Pentagon

USA

Pentagon-Renovierung dauerte 17 Jahre

600.000 Quadratmeter: Das Projekt kostete über 3 Milliarden Euro.

Ein amerikanisches Wahrzeichen erstrahlt im neuen Glanz: Nach mehr als 17 Jahren ist die Renovierung des Pentagons nahe der US-Hauptstadt Washington so gut wie abgeschlossen. Das 4,5 Milliarden Dollar (3,13 Milliarden Euro) teure Projekt sei bis auf Kleinigkeiten beendet, berichtete die "Washington Post" am Mittwoch. Damit sei das rund 600.000 Quadratmeter umfassende US-Verteidigungsministerium, das eilig während des Zweiten Weltkrieges errichtet worden war, zukunftstauglich modernisiert.

Betrieb musste während Umbau gewährleistet werden
So seien Hunderte Kilometer Kabelkanäle verlegt, 70 Fahrstühle installiert und eigentlich alles vom Fußboden bis zur Decke renoviert worden. Die Arbeiten hätten so lange gedauert, weil der Betrieb in dem Hochsicherheitstrakt rund um die Uhr ungestört weiterlaufen musste. Auch der Terroranschlag vom 11. September, als islamistische Terroristen ein Flugzeug ins Pentagon steuerten, hatte für Verzug gesorgt.

"Wir haben das Gebäude auseinandergenommen und wieder zusammengebaut, während 20.000 Menschen drin saßen", sagte der Projektchef Lee Evey der Zeitung. "Es ist, als würde man einen Schwarz-Weiß-Fernseher auseinandernehmen und ihn als Farbfernseher wieder zusammensetzen, ohne dass man nur eine seiner Lieblingsendungen verpasst." Zu Spitzenzeiten waren 3500 Menschen gleichzeitig mit der Runderneurung des Fünfecks beschäftigt.

Weil seit dem beginn des Umbaus im Oktober 1994 so viel Zeit vergangenen ist, zeigten die zuerst renovierten Abschnitte schon wieder Alterserscheinungen auf. Insgesamt aber sei das Pentagon nun "für die kommenden 50 Jahre gerüstet", sagte Evey.



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