenminister Doug Burgum rechnet angesichts des Iran-Konflikts und der gestiegenen Preise mit einer baldigen Ausweitung der Ölförderung durch US-Konzerne. Er gehe davon aus, dass die Unternehmen als Reaktion auf die Preissignale und den aktuellen Bedarf ihre Produktion steigern würden, sagt Burgum dem Sender CNBC. Das Innenministerium ist in den USA unter anderem für die Verwaltung der Bodenschätze zuständig.

 19:30

Rumänien erlaubt USA Nutzung von Luftwaffenstützpunkten

Angesichts des Iran-Krieges erlaubt das NATO-Mitgliedsland Rumänien den US-Streitkräften die Nutzung seiner Luftwaffenstützpunkte. Das Parlament in dem Schwarzmeer-Anrainerland billigte den Schritt am Mittwoch nach einer vorherigen Überprüfung durch den Obersten Rat für Nationale Verteidigung. Präsident Nicusor Dan sprach von einer "vorübergehenden Stationierung von amerikanischer Militärausrüstung und Streitkräften in Rumänien".


Dan erklärte, die Entscheidung werde das Auftanken von Flugzeugen und den Einsatz von Geräten zur Überwachung und Satellitenkommunikation ermöglichen. Dies erhöhe auch "die Sicherheit Rumäniens". Der rumänische Staatschef hob hervor, dass es sich "um defensive Ausrüstung" handle, die "nicht an sich mit Waffen ausgestattet" sei.


Aus rumänischen Regierungskreisen erfuhr die Nachrichtenagentur AFP, dass die USA nunmehr die Erlaubnis haben, den Stützpunkt Mihail Kogalniceanu nahe der Schwarzmeerstadt Constanta sowie die Luftwaffenbasis Campia Turzii im Zentrum des Landes zunächst für 90 Tage zu nutzen. An jedem der beiden Orte würden zudem jeweils zusätzlich 400 US-Soldaten stationiert.


Im Oktober hatte die Regierung in Bukarest mitgeteilt, dass die USA ihre Militärpräsenz in dem Land und anderen osteuropäischen Staaten verringern würden. Washington bestätigte kurze Zeit später den Abzug von mehreren tausend Soldaten aus Osteuropa. Rund tausend US-Soldaten sind in Rumänien verblieben, 800 von ihnen auf dem Stützpunkt Mihail Kogalniceanu. Bukarest investiert mehr als zwei Milliarden Euro in den Ausbau des Stützpunkts. Bis 2040 soll er zu einem der größten in Europa werden.

 18:30

"NYT": US-Militärfehler führte zu Angriff auf Schule

Laut "New York Times" (NYT) hat ein Fehler der US-Streitkräfte zu einem Raketenangriff auf eine iranische Schule mit womöglich mehr als 150 Toten geführt. Das habe eine US-Militäruntersuchung vorläufig ergeben, berichtete die Zeitung am Mittwoch. Danach wurden bei dem Angriff veraltete Daten des US-Militärgeheimdienstes DIA über die Zielumgebung genutzt. US-Präsident Donald Trump hatte zunächst den Iran für den Angriff verantwortlich gemacht.


Später verwies der Republikaner auf die laufende Untersuchung und sagte: "Was immer bei dem Bericht rauskommt, ich bin willens mit diesem Bericht zu leben." Die Untersuchung dauere weiter an, sagten US-Verantwortliche dem Blatt. Übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge wurde die Volksschule in Minab im Süden des Iran getroffen, während offenbar eine Tomahawk-Rakete auf einen benachbarten Marinestützpunkt der iranischen Revolutionsgarden niederging.


Nach Recherchen der "New York Times" sind die USA das einzige am Iran-Krieg beteiligte Land, das Tomahawk-Raketen einsetzt. Dem neuen Bericht zufolge war die Schule früher ein Teil des Marinestützpunktes. Der Angriff ereignete sich am 28. Februar, am ersten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran.


Vertreter der US-Opposition hatten vom Pentagon eine "vollständige und unparteiische" Untersuchung gefordert. Falls die USA für den Angriff verantwortlich seien, sei es einer der "gravierendsten Fälle mit zivilen Opfern" in Jahrzehnten von US-Militäreinsätzen im Nahen Osten, erklärten Kongressabgeordnete der Demokraten.

 18:18

Iran verurteilt neue EU-Sanktionen

Das iranische Außenministerium kritisierte die neune EU-Sanktionen scharf und bezeichnete sie als "unmoralisch und völlig rechtswidrig". Außenamtssprecher Ismail Baghaei warf der EU auf der Plattform X vor, sie versuche, den Iran dafür zu bestrafen, dass er sein ihm gemäß Artikel 51 der UN-Charta zustehendes Recht auf Selbstverteidigung ausübe. Baghaei sprach von einer "brutalen und rechtswidrigen Aggression" durch die USA und Israel.

 18:08

WHO: 18 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat seit Beginn der israelisch-amerikanischen Kriegs gegen den Iran am 28. Februar 18 Angriffe auf das Gesundheitswesen in der Islamischen Republik nachgewiesen. Dabei seien acht Beschäftigte des Gesundheitswesens getötet worden, teilte die WHO am Mittwoch mit. "Diese Angriffe kosten nicht nur Leben, sondern nehmen den Gemeinden die Versorgung, wenn sie sie am dringendsten benötigen."


"Mitarbeiter des Gesundheitswesens, Patienten und Gesundheitseinrichtungen müssen nach dem humanitären Völkerrecht immer geschützt werden", hieß es weiter. Im selben Zeitraum seien bei 25 Angriffen auf Gesundheitszentren im Libanon 16 Menschen getötet und 29 verletzt worden, teilte die WHO zudem mit. Seit Ende Februar greifen die USA und Israel massiv Ziele im Iran an - nach eigenen Angaben vor allem Einrichtungen des Militärs und des Atomprogramms. Israel attackiert zudem nach eigenen Angaben im Libanon Ziele der radikalislamischen Hisbollah, die mit dem Iran verbündet ist und ihrerseits - wie der Iran selbst - Ziele in Israel beschießt.

 17:06

USA verraten neue Angriffsdetails

Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn nach eigenen Angaben mehr als 5.500 Ziele angegriffen. "Erst gestern hatten wir fast stündlich Angriffswellen aus verschiedenen Richtungen und von verschiedenen Standorten aus auf den Iran", sagte der zuständige US-Kommandant Admiral Brad Cooper in einem auf X verbreiteten Video.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Dienstag auf einer Pressekonferenz gesagt, dass "heute wieder einmal unser heftigster Tag von Angriffen im Iran sein" werde.

 16:10

Hamas gratuliert neuem Ober-Mullah

Die radikalislamische Hamas hat dem neuen obersten Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, zu seiner Ernennung gratuliert und ihm den Sieg im Krieg gegen die USA und Israel gewünscht. Die Hamas wünsche ihm Erfolg dabei, die "Hoffnungen des iranischen Volkes zu erfüllen, die israelisch-amerikanische Aggression zu besiegen", und zu verhindern, dass "die Kräfte der Arroganz dem Iran ihren Willen aufzwingen", sagte ein Sprecher der islamistischen Palästinenserorganisation am Mittwoch.

 15:58

Trump mit deutlicher Botschaft

US-Präsident Donald Trump zufolge ist im Iran "praktisch nichts mehr übrig", das angegriffen werden könne. Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran werde bald enden, sagt Trump dem Online-Nachrichtenportal Axios am Mittwoch. "Wann immer ich will, dass er endet, wird er enden."

Trump hatte bereits zuvor überraschend ein baldiges Kriegsende ins Spiel gebracht: "Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet", sagte er am Montag dem Sender CBS.

 14:58

Shell stoppt Flüssiggas-Lieferungen aus Katar

Der weltgrößte Flüssiggas-Händler Shell kann Insidern zufolge seine Kunden weltweit vorerst nicht mehr mit LNG (Liquefied Natural Gas) aus Katar beliefern. Der Konzern habe für die entsprechenden Ladungen den Fall der höheren Gewalt ("Force Majeure") ausgerufen, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters. Shell reagiere damit auf den Produktionsstopp beim staatlichen Energiekonzern QatarEnergy. Shell lehnte eine Stellungnahme ab. Die Ausfälle dürften ab April zu spüren sein.

 14:07

Israels Verteidigungsminister: Krieg nicht zeitlich begrenzt

Der Krieg gegen den Iran ist nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz nicht zeitlich begrenzt. "Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, so lange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist", sagte Katz nach Angaben seines Büros vom Mittwoch bei einer Besprechung mit der Armeeführung im Militärhauptquartier in Tel Aviv.

 13:59

Krieg trifft deutsche Wirtschaft

Rasanter Anstieg der Ölpreise, gestörter Luftverkehr, faktische Blockade der Straße von Hormuz: Der Iran-Krieg hat längst Folgen für die Wirtschaft. Doch wie stark trifft er die ohnehin angeschlagene Konjunktur in Deutschland? Und kann er den erhofften, mit riesigen Staatsausgaben für Rüstung und Infrastruktur gestützten Aufschwung zunichtemachen? Hier gehen Einschätzungen von Ökonomen auseinander.

Recht zuversichtlich ist das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Ihm zufolge dürfte der Iran-Krieg die Erholung der deutschen Wirtschaft nur leicht belasten. Unter der Annahme, dass der stärkste Energiepreisschub bereits vorbei ist und die Öl- und Gaspreise im zweiten Quartal abebben, dürften sie das Wachstum lediglich um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte dämpfen.

 13:35

EU-Sanktionen gegen weitere Organisationen und Funktionäre

Die EU hat weitere Sanktionen gegen 19 iranische Organisationen und Funktionäre verhängt. Sie seien für "schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen verantwortlich", erklärte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Mittwoch im Onlinedienst Bluesky. Die neuen Sanktionen seien ein Signal, "dass die Zukunft Irans nicht auf Unterdrückung aufgebaut werden kann", fügte sie hinzu.

Die EU werde auch während des Iran-Kriegs "ihre Interessen schützen und diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die für die Repression" verantwortlich seien, schrieb Kallas. Wer konkret von den Sanktionen betroffen sein wird, führte die EU-Außenbeauftragte nicht aus.

 13:34

Kein Tropfen Öl wird durch Straße von Hormuz fließen

Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Erdölhandel wichtigen Straße von Hormuz als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet. Im Persischen Golf und in der Straße von Hormuz waren unterdessen drei Frachtschiffe von Geschossen getroffen worden, mutmaßlich durch iranische Angriffe.

"Wir werden niemals zulassen, dass auch nur ein Liter Öl zugunsten der USA, der Zionisten und ihrer Partner durch die Straße von Hormuz transportiert wird", sagte ein Militärsprecher des zentralen Hauptquartiers Khatam Al-Anbiya, das in Kriegszeiten das Kommando übernimmt. "Eure lebenswichtigen Zentren und Stützpunkte werden einer nach dem anderen in dem Feuer brennen, das ihr entfacht habt", drohte der Militärsprecher weiter. "Und sie werden wieder und wieder brennen."

 13:20

Papst beklagt zivile Opfer

Papst Leo XIV. hat den Tod zahlreicher Zivilisten im anhaltenden Krieg im Iran beklagt und zugleich seine Nähe zu den Menschen im Libanon ausgedrückt. Das Land, das Ziel israelischer Angriffe geworden sei, durchlebe derzeit eine "große Prüfung". Bei der wöchentlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz in Vatikanstadt rief der Papst die Gläubigen dazu auf, für Frieden zu beten.

Papst Leo XIV © Getty

"Beten wir weiterhin für den Frieden im Iran und im gesamten Nahen Osten, besonders für die vielen zivilen Opfer, darunter zahlreiche unschuldige Kinder", sagte das Kirchenoberhaupt.

 13:09

Rumänien genehmigt Nutzung einer Airbase durch die USA

Rumäniens Oberster Verteidigungsrat (CSAT) hat am Mittwoch in einer Dringlichkeitssitzung die Nutzung des größten Luftwaffenstützpunktes des Landes, Mihail Kogalniceanu (RoAF 57), durch den strategischen Partner USA für dessen Einsätze gegen den Iran genehmigt. Die Vereinigten Staaten hatten die südostrumänische Airbase bereits vergangenen Juni für ihre Luftangriffe auf iranische Atomanlagen genutzt.

 12:53

Angriffe in Golfstaaten gehen weiter

Die Angriffe in der Golfregion gehen rund eineinhalb Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs weiter. Das emiratische Verteidigungsministerium teilte mit, man reagiere auf Beschuss mit iranischen Drohnen und Raketen. Anrainer wurden aufgerufen, die bereits bekannten Anweisungen zu ihrem Schutz zu verfolgen. Die Medienbehörde der Metropole Dubai teilte mit, in Nähe des internationalen Flughafens seien zwei Drohnen niedergegangen. Vier Menschen seien verletzt worden.

 12:20

Wirre Iran-Propaganda: USA kapituliert, Netanjahu tot

Während die USA und Israel Teheran und andere Städte im Iran systemathisch weiter angreifen, stellt man im 90-Millionen-Einwohner-Land eine völlig andere Realität dar.

Iranische Propaganda-Medien berichten etwa von einer baldigen Kapitulation der USA - und, dass Israel-Premierminister Benjamin Netanjahu getötet worden sei. Dieser wurde aber erst kürzlich gesund und munter bei einem Besuch im Nationalen Notfallzentrum gesichtet.

 11:34

Iran droht mit Angriffen auf Banken

Der Iran droht mit Angriffen auf Wirtschafts- und Finanzziele in der Region, die in Verbindung zu den USA und Israel stehen. Dies sei eine Reaktion auf einen Angriff auf eine iranische Bank, sagt ein Sprecher des Militärkommandos Khatam al-Anbiya am Mittwoch. "Nach ihrer gescheiterten Kampagne haben die terroristische US-Armee und das grausame zionistische Regime (Israel, Anm.) eine der Banken des Landes ins Visier genommen", zitieren Staatsmedien den Sprecher weiter.

"Mit dieser unrechtmäßigen und ungewöhnlichen Aktion zwingt uns der Feind dazu, wirtschaftliche Zentren und Banken anzugreifen, die mit den USA und dem zionistischen Regime in der Region verbunden sind." In der Nacht auf Mittwoch wurde der Nachrichtenagentur Mehr zufolge ein Verwaltungsgebäude der Bank Sepah in Teheran angegriffen. Sie ist eine der größten öffentlichen Banken des Landes und hat historische Verbindungen zum Militär.

 11:09

Frachtschiff in Flammen

Ein Frachtschiff steht in der Straße von Hormus in Flammen, nachdem es von einem Projektil getroffen wurde, so das britische Militär. Das Schiff ist nördlich des Oman. Laut UK Maritime Trade Operations (UKMTO) löste der Einschlag einen Brand aus. Die Crew evakuierte das Schiff und setzte einen Notruf ab. Der Angriff ereignete sich 20 km nördlich der omanischen Küste.

 10:08

Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an

Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen im Stadtzentrum von Beirut nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Das sagte der zuständige Behördenvertreter Journalisten. Libanesische Medien zeigten mehrere zerstörte Stockwerke des Wohngebäudes nach dem Angriff in den frühen Morgenstunden des Mittwoch. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtete zunächst von vier Verletzten.

 10:03

Trump sichert Iran WM-Teilnahme zu

US-Präsident Donald Trump hat FIFA-Präsident Gianni Infantino zugesichert, dass die iranische Nationalmannschaft trotz des Krieges im Nahen Osten bei der Fußball-WM im Sommer in seinem Land antreten darf. "Während der Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft natürlich eingeladen sei, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen", sagte Infantino nach einem Treffen mit Trump.

Außerdem sagte der Schweizer: "Wir alle brauchen ein Ereignis wie die FIFA-Weltmeisterschaft, um die Menschen mehr denn je zusammenzubringen." Der Iran könnte allerdings von sich aus auf das Turnier verzichten. Das hatte Mehdi Tadsch, der Präsident des iranischen Fußball-Verbandes (FFI), zuvor erneut angedeutet.

 08:45

Neuer Ober-Mullah verletzt

Irans neuer „Oberster Führer“, Mojtaba Khamenei, ist seit seiner Ernennung am vergangenen Sonntag ein Phantom. Wie die New York Times berichtet, gibt es bislang weder öffentliche Auftritte noch schriftliche Lebenszeichen des 56-Jährigen. Er trat die Nachfolge seines Vaters, Ali Khamenei, an, der zu Beginn des aktuellen Iran-Kriegs getötet wurde.

Laut Insiderberichten aus iranischen Regierungskreisen gibt es für dieses Abtauchen zwei Hauptgründe:

- Sicherheitsbedenken: Mojtaba fürchtet offenbar, dass jede Form der Kommunikation seinen geheimen Aufenthaltsort verraten könnte. In der aktuellen Lage stünde er sofort im Visier für einen gezielten Schlag.

- Verletzungen durch Luftangriffe: Der neue Machthaber wurde wohl direkt am ersten Tag der amerikanisch-israelischen Angriffe verwundet. Er soll Verletzungen an den Beinen erlitten haben.

Mojtaba Khamenei ist den Berichten zufolge bei Bewusstsein, befindet sich jedoch an einem massiv bewachten Ort. Der Kontakt zur Außenwelt ist auf ein Minimum reduziert, während er sich von seinen Verletzungen erholt.

 08:32

Spritpreise entwickelten sich am Dienstag stabil

Die Preise an den Tankstellen sind hierzulande am gestrigen Dienstag zumindest nicht mehr deutlich gestiegen. Ein Liter Diesel kostete im österreichweiten Durchschnitt 1,954 Euro, für Superbenzin bezahlte man im Schnitt 1,744 Euro, zeigt der Spritpreisrechner der Regulierungsbehörde E-Control. Dabei war Tanken allgemein im Burgenland am günstigsten, am teuersten tankte man Diesel in Salzburg, Tirol, in der Steiermark und Wien. Superbenzin kostete in Tirol am meisten.

 08:26

Containerschiff in Straße von Hormuz von "Geschoss" getroffen

Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Handelsschiff von einem mutmaßlichen Angriff des Irans getroffen worden. Ein "unbekanntes Geschoss" habe an der Einfahrt zur Straße von Hormuz ein Containerschiff getroffen, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute. Dabei seien auch Schäden entstanden. Die Besatzungsmitglieder seien aber in Sicherheit. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend mit Vorsicht zu befahren.

 06:17

IEA plant größte Ölreserven-Freigabe ihrer Geschichte

Die Internationale Energieagentur (IEA) erwägt die größte Freigabe von Ölreserven in ihrer Geschichte, um die wegen des US-israelischen Krieges mit dem Iran gestiegenen Rohölpreise zu senken. Die geplante Freigabe würde die 182 Millionen Barrel übertreffen, die IEA-Mitgliedstaaten 2022 nach Russlands Invasion der Ukraine auf den Markt brachten, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag und verwies auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

 06:17

Saudi-Arabien fing ballistische Raketen ab

Die saudi-arabische Armee hat nach Angaben aus Riad sieben ballistische Raketen über seinem Territorium abgefangen. Sechs Raketen hätten den Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan in der Provinz al-Chardsch anvisiert, eine weitere Rakete sei "in Richtung der östlichen Region" des Landes abgefeuert worden, erklärte das saudi-arabische Verteidigungsministerium am Mittwoch im Onlinedienst X. Die saudi-arabischen Streitkräfte hätten zudem neun Drohnen abgefangen.

 06:17

Polizeichef: Betrachten Demonstranten als Feinde

Nach Israels Aufruf zum Sturz der Führung der Islamischen Republik hat Irans Polizeichef Regierungsgegner mit drastischen Worten vor Protesten gewarnt. "Wer auf Aufforderung des Feindes auf die Straßen geht, den sehen wir nicht länger als Demonstranten an. Den sehen wir als Feind an und werden ihn wie einen Feind behandeln", sagte Ahmed-Resa Radan im staatlichen Fernsehen. "Alle unsere Männer haben ihren Finger am Abzug."

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte die Iraner zuvor dazu aufgerufen, sich gegen ihre Regierung aufzulehnen. Israel und die USA führten "einen historischen Krieg für die Freiheit", hieß es in einem offenen Brief. "Dies ist eine einmalige Gelegenheit für euch, das Regime der Ajatollahs zu stürzen und eure Freiheit zu erlangen." Das iranische Volk habe um Hilfe gebeten, "und die Hilfe ist angekommen".

 21:43

Trump: Haben "in den letzten Stunden" zehn Minenlegerschiffe zerstört

Laut dem US-Präsidenten Donald Trump hat die USA in den letzten Stunden mehrere iranische Minenleger-Schiffe zerstört. Auf Truth Social schreibt er: "Ich freue mich, berichten zu können, dass wir in den letzten Stunden zehn inaktive Minenlegerboote und/oder -schiffe getroffen und vollständig zerstört haben. Weitere werden folgen."

 21:42

Weißes Haus verspricht Bericht zu Angriff auf Mädchenschule

Die Ergebnisse von US-Untersuchungen zu einem tödlichen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran sollen veröffentlicht werden. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte auf die Frage von Journalisten, ob der Bericht zugänglich gemacht werde: "Das Kriegsministerium wird das tun." Die Ermittlungen dauerten an. Einen genauen Zeitpunkt der Veröffentlichung nannte sie allerdings nicht.


Am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. US-Präsident Donald Trump hatte die Schuld dafür beim Iran gesehen. Investigativjournalisten haben allerdings Zweifel an der Behauptung, der Iran selbst sei für die Bombardierung verantwortlich.


Sie stützen sich auf Videomaterial, in dem ein US-Tomahawk-Marschflugkörper zu sehen sein soll. "Das US-Militär ist die einzige an dem Konflikt beteiligte Streitkraft, die Tomahawks einsetzt", schrieb die "New York Times". Trump sagte am Montag, die USA hätten Tomahawks auch an andere Länder verkauft.

 21:41

US-Regierung: Mehr als 5.000 Ziele getroffen

Die USA haben nach Angaben des Weißen Hauses mittlerweile mehr als 5.000 Ziele im Iran attackiert. Das teilte die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt, in Washington mit. Die ballistischen Raketenangriffe des Irans seien seit Kriegsbeginn dagegen um mehr als 90 Prozent zurückgegangen und die Drohnenangriffe um etwa 85 Prozent. "Die amerikanischen Soldaten gewinnen diesen wichtigen Kampf noch schneller als wir erwartet haben", sagte Leavitt.


Zudem kämen die USA bei ihrem Kriegsziel voran, die iranische Marine zu zerstören. "Wir haben mehr als 50 iranische Marineschiffe zerstört, darunter ein großes Drohnenträgerschiff."

 21:30

Trump-Minister schickte Ölpreise auf Talfahrt mit Falschmeldung

Dem US-Energieminister Chris Wright ist am Dienstagabend ein folgenreicher Fehler unterlaufen. Er hat auf X geschrieben, dass die US-Marine einen Öltanker erfolgreich durch die Straße von Hormus geleitet haben soll. Die Ölpreise sind nach diesem Tweet vorübergehend abgestürzt. Das Problem: Das stimmt nicht.


Das Dementi folgte direkt danach. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, stellte klar, dass die US-Marine "bislang keinen Tanker oder ein anderes Schiff eskortiert" habe.


In seiner Nachricht schrieb Wright: "Die US-Marine hat erfolgreich einen Öltanker durch die Straße von Hormus eskortiert, um sicherzustellen, dass Öl auf die Weltmärkte fließt." Dazu postete er ein Video. Darin sagte er, dies sei bereits vor 36 Stunden passiert. Wright kündigt auch noch an, dass weitere Schiffe folgen würden. Das Posting verschwand kurz danach ohne Erklärung.

 21:27

Satellitenstation in Israel von Hisbollah-Rakete getroffen

Nach israelischen Medienberichten hat eine aus dem Libanon abgefeuerte Rakete eine Satellitenstation tief im Inneren Israels getroffen. Der TV-Sender N12 veröffentlichte ein dramatisches Dashcam-Video, das den Moment des Einschlags bei dem Angriff am Montag zeigt. Den Berichten zufolge wurde eine Station des europäischen Satellitenbetreibers SES in Emek Haela in der Nähe der Stadt Beit Shcemesh westlich von Jerusalem getroffen.


Die libanesische Hisbollah-Miliz hatte den Angriff am Montag für sich reklamiert. Die Satellitenstation gehöre zu einer Cyber-Abteilung der Armee, teilte die proiranische Gruppierung mit. Laut israelischen Medien handelt es sich dagegen um eine zivile, kommerzielle Einrichtung. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Die Satellitenstation liegt gut 160 Kilometer Luftlinie von der libanesischen Grenze entfernt. Dies wäre ein zielgenauer Treffer, der ungewöhnlich tief im Inneren Israels liegt.


Die "Times of Israel" berichtete, der Einschlag habe Schäden an der Infrastruktur der Anlage verursacht und zwei Menschen verletzt. Die israelische Armee habe mitgeteilt, dass ein "isoliertes Versagen" dazu geführt habe, dass die Rakete einschlug, ohne abgefangen zu werden und ohne dass in der Umgebung Warnsirenen ausgelöst wurden.


Die israelische Wirtschaftszeitung "Calcalist" berichtete, das Geschoß sei als Fateh-110 identifiziert worden, eine im Iran hergestellte präzisionsgelenkte Boden-Boden-Rakete mit einem schweren Sprengkopf, der darauf ausgelegt sei, strategische Infrastruktur anzugreifen.

 21:26

Israels Präsident verteidigt Angriffe auf iranische Ölfelder

Israels Staatspräsident Yitzhak Herzog verteidigt die umstrittenen Angriffe auf Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran. Es handle sich um Öl, das vom Militär gelagert werde und um Öl, das die iranische Regierung nutze, um damit auch seine Terror-Operationen zu finanzieren, sagte Herzog der deutschen Boulevardzeitung "Bild". Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Öldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt.


"Es wird der Kriegsmaschinerie entzogen, weil sie es zur Finanzierung und, sagen wir, zum Schmieren ihrer eigenen Kriegsmaschinerie verwenden. "Experten hatten vor massiven auch langfristigen Umweltschäden gewarnt. Die Weltgesundheitsorganisation warnte vor der Gefahr einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft.


Herzog sagte, dass es höchste Zeit gewesen sei für den israelisch-amerikanischen Militäreinsatz im Iran, der vor eineinhalb Wochen begann. "Wenn wir gewartet hätten, wären wir fast an einen Punkt gekommen, an dem es vielleicht irreversibel gewesen wäre."


Einen konkreten Zeitplan für den Krieg nannte Herzog aber nicht: "Die Iraner sind diejenigen, die überall in der Region und in der Welt Chaos und Terror verbreiten. Ich denke also, wenn wir alles nur an einem Tachometer messen, kommen wir nicht weiter. Wir müssen tief durchatmen und zum Endergebnis gelangen." Wenn die iranische Bedrohung eliminiert sei, sei dies wie Sauerstoff für Israel: "Wir können ermöglichen, dass das gesamte System in der Region plötzlich wieder atmen und sich weiterentwickeln kann. Das ist fantastisch."

 20:54

US-Geheimdienst sieht Anzeichen für Vorbereitung von Minen

Die US-Geheimdienste verzeichnen laut Journalisten des Senders CBS News Anzeichen dafür, dass der Iran Vorbereitungen zur Verlegung von Minen in der Straße von Hormus treffe. Eine Bestätigung des auf dem Kurznachrichtendienst X verbreiteten Berichts liegt zunächst nicht vor.

 20:23

USA: Israel soll Angriffe auf Energieanlagen stoppen

Die US-Regierung hat Israel einem Medienbericht zufolge aufgefordert, Angriffe auf Irans Energieinfrastruktur einzustellen. Das Gesuch sei auf hoher politischer Ebene und an Israels Generalstabschef Ejal Samir übermittelt worden, meldete das Portal Axios am Dienstag unter Berufung auf Insider. Die US-Regierung habe ihr Anliegen unter anderem damit begründet, dass man nach dem Krieg mit dem iranischen Ölsektor zusammenarbeiten wolle.


Zudem bestehe die Sorge, dass derartige Angriffe der iranischen Bevölkerung schadeten und massive Vergeltungsschläge gegen die Energieinfrastruktur in den Golfstaaten auslösen könnten. Stellungnahmen des Weißen Hauses, des US-Außenministeriums sowie der israelischen Botschaft in Washington liegen zunächst nicht vor.

 19:57

Verwendete Munition kostet USA Milliardensummen

Laut einem Bericht der US-Regierung an Ausschüsse des Kongresses ist bei den Angriffen auf den Iran allein in den ersten beiden Tagen Munition im Wert von schätzungsweise 5,6 Milliarden Dollar verbraucht worden. Im Kongress wächst angesichts des am 28. Februar gemeinsam mit Israel begonnenen Krieges die Sorge vor schwindenden Beständen der US-Streitkräfte. Erwartet wird, dass das Weiße Haus beim Kongress in Kürze zusätzliche Mittel für den Kriegseinsatz beantragt.


Einige Insider rechnen mit einer Summe von 50 Milliarden Dollar, andere halten diese Schätzung aber für zu niedrig angesetzt. Präsident Donald Trump hat sich am Freitag zur Aufstockung der Reserven mit Managern von sieben Rüstungsunternehmen getroffen.


Bis zu 150 Mitglieder der US-Truppen sind Insidern zufolge zudem bisher im Krieg gegen den Iran verwundet worden. Die gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters genannte Zahl ist weitaus höher als die vom Pentagon offiziell verbreitete, wonach bisher acht US-Truppenangehörige schwer verletzt wurden. Kurz nach Veröffentlichung des Reuters-Berichts bestätigt das Pentagon die Angaben und erklärt, etwa 140 Militärangehörige seien innerhalb von zehn Tagen verwundet worden. Die meisten Verletzungen seien geringfügig gewesen. 108 Truppenangehörige leisteten bereits wieder ihren Dienst.

 19:56

Iran über EU-Kommissionspräsidentin: "Steht auf der falschen Seite der Geschichte"

Das iranische Außenministerium hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgeworfen, auf der "falschen Seite der Geschichte" zu stehen. Von der Leyen hatte zuvor auf X erklärt: "Die Menschen im Iran verdienen Freiheit, Würde und das Recht, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden. Auch wenn wir wissen, dass dies während und nach dem Krieg mit Gefahren und Instabilität verbunden sein wird."


Irans Außenamtssprecher Ismail Baghaei reagierte ebenfalls auf X. Er beschuldigte von der Leyen, "Besatzung, Völkermord und Gräueltaten" gebilligt zu haben und jetzt "Kriegsverbrechen der USA und Israels" im Iran reinzuwaschen. "Schweigen angesichts von Gesetzlosigkeit und Gräueltaten ist nichts weniger als Mittäterschaft", so der Sprecher.

 19:42

Witkoff warnt vor nuklearer Bedrohung

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff betonte am Dienstag die Notwendigkeit der US-Angriffe auf den Iran mit Blick auf dessen Atomanlagen betont. Das "Heimtückische" sei, dass der Iran fast alle nötigen Komponenten zur Urananreicherung selbst herstellen könne, sagte er dem US-Sender CNBC. Witkoff reagierte damit auf die Frage, wie es zusammenpasse, dass die USA im Sommer die Zerstörung iranischer Atomanlagen verkündeten und nun erneut wegen der nuklearen Bedrohung in den Krieg ziehen.


Witkoff unterstrich die Darstellung des Weißen Hauses, die USA hätten nahezu sämtliche Kapazitäten zur Anreicherung und Umwandlung von Uran zerstört. Allerdings verfüge der Iran über ein riesiges Programm zur Herstellung hochentwickelter Zentrifugen, die für die Urananreicherung entscheidend sind. Witkoff sagte, es sei sehr schwierig herauszufinden, wo sich diese Zentrifugen im Iran befinden. Das habe auch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mehrfach bestätigt.


Nach den Angriffen im Juni habe keine internationale Kontrolle der Atomanlagen mehr stattgefunden, sagte Witkoff. "Sie lassen sie nicht rein, weil dort schlimme Dinge vor sich gehen."

 19:38

Teheran meldet neue Angriffe auf Israel und US-Ziele

Der Iran hat am Dienstag erneut Ziele in Israel sowie US-Ziele in der Region angegriffen. Bei Attacken der Revolutionsgarden gegen Tel Aviv seien besonders schlagkräftige "strategische" Raketen zum Einsatz gekommen, so die ideologischen Streitkräfte. Die Armee meldete den Beschuss einer für die Waffenproduktion wichtige Militäranlage in Haifa und einer Einrichtung des israelischen Geheimdienstes. Israel wiederum flog erneut Luftangriffe auf die iranische Hauptstadt Teheran.


Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass die Stadt von heftigen Explosionen erschüttert wurde. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigte für Dienstag eine Verschärfung der US-Angriffe auf den Iran an: "Heute wird der intensivste Tag unserer Angriffe im Iran sein", sagte Hegseth im Pentagon. Sein Ministerium erklärte im Onlinedienst X: "Wir haben gerade erst begonnen zu kämpfen."

 19:36

Ausländer unter Spionageverdacht festgenommen

Im Iran sind nach Angaben des Geheimdienstministeriums 30 Menschen wegen des Verdachts der Spionage festgenommen worden. Unter den Festgenommenen sei ein ausländischer Staatsbürger, der "im Auftrag von zwei Golfstaaten" im Namen der USA und Israels spioniert habe, hieß es laut der Nachrichtenagentur TASNIM, die den Revolutionsgarden nahe steht. Die Nationalität des Festgenommenen wurde nicht genannt.


Der Festgenommene werde beschuldigt, "Informationen über den Standort und die Bewegungen der Polizei und Streitkräfte an den Feind" übermittelt zu haben, erklärte demnach das Informationsministerium. Der Verdächtige war demnach im Nordosten des Irans festgenommen worden. Der Zeitpunkt der Festnahme wurde nicht bekanntgegeben.


Seit Beginn des Iran-Kriegs, der am 28. Februar durch US-israelische Luftangriffe ausgelöst worden war, ruft die iranische Führung die Bevölkerung regelmäßig auf, wachsam zu sein und jedes verdächtige Verhalten zu melden. Im Iran kann wegen Spionage die Todesstrafe verhängt werden.

 18:27

Briten entsenden Kriegsschiff ins östliche Mittelmeer

Das britische Kriegsschiff "HMS Dragon" sticht in Richtung östliches Mittelmeer in See. Der Einsatz erfolgt gut eine Woche nach einem Drohnenangriff auf den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern im Nachgang der Angriffe der USA und Israels auf den Iran. Am 1. März war die Basis von einer im Iran hergestellten Drohne getroffen worden, die mutmaßlich aus dem Libanon oder dem Irak kam.


Die britische Regierung steht in der Kritik, da Verbündete wie Griechenland und Frankreich nach den iranischen Vergeltungsangriffen am Golf wesentlich schneller Schiffe in die Region entsandt haben.

 18:18

Witkoff: Russen teilen keine US-Militärinfos mit Teheran

Russische Vertreter haben US-Präsident Donald Trump nach Darstellung des Sondergesandten Steve Witkoff versichert, keine Geheimdienstinformationen mit dem Iran zu teilen. "Wir können sie bei ihrem Wort nehmen", sagte Witkoff in einem Gespräch mit dem US-Sender CNBC und fügte hinzu: "Hoffen wir, dass sie tatsächlich keine Informationen teilen." Ihm zufolge hatten die Russen in einem Telefongespräch mit Trump bekräftigt, keine Informationen weiterzugeben.


Steve Witkoff © Getty


Vergangene Woche hatten US-Medien berichtet, Russland liefere dem Iran Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele im Nahen Osten. Dabei versorge der Kreml Teheran mit Standortangaben und Bewegungsdaten von amerikanischen Truppen, Schiffen und Flugzeugen, berichteten der US-Sender CNN und die "Washington Post" unter Berufung auf Personen, die mit US-Geheimdienstberichten vertraut seien. CNN zufolge sind die meisten weitergegebenen Informationen Bilder, die mit modernen Satelliten Moskaus angefertigt wurden. Die US-Regierung dementierte die Berichte nicht.

 17:27

Hilfsorganisationen: Humanitäre Situation eskaliert

Die humanitäre Situation im Nahen Osten ist nach Angaben von Hilfsorganisationen aufgrund des Iran-Krieges weiter eskaliert. Tausende Menschen seien auf der Flucht, ohne Telefonverbindung und Kontakt zu ihren Familien. Allein im Libanon sei die Zahl der Flüchtlinge auf über 700.000 Menschen angestiegen, erinnerte das Rote Kreuz am Dienstag. Ihre Angehörigen in Österreich und anderen Staaten seien besorgt und bangten um das Leben ihrer Familienmitglieder.

 17:17

Wadephul-Krisenbesuch in Israel: Warnung vor Chaos im Iran

Deutschlands Außenminister Johann Wadephul hat sich bei einem Krisenbesuch mitten im Iran-Krieg hinter Israel gestellt, zugleich aber vor Chaos und einem Auseinanderfallen des Iran gewarnt. "Niemand kann ein Interesse an Chaos oder Bürgerkrieg oder dem Zerfall Irans haben", sagte der CDU-Politiker am Dienstag bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen Gideon Saar in Jerusalem. "Die Auswirkungen wären erheblich und würden wir auch in Europa zu spüren bekommen", fügte er hinzu.

Deutscher Außenminister Johann Wadephul © AFP/APA

"Wir brauchen eine regionale Friedensordnung, die die Sicherheit der Staaten und Menschen in der Region, insbesondere der Seewege, die wichtige Handelswege sind, gewährleistet", forderte Wadephul. Mit Blick auf die israelischen Angriffe gegen die islamistische Hisbollah-Miliz im Libanon sagte Deutschlands Chefdiplomat, er habe Saar gebeten, mit der libanesischen Regierung im Kampf gegen die Hisbollah zusammenzuarbeiten und die zivile Infrastruktur im Libanon beim Kampf gegen die Hisbollah zu schützen.

 16:20

Katar: "Wir sind keine Partei in diesem Krieg"

Der Golfstaat Katar will vorerst weiterhin nicht aktiv in die militärische Konfrontation mit dem Iran eingreifen. "Katar ist keine Partei in diesem Krieg", sagte der katarische Außenamtssprecher Majid al-Ansari am Dienstag. "Wir glauben weiterhin an Diplomatie, werden aber auf jeden Angriff gegen Katar angemessen antworten." Man sei bemüht, den Konflikt zu entschärfen.

Zwar hätten Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman und Irans Außenminister Abbas Araqchi seit Kriegsbeginn nur einmal Kontakt gehabt. Die Kommunikationskanäle mit Teheran bestünden aber weiter, sagte al-Ansari. Katar pflegt mit dem Iran eigentlich seit Jahrzehnten diplomatische Beziehungen. Unter anderem teilen sich beide Länder den Zugang zum weltgrößten Gasfeld im Persischen Golf.

 16:14

Trump stellt schnelles Kriegsende in Aussicht - Ölpreise sinken weiter

Die Ölpreise sind am Dienstag wegen der vagen Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs weiter gesunken. Nachdem die Notierung für Rohöl der Sorte Brent zu Beginn der Woche zeitweise bis auf knapp 120 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen war und damit auf den höchsten Stand seit Sommer 2022, hatte bereits am Montag im Handelsverlauf eine Gegenbewegung eingesetzt. Diese hatte sich am Montagabend nach Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump beschleunigt.

Trump hat ein schnelles Ende des Kriegs im Nahen Osten in Aussicht gestellt. "Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet", wird er im US-Sender CBS News zitiert. Am Dienstag gingen die Angriffe der USA und Israels auf den Iran indes weiter.

 15:49

Neue Schweizer Sanktionen gegen Teheran

Die Schweiz hat neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. Diese wurden von der UNO und teilweise von der EU übernommen und sollten am Dienstagabend in Kraft treten. Die Maßnahmen wurden aufgrund der nuklearen Aktivitäten des Iran, der Lieferung von Drohnen und Raketen an Russland und der Menschenrechtsverletzungen beschlossen, teilte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung am Dienstag mit.

 15:08

Merz: USA und Israel haben keinen Plan für Kriegsende

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das Fehlen einer Strategie für eine schnelle Beendigung des Krieges gegen den Iran beklagt. Die USA und Israel führten diesen Krieg nun schon seit über einer Woche und mit jedem Tag würden sich mehr Fragen stellen, sagte der Kanzler bei einer Pressekonferenz mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis in Berlin.

Trump und Merz © APA/AFP/ANDREW CABALLERO-REYNOLD

"Vor allem besorgt uns, dass es offensichtlich keinen gemeinsamen Plan gibt, wie dieser Krieg schnell zu einem überzeugenden Ende gebracht werden kann." Gleichzeitig gebe es "eine gefährliche Eskalation", fügte der deutsche Kanzler mit Blick auf die Gegenangriffe des Iran hinzu.

 15:07

Elite-Armee: Blockade der Straße von Hormuz bis Kriegsende

Der Iran wird nach Angaben der Revolutionsgarden bis zum Ende des Krieges gegen die USA und Israel keine Ölexporte aus der Region an Verbündete der USA und Israels erlauben. "Die iranischen Streitkräfte werden bis auf weiteres nicht zulassen, dass auch nur ein Liter Öl aus der Region an die feindliche Seite und ihre Partner exportiert wird", sagte der Sprecher der Elite-Armee, Ali Mohammad Naini, laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim am Dienstag.

"Ihre Bemühungen, die Preise für Öl und Gas zu senken und zu kontrollieren, werden nur vorübergehend und erfolglos sein", prophezeite Naini. Der Handel hänge unter Kriegsbedingungen "von der Sicherheit ab".

 14:47

Hegseth: Heute erneut heftigster Tag der Angriffe

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigt im Krieg gegen den Iran besonders harte Angriffe an. Die Vereinigten Staaten gäben nicht nach, "bis der Feind vollständig und endgültig besiegt" sei. "Zum Beispiel wird heute wieder einmal unser heftigster Tag von Angriffen im Iran sein", sagte Hegseth auf einer Pressekonferenz. Ihm zufolge hat der Iran in den vergangenen 24 Stunden so wenig Raketen abgefeuert wie nie zuvor.

 14:34

Humanitäre Hilfe aus Aserbaidschan nach Drohneneinschlägen

Nach dem Einschlag mehrerer Drohnen in Aserbaidschan hat die Regierung in Baku offenbar als Zeichen der Entspannung humanitäre Hilfe in den Iran geschickt. Das Katastrophenschutzministerium erklärte am Dienstag, es habe nach einem Telefongespräch von Präsident Ilham Aliyev mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian mehrere Tonnen Lebensmittel und Medikamente in den Iran geliefert.

 14:31

Autofahrer nehmen wegen Spritpreisen bisher nicht öfter den Zug

In Deutschland ist zuletzt eine verstärkte Nachfrage nach der Eisenbahn im Fernverkehr zu bemerken gewesen, weil die Spritpreise in Folge des Iran-Krieges steigen. In Österreich ist das nicht der Fall. Einerseits sind die Diesel- und Benzinpreise in Deutschland oder auch Italien noch einmal bemerkenswert teuerer als hierzulande. Andererseits sprachen die ÖBB auf APA-Anfrage davon, "keine signifikanten Konsumentenreaktionen" wegen gestiegener Treibstoffpreise zu verzeichnen.

In Deutschland hingegen lagen die Buchungen trotz Schwankungen laut verschiedener Berichte in den vergangenen Tage deutlich über den eigentlichen Prognosen. An einzelnen Tagen bewege sich die Nachfrage um zehn Prozent über Erwartung.

 14:02

Wie lange bleibt Khamenei-Nachfolger im Amt?

"Ich glaube nicht, dass er in Frieden leben kann", sagte der Republikaner im US-Sender Fox News, nannte jedoch keine Details. Bereits am Montag (Ortszeit) hatte er im US-Bundesstaat Florida gesagt: "Wir denken, dass es nur zu mehr Problemen derselben Art im Land führen wird." Trump sagte Fox News, er sei möglicherweise zu Gesprächen mit dem Iran bereit. Das hänge aber von den Bedingungen ab. Er habe gehört, dass Teheran "unbedingt reden" möchte, sagte er weiter laut Mitteilung des Senders.

 14:00

Achterbahnfahrt am Rohölmarkt nach Preissprung

Nach dem Anstieg der Ölpreise rechnen Investoren mit einer anhaltenden Phase stark schwankender Preise. "Die Volatilität auf dem Ölmarkt ist sprunghaft angestiegen und erreicht Werte, die über denen während des Ukraine-Konflikts liegen und nur mit denen der Corona-Krise vergleichbar sind", sagte Luis Ruiz, Analyst beim Broker CMC Markets.

Die Achterbahnfahrt am Rohölmarkt reiße dabei auch die Aktien-, Anleihe- und Devisenmärkte mit. Nach dem Sprung von rund 29 Prozent auf bis zu 119,50 Dollar (103,42 Euro) je Fass bei der Nordsee-Rohölsorte Brent zum Wochenstart brach der Preis am Dienstag um bis zu elf Prozent auf 88,05 Dollar ein.

Auslöser für den Preisrutsch waren Aussagen von US-Präsident Donald Trump, dass der Krieg der USA und Israels gegen den Iran bald abgeschlossen sein könnte. Washington sei seinem ursprünglich geschätzten Zeitrahmen von vier bis fünf Wochen "sehr weit voraus". Insidern zufolge erwägt der US-Präsident zudem Maßnahmen zur Marktberuhigung. Dazu könnten eine Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland sowie die Freigabe strategischer Reserven gehören.

 13:20

Paris sieht bei Ölreserven "alle Optionen auf dem Tisch"

In der Diskussion um eine Freigabe von nationalen Ölreserven wegen des Iran-Kriegs will Frankreich weitere Gespräche mit Partnerländern führen. "Alle Optionen sind auf dem Tisch", sagte Frankreichs Wirtschaftsminister Roland Lescure. "Wir sind bereit." Das Ganze sei aber ein Prozess, noch liefen die Gespräche. Am Nachmittag sollen die Energieminister der G7-Länder via Liveschaltung zusammenkommen. Auch die Internationale Energieagentur IEA wird vertreten sein.

Macron © APA/AFP/JOHN THYS

Bereits gestern hatten sich die G7-Finanzminister zusammengesetzt, um über das Thema zu beraten. Eine Entscheidung fiel dabei noch nicht. Lescure betonte, man sei bereit, alle notwendigen Mittel zu nutzen, um sicherzustellen, dass der Ölmarkt sich stabilisiere. Auch wolle man, dass der zuletzt stark gestiegene Preis an der Zapfsäule sinke.

Der französische Finanz- und Wirtschaftsressortchef versicherte aber auch: Weder in Frankreich noch in Europa noch in den USA gebe es die Gefahr von Ölknappheit. Ziel sei es, dass etwa in Asien, wo die Versorgungslage angespannt ist, durch mehr zirkulierendes Öl der Markt entlastet wird. Ihre strategischen Ölreserven geben Volkswirtschaften jeweils in Krisensituationen frei, um den Ölmarkt zu stabilisieren oder auf Versorgungsengpässe zu reagieren. Zu diesem Mittel wird selten gegriffen.

 12:51

100.000 Menschen im Libanon binnen eines Kriegstages vertrieben

m Libanon sind laut den Vereinten Nationen innerhalb eines Tages 100.000 weitere Menschen durch israelische Angriffe vertrieben worden. "Bis heute haben sich mehr als 667.000 Menschen im Libanon auf der Onlineplattform der (libanesischen) Regierung als vertrieben gemeldet", sagte die Libanon-Verantwortliche des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR), Karolina Lindholm Billing, am Dienstag in Genf vor Reportern.

Staatliche libanesische Medien meldeten indes einen israelischen Luftangriff in der Nähe der Stadt Tyrus im Südlibanon. Israel habe einen Luftangriff auf Al-Abbassiyah gestartet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Die israelische Armee hatte zuvor angekündigt, Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz in der Gegend anzugreifen und die Einwohner aufgefordert, die Stadt zu verlassen.

Seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar war auch der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon wieder eskaliert. Dabei wurden nach Angaben der libanesischen Behörden bisher mindestens 486 Menschen getötet und mehr als 1.300 verletzt. Hilfsorganisationen im Libanon schlagen Alarm, was die humanitäre Lage betrifft.

 12:08

Ausbleibende Öl- und Gaslieferungen sorgen für Unruhe in Asien

Viele asiatische Länder sind besonders abhängig von Öl- und Gas aus dem Nahen Osten. Die Unruhe wegen des Iran-Kriegs nimmt wegen steigender Spritpreise und Sorgen um die Versorgung nun vielerorts spürbar zu. Am Dienstag reagierten weitere Länder mit Rationierungen und weiteren Maßnahmen: In Indien verschärften die Behörden die Kontrolle der Gasverteilung, Taiwan aktivierte ein Notfallinstrument für Ölprodukte und in Thailand wurden Beamte zum Homeoffice aufgerufen.

"Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat zu einer Unterbrechung der Flüssiggaslieferungen (LNG) durch die Straße von Hormus geführt", erklärte das indische Erdölministerium. Das Land ist der weltweit viertgrößte Abnehmer von LNG. Neue Vorschriften sollen laut Ministerium "eine gerechte Verteilung und die kontinuierliche Verfügbarkeit für vorrangige Sektoren gewährleisten".

Vorrangig werden demnach Haushalte und der Transportsektor beliefert. Andere Sektoren, darunter Düngemittelfabriken und die Teeindustrie, würden ebenfalls prioritär behandelt "vorbehaltlich der operativen Verfügbarkeit".

 12:02

Trump tobt wegen Khamenei-Nachfolger

Nach der offiziellen Ernennung von Modschtaba Chamenei zum neuen geistlichen Oberhaupt des Iran lässt die Reaktion aus Washington nicht lange auf sich warten. US-Präsident Donald Trump sparte in Florida nicht mit deutlicher Kritik an der Entscheidung des Expertenrats.

Mojtaba Khamenei © APA/AFP/KHAMENEI.IR/-

US-Präsident Donald Trump hat die Wahl von Modschtaba Chamenei zum neuen geistlichen Führer des Iran scharf verurteilt. In einer Stellungnahme in Florida bezeichnete er die Entscheidung als „enttäuschend“ und warnte davor, dass dieser Schritt lediglich „zu mehr Problemen derselben Art“ führen werde. Gegenüber dem US-Sender NBC legte Trump nach: „Ich denke, sie haben einen großen Fehler gemacht. Ich weiß nicht, ob das von Dauer sein wird.“

Trump © APA/AFP/ANDREW CABALLERO-REYNOLD

Wahl nach israelischem Luftangriff

Modschtaba Chamenei war erst neun Tage nach dem Tod seines Vaters, Ayatollah Ali Chamenei, zum neuen Revolutionsführer bestimmt worden. Sein Vater war bei einem gezielten israelischen Luftangriff getötet worden, was die Region in eine tiefe Krise stürzte.

Die Wahl des Sohnes als direkten Nachfolger wird international als Versuch gewertet, die Kontinuität des Regimes zu wahren, stößt jedoch insbesondere in den USA auf massiven Widerstand.

 11:56

Gaspreis fällt weiter deutlich

Der Preis für europäisches Erdgas ist am Dienstag weiter deutlich gefallen. Nachdem die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat zu Beginn der Woche noch um 30 Prozent gestiegen war, hat bereits am Montag im Handelsverlauf eine Gegenbewegung eingesetzt, die sich am Vorabend nach Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump beschleunigt hatte.

An der Börse in Amsterdam wurde das Erdgas am Vormittag bei 48,45 Euro je Megawattstunde (MWh) gehandelt. Das sind etwa 14 Prozent weniger als am Vortag. Zu Beginn der Woche war die Notierung wegen des Iran-Kriegs noch zeitweise bis auf knapp 70 Euro gestiegen.

 11:06

Israel hält an Sturz iranischer Regierung als Kriegsziel fest

Israel hält ungeachtet des von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellten raschen Endes des Krieges mit dem Iran am Sturz der Führung der Islamischen Republik fest. "Unser Bestreben ist es, das iranische Volk dazu zu bringen, das Joch der Tyrannei abzuwerfen", teilte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am Dienstag mit. Es bestehe kein Zweifel, dass Israel der Führung mit den bisherigen Maßnahmen die "Knochen bricht".

"Wenn wir gemeinsam mit dem iranischen Volk Erfolg haben, werden wir ein dauerhaftes Ende herbeiführen." Trump hatte am Montag dem US-Sender CBS gesagt, er halte den Krieg "für so gut wie beendet" und hat damit weltweit ein Aufatmen an den Börsen und Sinken der Ölpreise ausgelöst.

 10:21

Iran: Haben Treibstofflager in Israel angegriffen

Als Vergeltung für die Bombardierung ihrer Ölreserven haben Irans Streitkräfte eigenen Angaben zufolge Treibstofflager in Israel attackiert. In den vergangenen Stunden seien Teile der Öl- und Gasindustrie sowie Treibstofftanks in der israelischen Hafenstadt Haifa mit Drohnen angegriffen worden, hieß es in einer Armeeerklärung am Dienstag, die der staatliche Rundfunk verbreitete.

In Israel gab es unterdessen Raketenalarm. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, berichtete über eine neue Welle an Raketen auf Ziele bei Tel Aviv.

 09:56

Blockade der Straße von Hormuz bis Kriegsende

Der Iran wird nach Angaben der Revolutionsgarden bis zum Ende des Krieges gegen die USA und Israel keine Ölexporte aus der Region an Verbündete der USA und Israels erlauben. "Die iranischen Streitkräfte werden bis auf weiteres nicht zulassen, dass auch nur ein Liter Öl aus der Region an die feindliche Seite und ihre Partner exportiert wird", sagte der Sprecher der Elite-Armee, Ali Mohammad Naini, laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim am Dienstag.

"Ihre Bemühungen, die Preise für Öl und Gas zu senken und zu kontrollieren, werden nur vorübergehend und erfolglos sein", prophezeite Naini. Der Handel hänge unter Kriegsbedingungen "von der Sicherheit ab". Die USA und Israel hatten Ende Februar Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagiert mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golf-Staaten und US-Einrichtungen in der Golf-Region.

 09:03

Teheran bemüht, Handlungsfähigkeit zu demonstrieren

Inmitten der weiter heftigen Kämpfe brachte US-Präsident Donald Trump überraschend ein baldiges Kriegsende ins Spiel: "Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet", sagte er. "Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe", zitierte der US-Sender CBS News Trump nach einem Telefoninterview. Der Krieg verlaufe "weit vor dem Zeitplan". Das Hauptrisiko sei vorbei. Der US-Präsident legte sich aber nicht auf einen konkreten Zeitpunkt fest.

Die iranischen Revolutionsgarden, die zweite Säule der Streitkräfte und Elite-Streitmacht, reagierten scharf auf Trumps Äußerungen. "Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. "Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik."

Nach den Worten von Außenminister Abbas Araqchi wird der Iran seine Raketenangriffe "so lange wie nötig" fortsetzen. Araqchi sagte am Montag (Ortszeit) im US-Fernsehsender PBS News, die Angriffe auf sein Land dauerten an, der Iran sei aber darauf "vorbereitet". "Wir sind bestens darauf vorbereitet, sie so lange wie nötig und so lange es dauert, mit unseren Raketen anzugreifen", sagte Araqchi. Neue Gespräche mit den USA schloss der iranische Außenminister aus. Teheran habe zuletzt eine "sehr bittere Erfahrungen mit Gesprächen mit den Amerikanern gemacht", sagte Araqchi. Er gehe daher nicht davon aus, "dass Gespräche mit den Amerikanern noch auf unserer Tagesordnung stehen werden".

 09:00

Regime in Teheran fordert Garantien für Waffenstillstand

Das iranische Außenministerium hat für den Fall eines Waffenstillstands mit den USA und Israel Sicherheitsgarantien gefordert. "Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden soll, muss es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen Iran nicht erneut wiederholt werden", zitierte die Zeitung "Shargh" Vize-Außenminister Kazem Gharibabadi am Dienstag. Andernfalls sei ein Waffenstillstand bedeutungslos.

"Die Islamische Republik Iran war nicht der Initiator des Krieges und der Aggression", sagte Gharibabadi dem Bericht zufolge. Die iranischen Raketenangriffe erfolgten daher gemäß Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen nur als "legitime Selbstverteidigung", betonte der Minister. In den vergangenen Tagen hätten mehrere Länder Vermittlungsbemühungen unternommen. Dazu zählten China, Russland, Frankreich sowie einige "regionale Staaten".

 08:56

Spritpreise steigen weiter

Der österreichweite Durchschnittspreis für einen Liter Diesel lag gestern, Montag, bei 1,959 Euro. Am teuersten war es in Salzburg und Tirol mit 1,969 Euro. Bei Super lag der Schnitt bei 1,729 Euro pro Liter. Hier waren die Schwankungen in den Bundesländern deutlich höher, am teuersten wurde in Tirol mit 1,789 Euro getankt. Dies geht aus dem Spritpreisrechner der E-Control hervor, der täglich um acht Uhr die Durchschnittspreise des Vortages abbildet.

Der massive Preisanstieg am Montag hat mittlerweile in der Politik für Betriebsamkeit gesorgt, auch wenn mit unterschiedlichen Ansätzen. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) stellte am Montag eine zeitweise Senkung der Steuern auf Treibstoffe in den Raum. Welche Steuern konkret und in welchem Ausmaß reduziert werden könnten, sei Gegenstand der Verhandlungen, hieß es dazu aus dem Bundeskanzleramt zur APA.

 08:19

Ölpreis gibt weiter nach

Der Ölpreis hat am Dienstag den Rückgang vom Vorabend fortgesetzt. Nachdem die Notierung für Rohöl der Sorte Brent zu Beginn der Woche wegen des Iran-Kriegs zeitweise bis auf knapp 120 US-Dollar (159 Liter) und damit auf den höchsten Stand seit Sommer 2022 gestiegen war, hatte bereits am Montag im Handelsverlauf eine Gegenbewegung eingesetzt. Diese hatte sich dann am Abend nach Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump beschleunigt.

 07:15

Neue Trump-Drohung

Trump droht erneut auf Truth Social. "Sollte der Iran irgendetwas unternehmen, das den Ölfluss durch die Straße von Hormuz stoppt, werden die Vereinigten Staaten von Amerika ihn zwanzigmal härter treffen als bisher. Außerdem werden wir leicht zerstörbare Ziele ausschalten, sodass es für den Iran praktisch unmöglich wird, sich jemals wieder als Nation aufzubauen. Tod, Feuer und Zorn werden über ihn hereinbrechen – aber ich hoffe und bete, dass es nicht dazu kommt!"

"Dies ist ein Geschenk der Vereinigten Staaten von Amerika an China und an all jene Nationen, die die Straße von Hormus stark nutzen. Hoffentlich wird diese Geste sehr geschätzt werden."

 07:04

Neue Angriffe im Libanon

Israel hat in der Nacht auf Dienstag nach Berichten libanesischer Staatsmedien Ziele im Süden und Osten des Libanon angegriffen. "Feindliche Kriegsflugzeuge verübten Luftangriffe auf die Orte Almadschadel, Schakra und Srifa", berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Zudem habe es Luftangriffe im Bekaa-Tal im Osten des Libanon gegeben.

 06:37

Syrien meldet Beschuss durch Hisbollah

Die syrischen Streitkräfte haben einen Artillerieangriff der libanesischen Hisbollah-Miliz auf einen Militärstützpunkt nahe der Grenze gemeldet. Die Geschosse seien unweit der Ortschaft Serghaya nordwestlich der Hauptstadt Damaskus niedergegangen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Dienstag unter Berufung auf die Militärführung.

Die gestürzte Regierung von Syriens Langzeitmachthaber Baschar al-Assad war ein enger Verbündeter der proiranischen Hisbollah. Die neue Führung von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa bemüht sich seit ihrem Machtantritt, den Einfluss des Irans - einem weiteren wichtigen Verbündeten Assads - im Land zu unterbinden.

 06:36

Experte: "Europa wird nicht in den Iran-Krieg hineingezogen"

Während der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran weiter eskaliert, steht Europa weitgehend am Rand des Konflikts. Der Kontinent sei diesbezüglich politisch gespalten, müsse aber keine direkte militärische Verwicklung fürchten, sagt der Europaexperte Stefan Lehne im Gespräch mit der APA. Europa könnten ein instabiler Iran und steigende Energiepreise wirtschaftlich jedoch stärker treffen als die USA - während Russland von der Krise profitiere.

Europa spiele in der eskalierenden Krise im Nahen Osten derzeit kaum eine Rolle, sagt Stefan Lehne, Senior Fellow beim Thinktank Carnegie Europe. "Wir stehen in einer großen Krise der transatlantischen Beziehungen", betont er. US-Präsident Donald Trump habe Europa nicht in seine Entscheidung, den Iran anzugreifen, involviert. Zusätzlich sei sich Europa nicht einig in seiner Reaktion auf den Krieg. Die beiden Extreme bilden demnach der spanische Premierminister Pedro Sanchez, der im Krieg einen Bruch des internationalen Völkerrechts sieht, und der deutsche Kanzler Friedrich Merz, der sich "eigentlich hinter die amerikanisch-israelische Aktion gestellt" habe, so der Experte.

 06:36

Revolutionsgarden: Wir entscheiden über Ende des Kriegs

Die iranischen Revolutionsgarden haben scharf auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu einem baldigen Ende des Iran-Kriegs reagiert. "Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. "Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik."

Zuvor hatte Trump in Aussicht gestellt, dass der Krieg mit dem Iran deutlich schneller beendet werden könnte als zunächst erwartet. "Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe", zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview. Der Krieg verlaufe "weit vor dem Zeitplan."