Lawine donnert in Hotel in der Ramsau

60 Personen evakuiert

Lawine donnert in Hotel in der Ramsau

Rund 60 Leute hatten erst Montagnachmittag Betrieb verlassen müssen - Schneemassen drangen teils bis in Ort vor.

Gegen 1.00 Uhr des 15. 1. 2019 löste sich auf 2.000 m Seehöhe die sogenannte Eiskarlawine und donnerte ins Ortgebiet von Ramsau  am Dachstein. Dort traf die Lawine auf ein Appartementhaus und erfasste ein Hotel. Dabei entstand schwerer Sachschaden. Weiters wurde eine bis dato unbekannte Anzahl von abgestellten Fahrzeugen von der Lawine erfasst und weitergeschoben, wie die Polizei Steiermark in einer Aussendung schreibt.

Bereits im Vorfeld in den Abendstunden kam es zu einem Lawinenabgang, der eine Mautstraße verschüttete und Häuser von der Außenwelt abschnitt. Das erfasste Hotel wurde nach dem Lawinenabgang evakuiert, rund 60 Personen wurden in Ersatzquartiere verbracht. Eine weitere Lawine droht derzeit abzugehen. Diesbezüglich sind Sachverständige vor Ort. Das Ortsgebiet von Ramsau am Dachstein ist derzeit gesperrt und nicht erreichbar.

Eine erste Meldung, wonach das Lawinen betroffene Hotel im Vorfeld evakuiert worden sei, ist falsch, bestätigt Leo Josefus von der Polizei Steiermark gegenüber oe24.

Lawine nahe Klanglift-Trasse

Die Lawine dürfte in der Nähe vom Klanglift bzw. im Bereich der Trasse der Aufstiegshilfe von Norden nach Süden abgegangen sein. Der Lawinenkegel drang bis zum Hotel und Restaurant Kirchenwirt vor. Unweit des Gastronomiebetriebs steht das Gemeindeamt von Ramsau, der Stützpunkt der Bergrettung sowie das evangelische Pfarramt.
 
Der Schlepplift war bereits gesperrt, bringt Gäste aber normalerweise von 1.140 auf 1.280 Meter Seehöhe. Auch die entsprechende Piste - Kategorie blau für leichtes Gelände - war laut Website nicht geöffnet. Nähere Informationen lagen seitens der Polizei vorerst wegen des laufenden Einsatzes sowie der Dunkelheit nicht vor. Aus dem Büro Schickhofer hieß es noch in der Nacht, dass wahrscheinlich keine weiteren Gebäude vom Lawinenkegel getroffen wurden.
 
Das Gebiet war bereits als lawinengefährdet bekannt und wird in den Karten mit roter und gelber Gefahrenzone dargestellt. Letztere reicht bis zum nun betroffenen Hotel.
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