London-Randale
Jagd auf Randalierer mit mobiler Leinwand
Verhaftungswelle nach Randale in London
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Debatte um milde Urteile für jugendliche Randalierer
Um den Umgang mit den meist jugendlichen Krawallmachern ist unterdessen eine innenpolitische Kontroverse entbrannt: Obwohl Premierminister David Cameron im britischen Unterhaus noch gestern hartes Vorgehen gegen die Randalierer und Plünderer versprochen hatte, sind viele der jugendlichen Krawallmacher inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Während sich Polizei und Öffentlichkeit schockiert zeigen, steht der Justizminister hinter der Entscheidung seiner Richter.
Rund die Hälfte der mutmaßlichen Täter ist unter 18
Im Zusammenhang mit den schweren Ausschreitungen hat die Polizei alleine in London 1009 Menschen verhaftet, berichtet die Zeitung The Telegraph. 240 Personen wurden bisher angeklagt, die Hälfte davon sind unter 18. Viele dieser Jugendlichen kamen nach britischen Medienberichten ohne Haftstrafen davon.
Zwei Zwölfjährige in Manchester unter Auflagen frei
In Manchester sind zwei Zwölfjährige, die sich an den Plünderungen und Randalen beteiligt haben, gegen Auflagen vom Gericht auf freien Fuß gesetzt worden. Sie müssen sich nun einem speziellen Coaching ("Referral order") für jugendliche Straftäter unterziehen, an dem neben ihren Erziehungsberechtigten und Sozialarbeitern auch die Opfer teilnehmen können. Auch ein 16-Jähriger und eine 15-Jährige kamen mit dieser Maßnahme, die in Großbritannien für 10 bis 17-Jährige Ersttäter vorgesehen ist, davon.
Justizminister verteidigt Entscheidungen der Gerichte
Premier Cameron hatte den jugendlichen Randalierern wiederholt die volle Härte des Gesetzes in Aussicht gestellt: "Wer alt genug ist, um eine Straftat zu begehen, ist auch alt genug, um die Konsequenzen zu tragen", sagte er gestern gegenüber britischen Medien. Kein Krawallmacher sollte laut dem britischen Regierungschef schnell wieder auf freien Fuß gesetzt werden, im Notfall müssten dazu eben die Gesetze verschärft werden, betonte Cameron im Parlament. Der konservative Justizminister Kenneth Clarke verteidigte allerdings die milden Urteile der Gerichte und sprach sich klar gegen strengere Gesetze aus.
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