Medwedew Krim

Ukraine-Krise

Medwedew zu Besuch auf der Krim

Russland zieht seine Truppen von der Grenze in der Ostukraine "nach und nach" zurück.

Hochrangiger russischer Besuch auf der Krim: Ministerpräsident Dmitri Medwedew ist am Montag auf der ukrainische Halbinsel, die von Russlands Militär besetzt wird. Er wolle mit der Krim-Regierung die Entwicklung der aus russischer Sicht eingegliederten Region besprechen, teilte er über Twitter mit.

Truppen-Abzug
Russland zieht nach Angaben aus dem Außenministerium in Kiew seine Truppen von der gemeinsamen Grenze in der Ostukraine "nach und nach" zurück. Das sagte ein Sprecher am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Der Grund für den russischen Rückzug sei unklar.

Dies könne daran liegen, dass die Armee ihre Versorgungslinien sichern wolle, hieß es aus Kiew. "Die andere Hypothese ist, dass es an den Verhandlungen zwischen Russland und den USA liegt", sagt der Sprecher. Diese Gespräche zwischen den Außenministern John Kerry und Sergej Lawrow hatten am Sonntagabend in Paris geendet. Danach war nichts über ein konkretes Ergebnis mitgeteilt worden.

Ukraine reagiert barsch
Die ukrainische Regierung hat die Forderung Russlands nach einer Föderalisierung seiner staatlichen Strukturen scharf zurückgewiesen. Russland solle vor seiner eigenen Haustür kehren, erklärte das ukrainische Außenministerium am späten Sonntagabend als Reaktion auf Äußerungen des russischen Außenministers Sergej Lawrow.

Auch dessen Forderung nach Russisch als Amtssprache erteilte das Ministerium eine klare Absage. Vergleichbare Maßnahmen seien in Russland selbst völlig undenkbar. Die Regierung in Moskau denke gar nicht daran, Mitgliedern der Russischen Föderation mehr Macht einzuräumen oder andere Sprachen offiziell anzuerkennen.



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