Verhandlungen mit Gaddafi dementiert

Keine Gespräche

Verhandlungen mit Gaddafi dementiert

Kein britischer Regierungsvertreter verhandelt über eine Waffenruhe.

Großbritannien hat Gespräche mit dem libyschen Regime von Oberst Muammar al-Gaddafi über die Beendigung des Konflikts dementiert. Wie der arabische Nachrichtensender am Samstagabend unter Berufung auf das Außenministerium in London berichtete, steht kein britischer Regierungsvertreter oder Vermittler mit dem Regime in Tripolis in Verhandlungen über eine Waffenruhe. "Unsere Position ist klar. Gaddafi muss gehen, damit das libysche Volk seine eigene Zukunft bestimmen kann", habe das britische Außenministerium mitgeteilt.

Der Sender hatte am Samstag auf seiner Webseite berichtete, der amtierende libysche Außenminister Abdulati al-Obeidi sei auf die tunesische Ferieninsel Djerba, um dort nicht näher genannte britische Offizielle zu treffen. Der Reporter des Senders, der an Bord der Maschine Al-Obeidis mitreiste, sagte, dieser hätte keine näheren Angaben zum Thema der Gespräche gemacht.

"Meinungsaustausch"
Es gehe allgemein um einen "Meinungsaustausch, nicht um eine Exit-Strategie für Gaddafi", habe ihm der Politiker gesagt. Zugleich sei das Regime bereit, mit den Aufständischen im ostlibyschen Benghazi (Bengasi) zu reden. "Wir wollen diesen Krieg beenden, und zwar bald", wurde Al-Obeidi zitiert.


Die westlichen Nationen hatten am Freitag auf dem Treffen der G-8-Staaten im französischen Deauville ihre Haltung bekräftigt, dass Gaddafi die Macht abgeben müsse. Erstmals hatte sich sogar Russland dieser Linie angeschlossen. Die NATO bombardierte am Samstag und in der Nacht zuvor erneut Ziele in Tripolis, darunter das Militärlager Bab al-Aziziya, das Gaddafi als Hauptquartier für die Lenkung seiner Streitkräfte dient.

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