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NATO

Merkel wirbt für Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes

59 deutsche Soldaten verloren ihr Leben im Land am Hindukusch.

Berlin/Kabul - Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel hat beim NATO-Gipfel für eine Aufarbeitung des nach fast 20 Jahren zu Ende gehenden Militäreinsatzes in Afghanistan geworben. Man müsse darüber sprechen, was gelungen sei und was nicht, sagte Merkel am Montag nach Ende des Gipfels, der nur wenige Stunden dauerte. Das sei man auch den Soldaten schuldig, die in Afghanistan ihr Leben verloren haben. Alleine bei der deutschen Bundeswehr waren das 59 Soldaten.

USA will aus Afghanistan abziehen

35 davon wurden bei Anschlägen oder in Gefechten getötet. Aus ihrer Sicht sei es doch sehr viel schwerer gewesen, ein politisches stabiles Staatswesen aufzubauen, als man sich das vorgestellt habe, räumte Merkel ein. Die USA hatten Mitte April angekündigt, bis spätestens zum 11. September - dem Jahrestag der verheerenden islamistischen Anschläge in den USA mit mehr als 3000 Toten - nach fast 20 Jahren aus Afghanistan abziehen zu wollen. Anschließend wurde auch der 4. Juli - der Nationalfeiertag der USA - ins Gespräch gebracht.

Deutschland war zweitgrößter Truppenleiter

Die anderen Truppensteller der NATO haben ihre Abzugspläne von denen der USA abhängig gemacht. Die Bundeswehr hat wie auch das österreichische Bundesheer die ersten Soldaten in die Heimat zurückgeholt. Der Stützpunkt der Bundeswehr in Mazar-e-Sharif wird nach und nach an die afghanischen Streitkräfte übergeben. Deutschland war zuletzt der zweitgrößte Truppensteller des NATO-Einsatzes nach den USA. 



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