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Mann hackt seiner Frau aus Eifersucht Hände ab

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Brutale Eifersuchtstat erschüttert ganz Russland - Täter muss 14 Jahre in Haft. 

Ein russisches Gericht hat am Donnerstag einen Mann zu 14 Jahren Haft verurteilt, der seiner Frau aus Eifersucht beide Hände abgeschlagen hatte. Nach Auffassung der Richter hatte der Mann sein Verbrechen sorgfältig geplant. Das 26-jährige Opfer zeigte sich in einer ersten Reaktion enttäuscht von dem "milden" Urteil.

Die Tat hatte im vergangenen Dezember heftige Empörung in Russland ausgelöst. Aus Rache wegen vermeintlichen Ehebruchs hatte der Beschuldigte damals seine Frau in einen Wald außerhalb von Moskau gefahren, Arterienbinder um ihre Arme geschlungen, ihr dann mit einer Axt die Finger und schließlich die Hände abgehackt. Anschließend brachte er seine blutende Frau in ein Krankenhaus, übergab den Ärzten einen Schuhkarton mit der abgetrennten rechten Hand und stellte sich der Polizei.

Seine Haft muss der Mann nach Angaben eines Gerichtssprechers in einer Hochsicherheits-Strafkolonie absitzen. Seinem Opfer muss er zudem umgerechnet 26.000 Euro zahlen. Bereits vorher war ihm das Sorgerecht für die beiden gemeinsamen Kinder entzogen worden.

Häusliche Gewalt ist in Russland allgegenwärtig, doch diese Tat hatte das Land schockiert. Erst zehn Monate zuvor hatte Russland die Strafen für einige Formen der häuslichen Gewalt - wie etwa Schläge - gelockert. Und nur wenige Tage, bevor ihr Mann ihr die Hände abhackte, hatte die Polizei die Anzeige der Frau wegen seines brutalen Verhaltens zurückgewiesen. Nach ihren Angaben wollte ihr Mann ihren Tod verhindern in der Hoffnung, mit einer kurzen Haftstrafe davonzukommen.

Sie hätte sich ihren Mann lebenslang hinter Gittern gewünscht, sagte die 26-Jährige am Donnerstag im Fernsehen. "Kein Urteil kann mir meine Hände zurückgeben. Damit muss ich für den Rest meines Lebens klarkommen." In einer Reihe komplizierter Operationen konnten die Ärzte die linke Hand, die von der Polizei im Wald gefunden wurde, wieder annähen. Die rechte Hand wurde durch eine von Spendern finanzierte moderne Prothese ersetzt.

Nach Angaben von Human Rights Watch sind russische Frauen besonders häufig häuslicher Gewalt ausgesetzt, ohne dass die Täter Konsequenzen fürchten müssten. Für ihren im Oktober veröffentlichten Bericht "Ich kann dich töten und niemand stoppt mich" sprach die Menschenrechtsbewegung mit Frauen, die von ihren Partnern gewürgt, mit Holz- oder Metallstäben geprügelt, verbrannt, vergewaltigt oder von Balkonen geworfen wurden, oder die durch brutale Faustschläge ihre Zähne verloren.

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