Flüchtlingsschiff

Anweisungen ignoriert

Malta will NGO-Schiffskapitän untersuchen

Anweisungen der italienischen Küstenwache bei Flüchtlingsrettung ignoriert.

Malta hat eine Untersuchung gegen den Kapitän des von einer deutschen Hilfsorganisation betriebenen Flüchtlingsschiffs "Lifeline" angekündigt. Der deutsche Kapitän habe die Anweisungen der italienischen Küstenwache bei der Flüchtlingsrettung ignoriert, die im Einklang mit den internationalen Gesetzen standen, heißt es in einer Presseaussendung des Büros des maltesischen Premiers Joseph Muscat.

Der Premier appellierte an die Teilung der Verantwortung bei der Flüchtlingskrise, um eine Steigerung der humanitären Krise abzuwenden, hieß es laut Medienangaben. Malta dankte dem EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker und dem EU-Ratspräsidenten Donald Tusk für ihren Einsatz zur Bewältigung des Flüchtlingsnotstands.
 
Malta und Italien hatten der "Lifeline" zuvor das Anlaufen eines Hafens verweigert. Das von der Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline betriebene Schiff harrt deshalb seit Tagen mit 234 Flüchtlingen an Bord in internationalen Gewässern vor der Küste Maltas aus.


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