Paukenschlag

Mordfall Fabian: „Aussage, die Sie umhauen wird“

Die Tötung des achtjährigen Fabian erschüttert weiter die Öffentlichkeit. Monate nach dem grausamen Verbrechen steht nun der Prozess im Fokus, der für alle Beteiligten zur emotionalen Zerreißprobe wird und plötzlich durch eine brisante Ankündigung neuen Zündstoff bekommt. 

Seit Ende April muss sich die 30-jährige Gina H., die Ex-Partnerin von Fabians Vater, vor dem Landgericht Rostock verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, den Jungen im Oktober 2025 aus Eifersucht getötet zu haben. Nachdem die Beziehung zum Vater zerbrach, soll sie laut Anklage das Kind gezielt ermordet haben, um den Konflikt zu lösen. Fabian wurde vier Tage nach seinem Verschwinden tot aufgefunden, erstochen und anschließend verbrannt.

Fabian
© Polizei Rostock

Indizien statt Beweise

Der Prozess gilt als besonders schwierig. Es gibt weder ein Geständnis noch Tatzeugen oder eine Tatwaffe. Damit basiert das gesamte Verfahren auf Indizien. Laut Medienberichten schwieg die Angeklagte zum Auftakt. Die Staatsanwaltschaft legte dennoch ihre Version dar und sieht das Motiv in einem eskalierten Beziehungskonflikt. 

Eltern rücken ins Zentrum

Im weiteren Verlauf des Prozesses stehen nun die Eltern im Mittelpunkt. Vor allem die Mutter schildert Fabian als liebevolles, hilfsbereites Kind und gibt Einblicke in sein Leben. Gleichzeitig werden auch Spannungen aus der Vergangenheit sichtbar: In der Beziehung zwischen dem Vater und der Angeklagten soll es laut ihrer Aussage zu Konflikten und Gewalt gekommen sein, bevor der Kontakt schließlich abbrach. Doch die Aufmerksamkeit richtet sich zunehmend auf den Vater, seine Aussage könnte zur entscheidenden Wendung werden. 

„Aussage, die Sie umhauen wird“

Für Aufsehen sorgt die Verteidigung der Angeklagten mit einer brisanten Ankündigung. Der Anwalt stellte eine mögliche Aussage des Vaters in Aussicht, die „Sie umhauen wird“, zitiert ihn t-online. Noch ist unklar, ob es tatsächlich dazu kommt, doch allein diese Aussage heizt die Spannung rund um den Prozess massiv an. 

Auch das Verhalten von Fabians Vater Matthias R. dürfte im weiteren Verlauf des Prozesses noch stärker in den Fokus rücken. Laut einem Bericht soll er die Angeklagte regelmäßig in der Untersuchungshaft besuchen und sich zudem weiterhin um ihre fünf Pferde kümmern. Demnach soll er offenbar nicht von ihrer Schuld überzeugt sein. Offiziell bestätigt sind diese Angaben jedoch nicht. 

Großes Interesse, hohe Emotionen

Der Fall sorgt weit über die Region hinaus für enorme Aufmerksamkeit. Rund um das Landgericht Rostock mussten Straßen gesperrt werden, um den Andrang zu bewältigen. Im Gerichtssaal selbst zeigt sich, wie belastend der Prozess für alle Beteiligten ist, insbesondere für die Familie des getöteten Kindes. Der Gerichtssaal wird dabei nicht nur zum Ort juristischer Aufarbeitung, sondern auch zu einem Schauplatz intensiver Emotionen.

Entscheidung noch offen

Wie es weitergeht, hängt nun maßgeblich von den kommenden Aussagen und der Bewertung der Indizien ab. Zahlreiche Zeugen sollen gehört werden, ein Urteil wird frühestens in einigen Wochen erwartet. Der Prozess umfasst 17 Verhandlungstage. Für die Familie bleibt vor allem eine Hoffnung: dass am Ende die Wahrheit ans Licht kommt und geklärt wird, wer für den Tod von Fabian verantwortlich ist.

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