Nach dem verheerenden Brand in einer Bar in der Schweizer Bergortschaft Crans-Montana hat das italienische Skiresort Courmayeur die Nutzung von Pyrotechnik in geschlossenen Räumen verboten.
Die Gemeindeverwaltung von Courmayeur teilte am Dienstag mit, das Verbot gelte für pyrotechnische Gegenstände in allen geschlossenen Räumen, insbesondere in öffentlichen Einrichtungen.
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Roberto Rota, Bürgermeister von Courmayeur, bezeichnete das Verbot als "notwendig und dringend", da offene Flammen bei Feierlichkeiten in öffentlichen Einrichtungen weit verbreitet seien. Bei dem Brand in Crans-Montana in der Silvesternacht waren 40 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Teenager, darunter sechs Italiener. 116 weitere Personen wurden verletzt. Den Ermittlungen zufolge war die Katastrophe durch Sprühkerzen ausgelöst worden, die zu nahe an der Decke gehalten wurden.
Notausgänge und Brandschutzmaßnahmen werden in Italien kontrolliert
Italienische Behörden haben nach der Crans-Montana-Katastrophe Inspektionen in Nachtclubs und anderen öffentlichen Veranstaltungsorten intensiviert. Dabei werden unter anderem Kapazitätsgrenzen, Notausgänge und Brandschutzmaßnahmen kontrolliert. Mehrere Clubs und Diskotheken, darunter das historische "Piper" in Rom, wurden nach Sicherheitskontrollen vorübergehend geschlossen.
Premierministerin Giorgia Meloni erklärte, ihre Regierung prüfe ein landesweites Verbot von Wunderkerzen in Innenräumen. In mehreren Schweizer Kantonen gelten solche Verbote bereits seit dem Unglück in Crans-Montana.