Ein neu entdeckter Exoplanet sorgt in der Astronomie für Aufsehen.
HD 137010 b ähnelt der Erde stärker als viele bislang bekannte Himmelskörper. Sein Durchmesser ist nur rund sechs Prozent größer als jener unseres Heimatplaneten, ein Umlauf um seinen Stern dauert 355 Tage – fast so lange wie ein Erdenjahr.
Der Zentralstern HD 137010 ist allerdings etwa 1000 Grad kühler als unsere Sonne. Dadurch befindet sich der Planet am äußeren Rand der sogenannten lebensfreundlichen Zone. Nach Einschätzung der Wissenschaftler könnten dort dennoch Bedingungen herrschen, die flüssiges Wasser ermöglichen. Eine dichtere Atmosphäre mit einem höheren Kohlendioxid-Anteil könnte zudem für Temperaturen sorgen, die milder sind als jene auf dem Mars.
Spuren von Sauerstoff?
Besonders interessant ist die vergleichsweise geringe Entfernung: Mit 146 Lichtjahren gilt HD 137010 b als nah genug, um seine Atmosphäre künftig genauer zu untersuchen. Forschende hoffen, dort möglicherweise Spuren von Sauerstoff oder Methan nachweisen zu können – chemische Signaturen, die als Hinweise auf biologisches Leben gelten.
Für die Menschheit bleibt der Planet jedoch reine Theorie. Selbst mit einem hypothetischen Raumschiff, das ein Zehntel der Lichtgeschwindigkeit erreicht, würde eine Reise dorthin rund 1460 Jahre dauern. Solche Antriebstechnologien existieren bislang nur auf dem Papier – und dürften noch für sehr lange Zeit Zukunftsmusik bleiben.