Für Mega-Summe

Leben nach dem Tod: Kurz-Chef Peter Thiel will sich einfrieren lassen

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Tech-Milliardär Peter Thiel setzt auf eine kostspielige Anti-Aging-Methode: Für Unsummen Geld will er sich nach seinem Tod für eine mögliche spätere Wiederbelebung einfrieren lassen.

International wurde Peter Thiel als Gründer des Bezahldienstes PayPal und Unterstützer von Ex-US-Präsident Trump bekannt, hierzulande kennt man den 55-Jährigen vor allem als Boss von Sebastian Kurz. Östereichs ehemaliger Bundeskanzler ist seit Februar 2022 als "Global Strategist" für Thiel tätig.

Laut Forbes beläuft sich Thiels Vermögen auf sage und schreibe 4,1 Milliarden US-Dollar. Viel Geld, das ihm auch erlaubt, über seinen Tod hinaus zu planen. Denn: Der Tech-Investor will sich nach seinem Tod einfrieren lassen – um 200.000 Dollar. Thiel erhofft sich davon, irgendwann in der Zukunft wiederbelebt werden zu können, wenn der technologische Fortschritt dies eines Tages möglich machen sollte.

Kryonik: "Sollten es versuchen"

"Ich erwarte nicht unbedingt, dass es funktioniert, aber ich denke, dass es die Art von Dingen ist, die wir versuchen sollten", erklärte Thiel im Podcast von US-Journalistin Bari Weiss („Honestly with Bari Weiss“). Bereits 2014 bekundete er öffentlich sein Interesse an Kryonik – so nennt man die Konservierung von Organismen oder Organen in der Fachsprache.

Die Einfrierung wird von speziellen Kryonik-Firmen durchgeführt und ist ein teurer Spaß: Das Gehirn wird etwa schon ab 80.000 Dollar konserviert.

Wie läuft das Einfrieren ab?

Und so funktioniert Kryonik: Die "Patienten" werden unmittelbar nach dem klinischen Tod mit Eiswasser gekühlt, um den Zerfall des Gewebes aufzuhalten. Während Notfall-Teams den Körper so rasch wie möglich in die Kryo-Zentrale bringen, werden Herzmassage und künstliche Beatmung fortgesetzt. Danach werden die Körperflüssigkeiten aus dem Körper gepumpt und durch Frostschutzmittel ersetzt. Über einen Zeitraum von zwei Wochen wird die Leiche dann graduell auf minus 196 Grad heruntergekühlt und in einem Riesenzylinder voller flüssigem Stickstoff verwahrt. Und zwar kopfüber, damit das empfindliche Gehirn bei einem Stickstoff-Austritt am längsten gekühlt bleibt.

Der Kryo-Anbieter Alcor bietet auch eine makabere Alternative an: Dabei wird der Kopf abgetrennt und nur der Schädel konserviert.

Nach heutigem Stand unmöglich

Sich einfrieren zu lassen ist jedenfalls eine ungewisse Investition. Denn derzeit ist das Erwachen nach dem Tod noch ein Ding der Unmöglichkeit, wesentliche Fragen sind ungelöst. So kann man nach heutigem Stand der Wissenschaft gewisse Verfallsprozesse (noch) nicht wieder rückgängig machen.

Offen ist auch, wie Eingefrorene möglichst schonend wieder aufgetaut werden können. Passiert das zu schnell, bildet sich um den Gefrierpunkt Eis in den Zellen, Geht es zu schnell, wird bereits aufgetautes Gewebe zersetzt.

Thiel: "Wir sollten den Tod besiegen"

Thiel will es dennoch probieren. Auf die Frage von Journalistin Weiss, ob die Menschheit den Tod besiegen könne bzw. ob wir den Tod besiegen wollen sollten, antwortete er: "Wir haben es nicht einmal versucht. Wir sollten entweder den Tod besiegen oder zumindest herausfinden, warum es unmöglich ist."

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