Iran

Trump: Waffenruhe mit Teheran wird verlängert

US-Präsident Donald Trump hat die Feuerpause mit dem Iran erneut verlängert. Das kündigt Trump am Dienstagabend an.  

Auf Bitten Pakistans werde er von Angriffen absehen, bis die Führung im Iran einen geeinten Vorschlag unterbreite, teilte Trump kurz vor Ablauf der Feuerpause auf seiner Plattform Truth Social mit. Damit solle den Verhandlungen mehr Zeit gegeben werden, erklärte er. Die US-Blockade iranischer Häfen bleibe allerdings bestehen.

Verlängere Waffenruhe bis zur Vorlage eines iranischen Vorschlags

Wenig überraschend sei die Führung im Iran tief gespalten, schrieb Trump. Er handle auf Wunsch Pakistans, um Angriffe zurückzuhalten, bis die iranischen Führer und Vertreter einen einheitlichen Vorschlag vorlegen könnten. "Ich habe daher unser Militär angewiesen, die Blockade fortzusetzen und in jeder Hinsicht bereit und einsatzfähig zu bleiben, und werde daher den Waffenstillstand so lange verlängern, bis ihr Vorschlag vorgelegt und die Gespräche "auf die eine oder andere Weise" abgeschlossen sind, schrieb Trump.

Trump teilte zudem mit, er habe dem US-Militär befohlen, die Straße von Hormuz weiter für Schiffe zu blockieren, die von iranischen Häfen kommen oder diese ansteuern. Teheran hatte die Blockade zuvor als Hindernis für weitere Verhandlungen dargestellt.

Bericht: Teheran nicht bereit zu weiterer Verhandlungsrunde

Kurz vorher hatte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim gemeldet, iranische Vertreter würden nicht zu Verhandlungen nach Pakistan reisen. Die USA seien von "übertriebenen Forderungen" in den vergangenen Tagen nicht abgerückt und es habe daher keine nennenswerten Fortschritte gegeben, hieß es weiter. Unter diesen Umständen sei eine Teilnahme an den Verhandlungen "reine Zeitverschwendung" sei, hieß es in dem Bericht.

Ohne eine Verlängerung wäre die Waffenruhe am Mittwoch (Washington Ortszeit) ausgelaufen. Eine erste Verhandlungsrunde in Islamabad war vor gut einer Woche ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Über eine zweite Runde hatte es bis zuletzt keine Einigung zwischen Washington und Teheran gegeben.

Stunden vorher hatte der US-Präsident noch durchblicken lassen, sein bereits verlängertes Ultimatum nicht noch einmal verlängern zu wollen.

USA verhängen Sanktionen gegen Irans Waffen-Netzwerk

Die USA belegten unterdessen ein internationales Netzwerk zur Beschaffung von Waffen und Komponenten für den Iran mit Sanktionen. Das Finanzministerium setzte nach eigenen Angaben 14 Personen, Firmen und Flugzeuge auf die Sanktionsliste.

Betroffen sind den Angaben zufolge Akteure im Iran, in der Türkei und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie sollen an der Beschaffung oder dem Transport von Material für Irans Raketen- und Drohnenprogramme beteiligt gewesen sein. Im Fokus stehen unter anderem Bauteile für Drohnen sowie Vorprodukte für Raketentreibstoff.

Fluggesellschaft soll an Waffentransporten beteiligt sein

Auch die bereits früher ins Visier genommene iranische Fluggesellschaft Mahan Air spielt laut Ministerium eine zentrale Rolle. Sie soll am Transport von Waffen und Drohnensystemen beteiligt gewesen sein. Mehrere mit ihr verbundene Personen und Unternehmen wurden deshalb ebenfalls sanktioniert.

Das Vorgehen ist Teil der US-Kampagne "Economic Fury", mit der Washington Irans militärische Fähigkeiten einschränken will. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, die iranische Regierung müsse für die "Erpressung globaler Energiemärkte" und Angriffe auf Zivilisten mit Raketen und Drohnen zur Verantwortung gezogen werden.

Mit den Maßnahmen werden Vermögenswerte der Betroffenen in den USA eingefroren. Zudem ist es US-Bürgern grundsätzlich untersagt, Geschäfte mit ihnen zu machen. Auch ausländische Banken können ins Visier geraten, wenn sie entsprechende Transaktionen unterstützen.

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