Mordanklage gegen Amok-Schützen von L.A.

USA

Mordanklage gegen Amok-Schützen von L.A.

Laut FBI wollte der Todesschütze "viele Sicheheitsleute" töten.

Der Todesschütze vom Flughafen von Los Angeles muss sich wegen Mordes an einem Bundesbeamten und Gewalt vor Gericht verantworten. Staatsanwalt Andre Birotte teilte am Samstag mit, seine Behörde gehe davon aus, dass es sich um eine vorsätzliche Tat handle. Damit droht dem 23-Jährigen, der derzeit schwer verletzt im Krankenhaus liegt, im Fall eines Schuldspruches die Todesstrafe.

Diashow: Amok-Lauf am Flughafen Los Angeles

Die Polizei hatte den Mann mit mehreren Schüssen überwältigt, nachdem er am Freitagmorgen im Terminal 3 mit einem Sturmgewehr einen 39-jährigen Beamten der US-Verkehsrsicherheitsbehörde TSA (Transportation Security Administration) getötet hatte. Zwei TSA-Kollegen sowie ein Passagier wurden bei der Attacke verletzt, bevor die Polizei das Feuer auf ihn eröffnete und ihn verletzt festnahm. Der Täter wurde nach FBI-Angaben als Paul Anthony Ciancia identifiziert.

Hass auf Behörde
Als mögliches Tatmotiv gilt Hass auf die Behörde. Nach Informationen der US-Bundespolizei FBI hatte er es gezielt auf Beamte der TSA abgesehen. Aus einer handschriftlichen Mitteilung des 23-Jährigen gehe hervor, dass er "die bewusste Entscheidung getroffen hatte, mehrere TSA-Angestellte zu töten", sagte der FBI-Chef von Los Angeles, David Bowdich, am Samstag. In dem Schreiben, das er gemeinsam mit seinem Gewehr in einer Tasche bei sich getragen habe, wende sich der Täter direkt an die TSA-Beamten, sagte Bowdich weiter. Er kündigte demnach an, er wolle "Furcht in ihren verräterischen Köpfen" auslösen.

Der Schütze hatte sich nach Angaben der Bundespolizei FBI mit der Waffe in der Tasche einer Sicherheitskontrolle im Terminal genähert und dann mehrere Male auf den uniformierten TSA-Mitarbeiter gefeuert. Danach habe er eine nahe gelegene Rolltreppe betreten und noch einmal auf den Mann geschossen, zitierte die "Washington Post" das FBI.

Bei seinem Todesopfer handelt es sich um den 39-jährigen Sicherheitsagenten Gerardo Hernandez. Er ist der erste Mitarbeiter der TSA, der ihm Dienst getötet wurde, seit die Behörde im Gefolge der Al-Kaida-Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington gegründet wurde. Nach Angaben des Bürgermeisters von Los Angeles, Eric Garcetti, hatte der Schütze bei seiner Festnahme noch mehr als hundert Patronen besessen.



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