Kurz: Flüchtlinge müssen zurück in ihre Heimat

Außenminister im Interview

Kurz: Flüchtlinge müssen zurück in ihre Heimat

Außenminister will: Aufnahmelager, Mittelmeerroute erschweren und niedrigere Obergrenze

Außenminister Sebastian Kurz will Flüchtlingen den Weg über die Mittelmeerroute erschweren. Das sagte er in einem Interview mit der deutschen Tageszeitung „Die Welt“.

Er fordert, dass Flüchtlinge bereits außerhalb der EU abgefangen werden sollten.

Kurz im O-Ton: “Wer sich illegal auf den Weg nach Europa macht, wird an der Außengrenze gestoppt, versorgt und zurückgestellt, beziehungsweise reist freiwillig in das Transit- oder Herkunftsland zurück.“

Der Außenminister äußerte sich auch zu den Flüchtlingen in Griechenland: „Sie müssen zurückreisen – in die Türkei, in ihre Herkunftsländer oder in sichere Asylzentren außerhalb der EU.“

Zudem sollen Flüchtlinge in Aufnahmelagern außerhalb der EU untergebracht werden – im Libanon, in Tunesien oder in Georgien.

Obergrenze zu hoch

Die aktuelle Obergrenze für Asylanträge von 37.500 findet Kurz zu hoch. Sie orientiere sich am Krisenjahr 2015, als 90.000 Menschen nach Österreich kamen.

Stopp der Türkei-Beitrittsverhandlungen

Die Beitrittsverhandlungen mit der EU will Kurz stoppen: „Das ist die notwendige Reaktion auf das, was sich in der Türkei gerade abspielt“, so der Außenminister zur „Welt“.



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