Griechenland

Männer wollten Baby um 15.000 Euro verkaufen

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Fünf Bulgaren wollten 13 Tage altes Baby an Under-Cover-Polizisten verkaufen.

Fünf Bulgaren wollten in der griechischen Stadt Thessaloniki ein 13 Tage altes Baby verkaufen. Für das Kind wollten sie 15.000 Euro haben. Die angeblichen Kunden waren aber Under-Cover-Polizisten. Die Verdächtigen wurden an Ort und Stelle verhaftet.

Das Kind wurde in einem griechischen Spital geboren und dann nach Thessaloniki transportiert, um dort von seiner 27-jährigen Mutter verkauft zu werden. In einer Wohnung in der Stadt fand die Polizei zwei weitere hochschwangere Frauen aus Bulgarien. Auch sie wollten offenbar ihre Babys verkaufen, sobald diese auf die Welt gekommen wären.

30.000 Euro für bulgarische Frauen, wenn sie Babys in Griechenland verkaufen

Die Frauen wurden von einem Paar, einem 52-jährigen Mann und einer 51-jährigen Frau, begleitet. Diese sollen die werdenden Mütter engagiert haben, gegen 3.000 Euro ihre Kinder in Griechenland zu gebären und dort zu verkaufen. Das Baby wurde in einem Spital unter Behördenaufsicht gestellt.

Bereits vor der Eurokrise waren mehrere Banden nach ähnlichem Muster unterwegs. Reiche Griechen sollen dabei verschiedene Möglichkeiten angewendet haben, um die schweren Adoptionsverfahren zu umgehen. Dabei nutzten sie in vielen Fällen verarmte junge Frauen aus der Romaminderheit in Bulgarien. Diese gebaren ihre Kinder im Nachbarland und gaben keinen Vater an. Der Käufer anerkannte das Baby dann nachträglich als sein "uneheliches Kind".
 

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