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Eklat in Volversammlung

Peinlich-Rede: Darum lachte UNO-Versammlung Trump aus

US-Präsident: "Diese Reaktion hätte ich nicht erwartet.

US-Präsident Donald Trump hat bei seiner zweiten Rede vor der UNO-Vollversammlung mit den bisherigen Erfolgen seiner Regierung geprahlt - und damit höhnisches Gelächter des Publikums geerntet.

"In weniger als zwei Jahren hat meine Regierung mehr erreicht, als fast jede andere in der Geschichte der USA", sagte Trump am Dienstag in New York zu Beginn seiner Rede. Aus dem Publikum ertönte daraufhin kurz höhnisches Gelächter, was Trump aus dem Konzept brachte. "So wahr", verteidigte er sich noch, bevor er zugeben musste: "Diese Reaktion hatte ich nicht erwartet, aber okay."

 

Trump erneuert Kritik an Deutschland 

US-Präsident Donald Trump hat seine massive Kritik an Deutschland wegen der Pipeline Nord Stream 2 bekräftigt, an deren Finanzierung auch die österreichische OMV beteiligt ist. Deutschland werde "total abhängig von russischer Energie werden, wenn es nicht sofort seinen Kurs ändert", sagte Trump am Dienstag in seiner Rede während der UN-Generaldebatte in New York.
 
Die Leitung soll ab Ende 2019 russisches Gas durch die Ostsee nach Deutschland transportieren.
 
 

Trump prangert "korrupte Diktatur" im Iran an

US-Präsident Donald Trump hat den Iran als "korrupte Diktatur" angeprangert. In seiner Rede bei der UNO-Generaldebatte am Dienstag in New York warf Trump der Führung des Iran vor, "Chaos, Tod und Zerstörung" zu verbreiten. Die Staaten der Welt rief er auf, "das iranische Regime zu isolieren, solange seine Aggressionen andauern".
 
Der US-Präsident verteidigte den einseitigen Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran, an dem die EU festhält. Durch den wirtschaftlichen Druck solle der Regierung in Teheran die Gelder dafür verwehrt werden, "seine blutigen Absichten zu verfolgen", sagte Trump. Er betonte, am 5. November werde eine zweite Runde an Sanktionen wieder in Kraft treten. Die USA arbeiteten darauf hin, dass Länder, die Öl aus dem Iran importierten, diese Einfuhren "bedeutend" zurückfahren.
 
Sie respektiere weder Grenzen noch ihre Nachbarn, warf Trump der Regierung in Teheran vor. Sie habe sich auch dank des Atomabkommens selber bereichert. "Die Nachbarn des Iran haben einen hohen Preis bezahlt." Trump betonte, deshalb hätten so viele Länder in der Nahost-Region den Rückzug der USA aus dem Atomabkommen unterstützt. Die Vereinbarung habe der Führung in Teheran einen "Geldregen" beschert. Die Regierung habe die Mittel unter anderem dafür genutzt, atomwaffenfähige Raketen zu bauen und in Syrien und im Jemen ein "Gemetzel" anzurichten.
 

US-Ausstieg aus Atomabkommen

Trump hatte im Mai den einseitigen Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen verkündet, das den Iran am Bau einer Atombombe hindern soll. Damit traten bereits im August wieder US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft. In einer zweiten Runde im November sollen dann besonders schmerzhafte Sanktionen wieder eingesetzt werden, mit denen Ölimporte anderer Länder aus dem Iran auf Null reduziert werden sollen. Die EU hält dagegen an dem Atomabkommen mit dem Iran fest.
 
In den Verhandlungen mit Nordkorea über eine atomare Abrüstung sieht Trump große Fortschritte. Seit seinem Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un im Juni habe sich viel bewegt, sagte Trump am Dienstag bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York. Es seien Fortschritte erreicht, die viele nicht für möglich gehalten hätten. Es flögen nicht mehr Raketen in alle Richtungen, Atomanlagen würden zum Teil bereits abgebaut. Trump dankte Kim für diese Schritte und für dessen "Mut". Er betonte zugleich, es gebe noch sehr viel zu tun.
 
Trump und Kim hatten sich am 12. Juni zu einem Gipfeltreffen in Singapur getroffen. Danach gerieten die Verhandlungen zwischen Washington und Pjöngjang ins Stocken, da Kim bisher keine konkreten Zusagen gemacht hatte, bis wann er die Atomwaffen und Langstreckenraketen des Landes abschaffen wolle. Bewegung brachte zuletzt ein Gipfeltreffen von Kim mit Südkoreas Präsidenten Moon Jae-in.
 

Zweites Treffen mit Kim

Der US-Präsident hatte zuvor gesagt, er erwarte "ziemlich bald" ein zweites Treffen mit Kim. Dieser habe ihn in einem "schönen Brief" um ein zweites Treffen gebeten, "und wir werden das machen". US-Außenminister Mike Pompeo hatte am Montag gesagt, dazu könne es möglicherweise noch in diesem Jahr kommen.
 
Trump sprach zum zweiten Mal bei der UNO-Vollversammlung. Bei seiner Premiere im vergangenen Jahr hatte er Nordkorea mit Vernichtung gedroht und damit weltweit Kriegsängste geschürt. Kim bezeichnete er damals noch als "Raketenmann" ("rocket man"), der auf einer Selbstmordmission für sich und sein Regime sei.
 
Trump verteidigte vor der UNO-Vollversammlung außerdem seine "Amerika zuerst"-Politik. "Amerika wird Unabhängigkeit und Kooperation immer der Kontrolle und Dominanz der globalen Ordnung vorziehen", sagte er am Dienstag in seiner Rede vor Vertretern der 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen. "Ich erkenne das Recht jeder Nation in diesem Raum an, ihre eigenen Bräuche, Glaubensbekenntnisse und Traditionen zu praktizieren. Die Vereinigten Staaten werden euch nicht vorschreiben, wie ihr zu leben, zu arbeiten oder zu beten habt." Im Gegenzug erwarteten die USA aber, dass auch ihre Souveränität anerkannt werde. Trump hat seit Beginn seiner Amtszeit Anfang vergangenen Jahres mehrfach gegen internationale Abkommen verstoßen oder sie gebrochen und internationale Organisationen infrage gestellt.
 

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